Mit ‘Zahnfüllungen’ getaggte Beiträge

Die US-Regierung scheint irgendwie mit gespaltener Zunge zu reden: der Präsident predigt das Eine, die Arzneizulassungsbehörde FDA tut etwas ganz anderes. Wenn wir eine »klügere, wirklich wirksame Medizin« wollen, dann müssen wir dafür sorgen, dass sich die Politik, Lobbyisten und Vetternwirtschaft aus der Wissenschaft heraushalten.

Präsident Obama möchte die Kosten für den neuen Gesundheitsplan durch eine »klügere« Medizin auffangen; gemeint sind damit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Stressprävention. Bei einer Bürgerversammlung am 11. August im US-Bundesstaat New Hampshire gab Obama ein Beispiel: einem Diabetiker muss der Fuß amputiert werden, die Kosten dafür betragen zwischen 30.000 und 50.000 Dollar. Es wäre weit klüger gewesen, dem Patienten zu raten, abzunehmen und seine Medikamente gewissenhafter einzunehmen, bevor der Fuß abgenommen werden musste. Das hätte der Versicherung Geld gespart und der Patient hätte seinen Fuß nicht verloren.

Auch in dem Plan for a Healthy America (Plan für ein gesundes Amerika), mit dem Obama und Biden 2008 in den Wahlkampf gezogen sind, wurde Prävention groß geschrieben. Dazu gehörte auch die Forderung, die Schadstoffbelastung für den Körper zu verringern; ganz oben auf der Liste der Schadstoffe stand Quecksilber. Oberstes Ziel des Plans war:

»Die Risiken der Quecksilberbelastung senken. Über fünf Millionen Frauen im gebärfähigen Alter weisen hohe Quecksilberwerte im Blut auf, etwa 630.000 Neugeborene jährlich sind Risikogeburten. Die Umweltschutzbehörde EPA schätzt, dass jedes Jahr bei jedem sechsten Kind das Risiko von Entwicklungsstörungen besteht, weil es im Mutterleib mit Quecksilber in Berührung gekommen ist.«

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