Mit ‘haiti’ getaggte Beiträge

Hinter der Fassade von Bill Clintons Haiti-»Hilfe«

Veröffentlicht: 19. Juli 2010 von infowars in Politik, Protest/Aktivismus, UN
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F. William Engdahl

In den letzten Tagen berichteten CNN, ZDF, BBC und andere Medien über die Lage in Haiti sechs Monate nach dem verheerenden Erdbeben. In allen Beiträgen gab es nur ein Thema: Die Hilfe kommt bei den Opfern nicht wirklich an, da die Aktionen der internationalen Hilfsorganisationen nicht ausreichend zentralisiert sind. Uns liegen jedoch Berichte führender Persönlichkeiten aus Haiti vor, die ein anderes Bild ergeben und ernste Fragen darüber aufwerfen, welche Rolle Washington und besonders der UN-Sondergesandte für Haiti, Ex-US-Präsident Bill Clinton, spielen.

Clinton verfügt über zehn Milliarden Dollar, doch nur 250 Millionen sind bisher ausgegeben worden

Nach bestätigten Informationen ist die Lage in der Tat entsetzlich: Sechs Monate, nachdem das schwere Erdbeben die Hauptstadt Port-au-Prince verwüstete – damals fanden über 230.000 Menschen den Tod, etwa 100.000 Häuser und 1000 Schulen wurden zerstört – leben noch mindestens 1,3 Millionen Menschen in 1200 improvisierten Zeltlagern in der Hauptstadt selbst und in der Umgebung. Der Präsidentenpalast, einst das Symbol der Nation, liegt noch immer in Trümmern. Es wird geschätzt, dass bislang nicht einmal fünf Prozent des Erdbeben-Schutts beseitigt worden sind. Nach Ansicht von Ingenieuren bräuchten 1000 Lastwagen bei täglichem Einsatz drei bis fünf Jahre, um alle Trümmer wegzuschaffen. Doch zurzeit transportieren nicht einmal 300 Lastwagen den Schutt aus der Stadt.

Die internationale Hilfe

Der Leser erinnert sich wahrscheinlich an die Aufrufe zu großzügiger internationaler Hilfe unmittelbar nach dem Erdbeben, die damals Zusagen in Höhe von 10 Milliarden Dollar einbrachten. Bis zum 30 Juni waren davon erst 20 Millionen angekommen, denn die USA, Frankreich (die ehemalige Kolonialmacht) und Kanada als Alliierter der USA verlangten vom Parlament eine Notstandsgesetzgebung, gemäß derer die Regierung jegliche Kontrolle über den Wiederaufbau aus der Hand gegeben hat. Das Versprechen auf Hilfe in der verzweifelten Lage wurde als Erpressung benutzt, um die Herrschaft zu übernehmen.

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Haiti: Hilfsaktion oder Invasion?

Veröffentlicht: 30. Januar 2010 von infowars in Geopolitik, Kriegsrecht, Militär, USA
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Die Situation im leidgeprüften Haiti ist von außen kaum gerecht zu beurteilen. Welchen Seiten darf man glauben? Den der US-Kampfunterstützungsagentur DISA (»Defense Information Systems Agency«) angeschlossenen »Embeded Journalists« oder den US-regierungskritischen »Embeded Workers« von »Democracy Now!« um Amy Goodman? Hilfreich wird hier ein Blick in die Geschichte und in die gültige US-Sicherheitsstrategie sein.

Ende des 19. Jahrhunderts begannen führende Industrielle und Politiker trotz starker isolationistischer Kräfte in den Kategorien einer Seemacht zu denken. Zum Schutz amerikanischer Interessen beorderte US-Präsident William McKinley das US-Kriegsschiff Maine nach Havanna (Kuba). Vor Anker liegend flog das Schiff mit einer gewaltigen Explosion in der Nacht zum 15. Februar 1898 unter mysteriösen Umständen in die Luft. 266 Mann der Besatzung wurden getötet. (1)

Trotz ungeklärter Ursache schürte die amerikanische Presse mit Joseph Pulitzer an der Spitze das Kriegsfeuer gegen Spanien. Bald hallte der Kriegsruf »Remember the Maine, and To Hell with Spain!« durch die USA und die Hallen des Kongresses.

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Wie heuchlerisch die US-Hilfe für Haiti ist

Veröffentlicht: 19. Januar 2010 von infowars in Israel, Nachrichten, USA
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Es ist schon bemerkenswert, was für einen militärischen Aufwand die US-Regierung wegen Haiti auf die Beine stellt, wegen einer angeblichen Hilfe für Haiti. Man muss dem venezolanischen Präsident Chavez und französischen Kooperationsminister Alain Joyandet in ihrer Aussage Recht geben, es geht den Amerikaner wirklich nur um einen strategischen Schachzug, um eine Eroberung und nicht wirklich um Katastrophenhilfe für die notleidenden Menschen.

Der US-Machtapparat macht nichts aus Selbstlosigkeit, haben sie noch nie, sondern immer mit einem Hintergedanken … und die Rosinenbomber der Berliner Luftbrücke gehören dazu, nur dass das mal klar ist. Noch so ein Märchen über Selbstlosigkeit.

Schauen wir uns die bisherige Entwicklungshilfe der US-Regierung für Haiti an, eines der ärmsten Länder der Welt, vor der Haustür sozusagen, ein Nachbar, um den man sich eher kümmern müsste als andere Länder.

Hier eine Grafik des USAID und US-Aussenministeriums über die geleistete Entwicklungshilfe für das Jahr 2008:

Was sehen wir?

Israel steht an 1. Stelle mit fast 2,4 Milliarden Dollar. Die sind ja auch wirklich sehr arm und unterentwickelt, deshalb ist das völlig berechtigt. Dazu kommt noch die ganze Rüstungshilfe in zweistelligen Milliarden an Israel, weil sie ja durch die Steinschleudern und besseren Feuerwerksraketen der Palästinenser so bedroht sind. Und dann noch die Kreditgarantien der USA und sonstigen Geschenke.

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