Mit ‘Golf von Mexiko’ getaggte Beiträge

F. William Engdahl

Zu voreilig hat Präsident Obama die Behauptung von BP unterstützt, der größte Öllache der Welt sei auf magische Weise verschwunden, seit das Bohrloch angeblich »verschlossen« wurde – denn bei neuen, unabhängig voneinander durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchungen hat sich bestätigt, dass sich die riesige Menge Öl nicht einfach »auf natürlichem Wege« aufgelöst hat. Sie treibt vielmehr, an der Oberfläche nicht mehr sichtbar, etwa 1000 m unter der Meeresoberfläche. Sollte Obama etwa versuchen, BP vor Schadenersatzforderungen zu schützen?

Wissenschaftlern der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI) im US-Bundesstaat Massachusetts haben bei einer Untersuchung eine etwa 35 km lange, 200 m dicke Öl-Schwade nachgewiesen, die seit Monaten in etwa 1100 m Tiefe unter der Meeresoberfläche treibt1 – eine gewaltige Menge Öl.

Wie ein Bericht der amerikanischen Zeitschrift National Geographic bestätigt, sind die Schäden entgegen aller Beteuerungen nicht verschwunden. Wissenschaftler hatten sich zuversichtlich geäußert, dass »Öl abbauende Bakterien«, die wegen des natürlich aussickernden Öls ohnehin im Golf reichlich vorkommen, eines großen Teil des aus dem am 15. Juli verschlossenen Bohrloch unter der Plattform Deepwater Horizon ausgetretenen Öls zersetzen würden.

Doch jetzt haben die Wissenschaftler von Woods Hole mithilfe spezieller Forschungsschiffe die Existenz einer riesigen, tief im Meer treibenden Öl-Fahne bestätigt, die aus dem BP-Bohrloch im Golf von Mexiko stammt. Ein WHOI-Sprecher sagte, die Stabilität der Fahne sei »ein wenig unerwartet. Wir haben keine Hinweise darauf, warum sie sich in dieser Tiefe gebildet hat.«

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Mike Adams

Wie CNN berichtet, hat die US-Regierung eine neue Vorschrift erlassen, wonach sich jeder Journalist, Reporter, Blogger oder Fotograf strafbar macht, der den Aufräum- und Auffangmaßnahmen, einem Gerät oder Schiff im Golf von Mexiko zu nahe kommt. Jedem, der erwischt wird, drohen Verhaftung, ein 40.000-Dollar-Bußgeld und eine Anklage wegen eines schweren Verbrechens.

CNN-Reporter Anderson Cooper: »Eine heute erlassene neue Vorschrift, die Gesetzeskraft besitzt und der zufolge Bußgelder und Anklagen wegen schwerer Verbrechen erhoben werden können… wird Reporter und Fotografen daran hindern, in die Nähe von Öl-Barrieren und ölverschmierten Tieren zu kommen, d.h. genau dahin, wo wir eigentlich sein müssten. Inzwischen sind Sie vielleicht bereits daran gewöhnt, Aufräumteams zu sehen, die die Medien abwehren, oder private Sicherheitsdienste, die die Hand vor die Kameras halten, sowie ganz normale Arbeiter, die keinen Ton mehr sagen, oft nicht einmal, für wen sie arbeiten, weil sie um ihren Job fürchten.«

Natürlich soll diese neue Vorschrift den Zugang der Medien zu den Aufräum- und Auffangaktionen einschränken, damit keine Bilder von ölverschmierten Seevögeln im Fernsehen auftauchen. Damit wird die Aufräumaktion an der Golfküste zu einer regelrecht unheimlichen Orwell’schen Realität, in der die Nachrichten von der Regierung geformt, zensiert und kontrolliert werden, damit die Öffentlichkeit die Wahrheit darüber, was wirklich am Golf geschieht, nicht erfährt.

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F. William Engdahl

Die Regierung Obama hat ein Verbot erlassen, Bilder von den ungeheuren Schäden zu veröffentlichen, die die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko verursacht hat – bei der noch kein Ende in Sicht ist. Alle Welt konzentriert sich auf das Ölgeschäft von BP. Doch bei British Petroleum gibt es noch eine andere Dimension: das Unternehmen zählt weltweit zu den exponiertesten Finanzunternehmen, es operiert praktisch wie eine unregulierte Bank mit Finanzmarkt-Positionen in unbekannter Höhe, vergleichbar dem in Konkurs gegangenen Enron-Konzern und dem bankrotten Autobauer General Motors, die ebenfalls mehr in spekulativen Unternehmungen denn als Industrieunternehmen tätig waren. Ein Bankrott von BP zum jetzigen Zeitpunkt könnte einen neuen weltweiten Finanz-Tsunami auslösen, der weit schlimmer wäre als der Zusammenbruch von Lehman Bros. im September 2008.

Solche Bilder von ölverschmierten Tieren sind jetzt von der Regierung Obama verboten worden.

So schrecklich die Umweltkatastrophe am Golf von Mexiko auch ist, so könnte uns doch ein noch weit größeres Desaster drohen. Die Kosten für Reinigung, Gerichtsverfahren und Entschädigungen nach der schlimmsten Umwelttragödie der Welt könnten durch British Petroleum (BP) ein Kreditereignis auslösen, das sich verheerend auf die weltweiten außerbörslichen Derivate (OTC) auswirken würde, einen nominell über 615 Billionen Dollar schweren Markt.

Niemand außerhalb der großen Derivatbanken wie Goldman Sachs, JP Morgan Chase oder Morgan Stanley weiß, wie hoch die bilanzunwirksamen Verbindlichkeiten und fremdfinanzierten Positionen bei BP sind. Diese Informationen sind streng geheim. Nach Auskunft verlässlicher Finanzmarkt-Insider schichten diese Banken gerade Billionen Dollar in andere Währungen, Swaps, Derivate, Optionen, Schulden und Equity-Portfolios um, weil sie offensichtlich einen Bankrott von BP erwarten.

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Gerhard Wisnewski

Auffällige Aktiengeschäfte und Unternehmenskäufe vor der Bohrinsel-Katastrophe der »Deepwater Horizon« vom 20. April 2010 erregten bisher schon Verdacht: Hatten einige Leute vielleicht ein Vorwissen von der Explosion? Inzwischen sind weitere Indizien aufgetaucht, dass es bei dem Unfall der »Deepwater Horizon« vielleicht nicht mit rechten Dingen zugegangen sein könnte.

Golf von Mexiko, 20. April 2010. Soeben haben sich über 100 Männer von der brennenden Bohrinsel »Deepwater Horizon« an Bord von Schiffen gerettet. Während manche Überlebende nach ihren späteren Aussagen daran gehindert werden, zu telefonieren, führen andere angeregte Gespräche. Besser gesagt: Aufgeregte Gespräche. Das berichtete jedenfalls der Kapitän eines der Rettungsschiffe laut dem investigativen US-Magazin »Mother Jones« vom 7. Juni 2010. Danach hörte der Skipper ein Telefonat zwischen einem Vertreter des Bohrinsel-Betreibers »Transocean« und einem Gesprächspartner in Houston mit, unter anderem Sitz der in das Unglück verstrickten Bohrfirma »Halliburton«.

Demnach schrie der »Transocean«-Mann ins Telefon: »Sind Sie nun verdammt zufrieden? Die Plattform brennt! Ich habe Ihnen gesagt, dass das passieren würde!« Der Gesprächspartner am anderen Ende habe den »Transocean«-Angestellten offenbar beruhigen wollen, denn der sei fortgefahren: »Ich bin verdammt ruhig! Haben Sie kapiert, dass die Plattform brennt?« Auch andere hätten diese Unterhaltung gehört.

Demzufolge haben einige Leute also bereits vor dem Unglück vor einer Katastrophe gewarnt. Betrachtet man die Vorgange näher, drängt sich der Eindruck auf, dass eine Sicherung nach der anderen versagte, ohne dass daraus irgendjemand Konsequenzen zog – oder Konsequenzen ziehen wollte?

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Gerhard Wisnewski

Kaum stirbt in den USA jemand bei einer nationalen Katastrophe, wird er in den Medien normalerweise als Held gefeiert. Sein Bild geht tagelang durch jede Nachrichtensendung und schließlich um die Welt. Und kaum überlebt jemand eine nationale Katastrophe, wird er von den Medien herumgereicht und darf seine Geschichte erzählen bis die Kameras schmelzen. Nur von den Toten und Überlebenden des 20. April 2010, als die Bohrinsel »Deepwater Horizon« explodierte, hört man erstaunlich wenig…

Warum redet die Welt nicht über die »Helden des 20. April«? Schließlich wird der 20. April 2010, als den Ölunternehmen BP, Transocean und Halliburton unter den Händen eine Bohrinsel explodierte, genauso in Erinnerung bleiben wie der 11. September 2001, als dem Pächter Larry Silverstein unter den Händen das World Trade Center explodierte. Doch die Lebenden und Toten des 20. April scheinen personae non gratae zu sein. Im Vergleich zu anderen »Helden« werden sie erstaunlich tief gehängt. Ja, gemessen an der sonst üblichen Berichterstattung bei ähnlichen Anlässen werden sie regelrecht versteckt.

MSNBC-Moderatorin Mika Brzezinski liest aus einer Akte Obamas Anweisungen zum BP-Ölteppich vor

Steve Watson, Infowars.net, 21.06.2010

Die MSNBC-Moderatorin Mika Brzezinski hat heute Morgen vor laufenden Kameras zugegeben, dass sie die Argumentationspunkte des Weißen Hauses nachplappert, deren Integration in die Berichterstattung des Senders über den weiter anhaltenden Ölteppich im Golf von Mexiko empfohlen wurde.

In der Sendung „Morning Joe“ konnte man mitverfolgen, wie die Co-Moderatorin der Sendung wiederholt nach unten sah und sorgfältig die schriftlichen Notizen studierte, während sie sich an einer Diskussion mit dem früheren Geschäftsführer von General Electrics, Jack Welch, einem offenen Kritiker der Reaktionen der Reagierung auf die Katastrophe, beteiligte.

Als Antwort auf jeden Teil von Welchs Analyse blätterte Brzezinski durch die Aufzeichnungen und las aus dem Skript vor, während sie die Regierung verteidigte.

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Gerhard Wisnewski

Je mehr man sich mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko beschäftigt, umso mehr Überraschungen erlebt man. Die neueste: Vor 107 Jahren schrieb der österreichische Dichter und Okkultist Gustav Meyrink eine Kurz-Novelle, in der er ein Attentat beschrieb, bei dem das mexikanische Öl ins Meer geleitet wird. Die Idee, mit einer solchen Katastrophe einen Anschlag auf den Globus auszuführen, spukt demnach schon seit über 100 Jahren herum. Und sie stammt mitten aus dem Schoß von Okkultisten, Freimaurern und Logenbrüdern.

»Eine fürchterliche Detonation erschreckte die Stadt. Sie dröhnte von weit her, vom Süden, und die Schiffer meinten, es müsse in der Nähe der großen Landzunge – ungefähr zwischen Tampiko und Vera-Cruz – der Ursprung der Erscheinung zu suchen sein. … Donner? – jetzt? – und bei heiterem Himmel! – Unmöglich. – Also wahrscheinlich ein Erdbeben.«

So steht es in Gustav Meyrinks Novelle Petroleum, Petroleum aus dem Jahr 1903 zu lesen, veröffentlicht in dem Sammelband Des Deutschen Spießers Wunderhorn.

Dr. Jessegrim und Dr. No

Doch es war kein Erdbeben. Meyrinks Novelle drehte sich vielmehr um eine Art frühen »Dr. No« (Mega-Schurke in James-Bond-Filmen) namens »Dr. Jessegrim«. Dieser habe im Drogenhandel mit Meskalin Millionen gescheffelt und schließlich den Plan gefasst, die unterirdischen Ölvorkommen Mexikos zunächst durch Sprengungen zu vereinen und schließlich zum Meer hin zu öffnen.

»Alles bekreuzigte sich« nach der Explosion, aber »Dr. Jessegrim beachtete all das gar nicht, er war in sein Studierzimmer getreten und summte etwas wie: ›Ade, mein Land Tirol.‹«. Womit in Wirklichkeit natürlich nicht Tirol, sondern die gesamte Erde gemeint war.

»Ganz Mexiko stand seiner Meinung nach auf Felsenhöhlen im Erdinnern, die zum großen Teil, wenigstens so weit sie mit Petroleum gefüllt waren, miteinander in Verbindung standen. Die vorhandenen Zwischenräume nach und nach wegzusprengen, war seine Lebensaufgabe geworden.«

Nach den letzten Sprengungen »floss das Petroleum, genau wie Dr. Jessegrim berechnet hatte, fleißig aus den unterirdischen Becken Mexikos ins Meer ab und bildete an der Oberfläche eine opalisierende Schicht, die sich immer weiter und weiter ausdehnte und, vom Golfstrom fortgetrieben, bald den ganzen Meerbusen zu bedecken schien. Die Gestade waren verödet, und die Bevölkerung zog sich ins Innere des Landes zurück.«

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Mike Adamas

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, die mittlerweile bereits über einen Monat andauert, hat jetzt das Land erreicht, das Öl überzieht Touristenstrände, Sumpfgebiete und den Küstenstreifen mit einem schwarzen Schmier – ein geradezu metaphorisches Bild für die Gier der Unternehmen, die heutzutage die gesamte US-Wirtschaft dominiert. Wir alle schwimmen in dem trüben Schlamm von untergegangenen Unternehmen – jetzt bezahlen wir den Preis dafür, dass wir zugelassen haben, dass diese Unternehmen unsere Medien, unsere Regierung und unsere gesamte Wirtschaft beherrschen.

Vielleicht meinen Sie, eine staatliche Aufsicht hätte all dies verhindern können, aber so ist es nicht. Bei dieser Katastrophe geht es nicht allein um das Versagen einer staatlichen Aufsicht, es geht darum, was passiert, wenn man es zulässt, dass Unternehmen Washington beherrschen.

Auf Befehl von BP droht US-Küstenwache Reportern mit Verhaftung

Bei dieser Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko walzt British Petroleum sowohl die Regierung in Washington als auch die Presse einfach nieder. Einen ersten Vorgeschmack haben wir bereits erhalten: Die US-Küstenwache droht jetzt damit, Reporter zu verhaften, die über die Katastrophe zu berichten versuchen; dabei bezieht sie sich auf »BP-Vorschriften«, wonach es Journalisten untersagt ist, investigativen Journalismus zu betreiben.

Der Nachrichtensender CBS News berichtet: »Als sich CBS News dem mit Öl bedeckten Strand zu nähern versuchte, erteilte man uns von einem Boot einer von BP beauftragten Firma, das zwei Offiziere der Küstenwache an Bord hatte, den Befehl umzukehren, wir würden andernfalls verhaftet.«

Mit anderen Worten: Die US-Küstenwache schützt jetzt die finanziellen Interessen von Unternehmen, indem sie einen Bericht zu zensieren versucht, den die Öffentlichkeit sehen muss.

Gleichzeitig dreht BP der [US-Umweltschutzbehörde] EPA eine Nase, indem das Unternehmen es rundweg ablehnt, beim Versuch, das Wasser zu reinigen, weniger giftige Lösungsmittel einzusetzen. Gestern hat nun das Weiße Haus BP befohlen, die Menge des eingesetzten Lösungsmittels zu halbieren. Bei der verwendeten Chemikalie handelt es sich um Corexit; BP hat bislang 650.000 Gallonen (knapp 2.500.000 Liter) des giftigen Stoffs in den Golf von Mexiko gekippt.

Und das, obwohl, wie der Guardian berichtet, »in der vergangenen Woche Wissenschaftler bei Anhörungen im Kongress ausgesagt haben, Corexit sei giftiger und weniger wirksam als andere verfügbare Lösungsmittel. Umweltschützer fürchten, dass die Chemikalie die ohnehin bereits stark verminderten Fischbestände wie beispielsweise den atlantischen Blauflossen-Thunfisch weiter reduzieren oder bedrohte Schildkrötenarten vergiften könnte.

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Der Herausgeber von American Free Press berichtet aus Dublin über das aktuelle Treffen der Trilateralen Kommission

James P. Tucker, Jr., American Free Press, Ausgabe Nr. 20/19.05.2010

DUBLIN, Irland – AFP hat herausgefunden, dass die Vorabdelegation der Trilateralen Kommission (TK), die hier am 06.05.2010 in Dublin eintraf, einen ziemlich niedergeschlagenen Eindruck machte. In früheren Jahren zeigten sie sich in festlicherer Stimmung, wenn sie sich auf die 300 hochrangigen Beamten aus Europa und Nordamerika sowie die internationalen Finanziers vorbereiteten um die Weltwirtschaft hinter verschlossenen Türen zu planen.

Gerade ist ein Wirtschaftstreffen in Brüssel abgeschlossen wurden, welches den US-Beamten, die an dem TK-Treffen ohne Wissen der Öffentlichkeit teilnehmen wollen, eine bequemen Vorwand bietet.

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F. William Engdahl

Am 20. April starben bei einer Explosion der von der Ölgesellschaft BP betriebenen Bohrinsel »Deepwater Horizon« vor der Küste von Louisiana im Golf von Mexiko elf Menschen, wenig später sank überraschend die gesamte Bohrinsel. Durch das Unglück wurde die bislang größte Ölpest der Geschichte ausgelöst – wahrscheinlich um Größenordnungen schlimmer, als bei der Havarie der »Exxon Valdez« 1989 – und noch ist sie nicht unter Kontrolle. BP beteuert, die Sicherheitsvorkehrungen seien ausreichend gewesen, der Fehler müsse an anderer Stelle liegen. Eine genauere Untersuchung fördert hingegen einige sehr bezeichnende Dinge im Zusammenhang mit der Ölpest zutage.

Bemerkenswert ist zunächst einmal die Doppelzüngigkeit von BP, eine der Großen Vier angloamerikanischen Ölgesellschaften, die zusammen mit Goldman Sachs und den Wall-Street-Banken de facto den gesamten weltweiten Ölmarkt beherrschen. Der Chef von BP-Amerika, Lamar McKay, verteidigte zunächst öffentlich im US-Fernsehen die Sicherheitsvorkehrungen seines Unternehmens und erklärte, der »Ausfall eines einzelnen Bauteils« habe zu der massiven Ölpest an der Golfküste geführt. Laut einem Sprecher habe es sich von dem von McKay erwähnten defekten Bauteil, welches das Desaster verursacht habe, um einen Bohrlochschieber, einen sogenannten Blow-Out-Preventer, gehandelt.

Während also der BP-Chef erklärt, verantwortlich sei ein defekter Blow-Out-Preventer, ein Bauteil bei einer Ölplattform, das im Falle einer Explosion oder eines anderen Unfalls das Austreten des Öls verhindern soll, sprach Salvin, der offizielle Unternehmenssprecher von BP, davon, die Ursache der Explosion sei ungeklärt und betonte: »Wir schließen nichts aus.«

Könnte es sein, dass es bei der schlimmsten Ölpest der Geschichte einen politisch brisanten Hintergrund gibt?

BP wie auch die Obama-Regierungen gerieten schwer unter Druck aufgrund der Ölpest im Golf von Mexico. Die ökologischen Folgen für die US-Küstenregionen sind nicht abschätzbar.

Es stellt sich nämlich heraus, dass die BP – vormals British Petroleum, ein Unternehmen mit engen Verbindungen zum ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair, das diesen 2003 darin bestärkt hatte, George W. Bushs Irakkrieg zu unterstützen – seit Jahren mit den amerikanischen Aufsichtsbehörden im Streit liegt, und zwar genau hinsichtlich der Frage, wie viele Sicherheitsstufen erforderlich sind, um einen Unfall bei einer Tiefseebohrung wie in diesem Fall zu verhindern.

In einem Brief an das US-Innenministerium, das für die Aufsicht über Ölbohrungen vor der amerikanischen Küste verantwortlich ist, erhob BP 2009 Einwände gegen neue Bestimmungen, die die Regierung zur Verbesserung der Sicherheitsstandards auf Ölplattformen vorgeschlagen hatte. BP schrieb damals an die US-Regierung: »Wir sind der Ansicht, dass die derzeitige Sicherheits- und Umweltstatistik der Ölindustrie beweist, dass die freiwilligen Programme … auch weiterhin erfolgreich sind.« Was wohl so viel heißen sollte wie: »Vertrauen Sie uns …«

Kurt Nimmo, Infowars.com, 01.05.2010

An der Golfküste ist eine zweite Bohrinsel gesunken. Das wurde nicht großartig berichtet. Das Journal MarketWatch vom Wall Street Journal schreibt:

„Die US-Küstenwache sagte am Freitag, dass es gerade auf einen zweiten Unfall einer Bohrinsel reagiert. Eine ´mobile Inlandsbohreinheit` mit einem 75.000 Liter Leistung für Dieselkraftstoff stürzte in den Charenton Navigationskanal südlich des US-Highways 90 nahe Morgan City im US-Bundesstaat Louisiana. Es wurde nichts über einen Austreten von Öl oder über Verletzte berichtet, aber es hat sich ein 150 Meter breiter Film um die Bohrinsel herum ausgebreitet, so ein Bediensteter der Küstenwache.“

Am Freitag beschuldigte der Radiomoderator und frühere Kabinettsberater unter Reagan, Mark Levin, die Obama-Regierung einer Verschwörung die Ölwirtschaft verstaatlichen zu wollen.

„Ich denke diese Sondereinsatzkommandos (SWAT-Teams) sind dort und werden vom Büro den Bundesstaatsanwalts, dem Innenministerium und der Heimatschutzbehörde, vielleicht auch der US-Umweltschutzbehörde koordiniert…um vor Ort Aufzeichnungen zu beschlagnahmen und den Grundstock für eine weitere Regierungsübernahme zu legen.“

Obama teilte am Donnerstag mit, dass er SWAT-Teams entsendet um die Ölbohrtürme im Golf von Mexiko zu untersuchen, eine Reaktion die vielen Beobachtern sonderbar vorkam.

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