Mit ‘psychiater’ getaggte Beiträge

Ethan A. Huff

Seit geraumer Zeit arbeiten Psychiater an der vierten überarbeiteten Ausgabe des »Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders« (DSM, »Diagnostisches und Statistisches Handbuch psychischer Störungen«), in die sie eine ganze Reihe neuer psychischer Störungen aufzunehmen hoffen. Leider handelt es sich bei vielen dieser Störungen jedoch nur um Persönlichkeiten oder Verhaltensformen, die von der Norm abweichen.

Möglicherweise werden in diese neue Ausgabe »Störungen« wie »Oppositional Defiant Disorder« (Aufsässigkeits-Trotz-Störung) aufgenommen, die bei Menschen festgestellt werden, die »Autoritätsfiguren gegenüber ein negativistisches, trotziges, ungehorsames und feindliches Verhalten« an den Tag legen. Zu den »Symptomen« dieser Störung zählt, dass der Betreffende leicht in Wut gerät, andere belästigt und »reizbar« ist.

Auch Persönlichkeitsauffälligkeiten wie antisoziales Verhalten, Arroganz, Zynismus oder Narzissmus sollen als »Störungen« gelten. Es gibt sogar Kategorien für Menschen mit häufigen Essattacken und für Kinder, die zu Wutanfällen neigen.

Schon jetzt wird bei Kindern viel zu häufig die Diagnose »bipolar« oder Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) gestellt, und daraufhin werden gefährliche Neuroleptika verschrieben. Werden noch mehr normale Kindheits-Verhaltensmuster als psychiatrische Störungen kategorisiert, werden nur noch mehr Kindern unnötig solche Medikamente verordnet.

Bei jeder neuen Ausgabe des DSM hat es umstrittene neue Einträge gegeben, die jüngste macht in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Tatsächlich hat der Umfang des Handbuchs im Laufe der Jahre erheblich zugenommen. Die schöne neue Art und Weise, wie die sogenannten medizinischen Fachleute bestimmte individuelle Charakteristika betrachten, ist das Beunruhigendste an der neuesten Ausgabe.

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