Mit ‘gen-mais’ getaggte Beiträge

F. William Engdahl

Fast jeder hält es für gefährlich, ungetestete gentechnisch veränderte Nahrungsmittel (GVO) zu verzehren. Deshalb gibt es umgehend Proteste, wenn die Regierung in Berlin den Vorstoß unternimmt, GVO-Nutzpflanzen wie den Genmais MON 810 von Monsanto zuzulassen. Doch nur wenigen ist bewusst, dass die Nahrungskette in der EU bereits heute stark kontaminiert ist, und dass niemand Aussagen über die langfristigen gesundheitlichen Folgen machen kann. Fast alle Tiere, deren Fleisch wir essen, ob sie nun aus vermeintlich guter deutscher Zucht stammen oder importiert werden, fressen »Kraftfutter«, das die Tiere schneller an Gewicht zunehmen und wachsen lässt. Fast alle Kraftfutter bestehen aus einem Mais-Sojabohnen-Gemisch – und abgesehen von dem geringen Anteil, der in China produziert wird, werden heute weltweit praktisch nur gentechnisch veränderte Sojabohnen angebaut! Allein die Regierung von Brasilien widersetzt sich den GVOs. Jetzt hat ein brasilianisches Gericht der deutschen Bayer AG eine empfindliche Niederlage bei deren Versuch, die GVO-Pflanzen weiter zu verbreiten, zugefügt.

Die Leser meines Buches Saat der Zerstörung: Die dunkle Seite der Genmanipulation werden sich erinnern, dass 1992 bei einem Treffen zwischen dem damaligen US-Präsidenten George Bush sen. und führenden Vertretern von Monsanto eine der erstaunlichsten Entscheidungen der jüngsten Zeit ausgeheckt wurde: Sämtliche Gesundheits- und Nahrungsmittelsicherheitsbehörden der USA wurden angewiesen, fortan GVO-Nutzpflanzen als »substanziell gleichwertig« mit normalen Pflanzen oder Saatgut anzuerkennen.

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Expertengruppe fordert Crash-Test für Gentechnik-Pflanzen

Veröffentlicht: 21. Oktober 2009 von infowars in Gentechnik, Gesundheit, Lebensmittel
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Sind Gentechnik-Pflanzen sicher oder nicht? Die Debatte um diese Frage wird bei jedem Antrag auf die Zulassung neuer Pflanzen in der EU geführt, meist mit unbefriedigendem Ergebnis. Populärstes Beispiel ist die Diskussion um den Anbau des MON 810. Jahrelang war die Sicherheit des Gentechnik-Maises von Kritikern angezweifelt worden. Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA), zuständig für die Sicherheitsprüfung, steht bei der Debatte besonders in der Kritik, weil sie lediglich Studien und Daten der Antragssteller der Pflanzen für ihre Bewertungen heranzieht. Mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerüstet, verbot Landwirtschaftsministerin Aigner den Anbau in Deutschland im April dieses Jahres schließlich. Gentechnik-Befürworter hielten Erkenntnisse und Studien dagegen und kritisierten das Verbot.

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Gentechnik-Mais: Keine Einigung im Ministerrat

Veröffentlicht: 20. Oktober 2009 von infowars in Gentechnik, Gesundheit, Lebensmittel
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Die drei neuen Gentechnik-Mais-Sorten, die gestern zur Abstimmung im EU-Ministerrat standen, werden voraussichtlich bald zugelassen. Denn es gab weder eine qualifizierte Mehrheit gegen noch für die Zulassung. In so einem Fall liegt die Entscheidung bei der EU-Kommission, die in aller Regel für die Zulassung neuer Gentechnik-Pflanzen stimmt.

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Monsanto-Chef Hugh Grant hat Grund zum Grinsen: Die Europäische Lebensmittelagentur EFSA hat nach Angaben der Firma deren Gentechnik-Mais “Mon 810″ im Rahmen einer überfälligen Neubewertung für sicher erklärt. Zudem befürworte sie auch den Anbau des Monsanto-Maises NK603. Der Öffentlichkeit steht der Bericht der EFSA, den Monsanto bereits gestern begrüßte, allerdings bisher nicht zur Verfügung. Dass die EFSA dem Antragsteller den Bericht vorab zur Verfügung stellte und es Monsanto überläßt ihre Entscheidungen zu veröffentlichen, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Arbeitsweise der Agentur und ihres wissenschaftlichen Gentechnik-Ausschusses.

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