Mit ‘Saatgut’ getaggte Beiträge

Aktion: Freies Saatgut für alle!

Veröffentlicht: 27. Januar 2011 von infowars in EU, Lebensmittel, Protest/Aktivismus
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Internationale Aktionstage für Saatgut-Souveränität
Brüssel, 17./18. April 2011

Für die Vielfalt des Saatgutes in den Händen von BäuerInnen und GärtnerInnen setzen sich in Europa zehntausende Menschen ein. Sie wollen damit die Grundlage unserer Ernährung bewahren.

Dagegen steht die Saatgutindustrie. Sie will letztendlich weltweit die Kontrolle über das Saatgut ausüben. Gentechnik, Patente auf Pflanzen und Tiere sowie die Einführung von Nachbaugebühren haben den Menschen die Augen dafür geöffnet. Dazu kommen die Terminatortechnologie, die die Fruchtbarkeit von Samen zerstören soll, und Verbote bäuerlicher Sorten.

Das haben wir mit der Unterschriftenaktion „Zukunft säen – Vielfalt ernten“ angeprangert. Die derzeitige Überarbeitung der Saatgutgesetze in Europa ist vom Interesse der Industrie an der Kontrolle des Saatgutes geprägt.

Zehntausende Menschen haben unterschrieben, wir werden diese Unterschriften an den Menschenrechtsausschuss des EU-Parlaments übergeben und verlangen eine Untersuchung darüber, ob die Gesetzesvorhaben nicht das Menschenrecht auf Nahrung und Saatgut verletzen.

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Wissenschaftler müssen die Gentech-Konzerne um Erlaubnis fragen, bevor sie unabhängige Forschungsergebnisse über deren genetisch veränderte Pflanzen veröffentlichen wollen. Das regelt eine Verfügung der Saatgutkonzerne, die von den Forschern im Vorfeld einer Studie unterschrieben werden muss, berichtet das Wissenschaftsmagazin Scientific American in seiner August-Ausgabe.

Gentech-Forscher Weder die Überprüfung der von den agrotechnischen Konzernen angepriesenen „Leistungen“ gentechnisch veränderter Nutzpflanzen noch eine kritische wissenschaftliche Analyse möglicher Risiken und Gefahren für Umwelt und Konsumenten seien dadurch möglich.

Für den Kauf gentechnisch veränderten Saatguts zu Forschungszwecken mussten die Kunden schon immer eine Vereinbarung unterzeichnen, die genau festlegt, was geforscht werden darf und was nicht. Diese Vereinbarungen galten dem Schutz „des geistigen Eigentums“ eines Unternehmens, sie sollten vor allem mögliche Replikationen der veränderten Erbinformationen, also die unerlaubte Nachzucht, verhindern, so die Begründung.

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Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner (CSU) entschied am 14.April 2009 über das Anbauverbot der genveränderten Maissorte MON 810.(1)

Um doch noch eine Aussaat in dieser Saison durchzusetzen, hatte der US-Konzern einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Braunschweig gestellt.(2)

Die Entscheidung über diesen Antrag wurde heute von dem Gericht bekannt gegeben:

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Percy Schmeiser, Bauer und Saatgutzüchter aus Kanada

Veröffentlicht: 2. Mai 2008 von infowars in Gentechnik, Gesundheit, Wirtschaft
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Percy Schmeiser, Bauer und Saatgutzüchter aus Kanada wurde weltweit zum Symbol für den Widerstand gegen die brutalen Methoden des internationalen Saatgutmultis Monsanto, die Bauern einzuschüchtern oder sich gefügig zu machen.

Was war geschehen?

Die Nachbarn von Schmeiser bauten gentechnisch veränderten Raps an. Bei der Ernte im Herbst wehte der Wind Saatkörner über die Grundstücksgrenzen. Von den Erntefahrzeugen und Transportfahrzeugen fiel Erntegut herab und landete im Straßengraben und an den Feldrändern. Im Jahr darauf keimte dieses gentechnisch veränderte Saatgut auf Schmeisers Feldern, seine Ernte war zu einem geringen Prozentsatz mit diesen Genpflanzen kontaminiert.

Monsanto tat, was es auf der ganzen Welt tausendfach praktiziert: es zieht Proben von den Bauern, die kein Saatgut bei ihnen kaufen, weist die Kontamination nach, unterstellt den freien Bauern, sie würden illegal Monsanto-Saatgut anbauen und damit die Patentrecht von Monsanto verletzen. Dann wird dem Bauer ein Vergleich angeboten: Monsanto wolle auf Schadenersatzzahlungen verzichten, wenn der Bauer in Zukunft das gentechnisch veränderte Saatgut kaufe und für alle Zukunft darauf verzichte, jemals Schadenersatzansprüche an Monsanto zu stellen oder über diesen Deal öffentlich zu reden. Akzeptiere der Bauer nicht, müsse er sich vor Gericht für diese Patentverletzung verantworten. (mehr …)