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Kissinger in Genf von chilenischen Demonstranten begrüsst

Veröffentlicht: 15. September 2010 von infowars in Menschenrecht, Völkermord
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Über 100 Menschen versammelten sich am vergangenen Freitag vor dem Hotel InterContinental in Genf und protestierten gegen den Auftritt von Henry Kissinger als Hauptredner am jährlichen Treffen des International Institute for Strategic Studies (IISS). Die Demonstranten, die meisten aus Chile, bezeichneten den 87-jährigen als Mörder und sie haben auf seine Beteiligung am Militärputsch hingewiesen, mit dem General Augusto Pinochet den demokratisch gewählten Präsidenten Salvador Allende stürzte und ein faschistisches Regime etablierte.

Kissinger hielt seine Rede ausgerechnet einen Tag vor dem Jahrestag des 11. September 1973, an dem Allende von den Putschisten ermordet wurde. Während der Pinochet-Diktatur verschwanden 967 Oppositionelle und 3’200 wurden getötet. Kissinger war damals US-Aussenminister und nationaler Sicherheitsberater für Präsident Richard Nixon und Hauptverantwortlicher hinter vielen „Regimewechsel“ in Südamerika, welche die CIA unter der Operation „Condor“ ausführte.

Die chilenische Gruppe “Gerechtigkeit und Erinnerung” hat Kissinger einen entsprechenden Empfang bereitet. Diese Gruppe sowie andere Menschenrechtsorganisationen meinen, die Anwesenheit Kissingers in Genf “… ist ein Skandal und eine Provokation“, wie sie in einer Medienmittelung vorab verkündeten.

Es ist bedauerlich, dass das internationale Rechtssystem machtlos ist ihn vor Gericht zu bringen. Dann werden wir wenigstens als Bürger unsere Ablehnung ihm gegenüber ausdrücken.

Die Gruppe fügte hinzu, sie finden es „unvertretbar, dass so eine Person, welche Menschenrechte wie auch internationale Rechte verletzt hat, bei einer Diskussion über internationale Sicherheit teilnimmt.

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