Mit ‘schreiber’ getaggte Beiträge

Gestern Abend lief auf RTL in Spiegel TV die Bilder vom 1. Mai und diese waren wieder mal perfekt propagandistisch aufbereitet. Ich habe in dem Beitrag „1. Mai – Tag der Arbeit oder propagandistisches Herrschaftsinstrument?“ beschrieben, wie ich die Lage durch das reflektieren unterschiedlichster Quellen einschätze, um den Fokus eben wieder auf das auszurichten, für was einst die politische Bewegung, die heut höhnisch Alt-68er genannt wird, gestanden hat. Man machte auf die Nazifizierung in Politik und weiteren Ämtern, welche Einfluss auf die Öffentliche Meinung haben, aufmerksam.

Ein Beispiel

Umgang mit NS-Vergangenheit im eigenen Magazin

Nachdem der Medienforscher Lutz Hachmeister die Tätigkeit ehemaliger SS-Offiziere als Spiegel-Redakteure und Serienautoren für den frühen Spiegel belegen konnte,[23] geriet das Magazin 2006 verstärkt in die Kritik, weil es seine eigene NS-belastete Vergangenheit nicht ausreichend reflektiere. So bemängelte die Süddeutsche Zeitung in einem ganzseitigen Beitrag vom 14. Juni 2006 ebenso wie das medienpolitische Magazin M der Gewerkschaft ver.di in seiner September-Ausgabe,[24][25] dass die Rolle des ehemaligen Pressechefs im NS-Außenministerium und SS-Obersturmbannführers Paul Karl Schmidt alias Nachkriegsbestsellerautor Paul Carell als Serienautor des Magazins marginalisiert würde und der Tatbestand, dass die SS-Hauptsturmführer Georg Wolff und Horst Mahnke in den 1950er Jahren zu leitenden Redakteuren avancierten, von dem sonst NS-kritischen Magazin ausgeblendet sei. Schon im Jahre 2000 hatte die Neue Zürcher Zeitung Rudolf Augstein vorgeworfen, ehemaligen Nationalsozialisten bewusst die Möglichkeit gegeben zu haben, wieder gesellschaftsfähig zu werden. Zudem soll Augstein im Falle des Reichstagsbrandes mit dazu beigetragen haben, die kontroverse Alleintäterthese als allein gültig darzustellen.[26]

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