Mit ‘CCC’ getaggte Beiträge

Der Chaos Computer Club hat eine gravierende Sicherheitslücke an dem Zugangssystem aufgedeckt, welches bei vielen deutschen Flughäfen im Einsatz ist. Es sei veraltet und leicht zu knacken.

Der Chaos Computer Club Berlin hat das Sicherheitssystem des Hamburger Flughafens etwas genauer unter der Lupe genommen. Dabei mussten sie leider „gravierende Sicherheitslücken“ feststellen. Über elektronische Sicherheitsausweise, welche die Mitarbeiter des Flughafens am Körper tragen, konnten sie sich Zugang zu den Sicherheitsbereichen am Flughafen verschaffen. Viele der Zugangstüren werden ausschließlich über die Chipkarten geöffnet und sind personell unüberwacht. Das Zugangssystem sei dazu nicht nur älterer Bauart, sondern würde auch auf eine Verschlüsselung des Zugangssignals verzichten. Da ist es nur folgerichtig, dass die CCC-Mitglieder daraus schlussfolgern und sich wundern, wie dieses System als „Sicherheitssystem“ verkauft werden kann. CCC-Mitglied Karsten Nohl dazu: „Das System auszuhebeln ist einfach, was uns sehr überrascht hat, weil dies als Sicherheitssystem vermarktet wird und sehr verbreitet ist. Wir waren schlicht schockiert, überhaupt keine Hürden zu finden, die wir hätten überwinden müssen.“ Dasselbe System würde man auch in etlichen anderen Flughäfen in Deutschland nutzen, unter anderem in Hannover, Dresden, Stuttgart und Berlin-Tegel.

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Das Bundesverfassungsgericht wollte gerne eine Stellungnahme des Chaos Computer Clubs (CCC) zu den Verfassungsbeschwerden gegen die Vorratsdatenspeicherung. Diese Stellungnahme wurde nun vom CCC der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Das Gutachten zeigt mit gewohnter CCC-Chilli-Schärfe, „wie einfach allein schon durch die Analyse der Verbindungs- und Standortdaten von Mobiltelefonen tiefe Einblicke in die Privatleben aller Telefonbenutzer möglich sind.“ Constanze Kurz und Frank Rieger haben in ihrem 59 Seiten langen Dokument die derzeitige Situation untersucht und in einem weiteren Schwerpunkt einen Ausblick in die Zukunft gewagt. Dort entsteht durch „die genauere Ortung und dichtere Nutzungsprofile der Auswertung der Vorratsdaten ein praktisch vollständiges Persönlichkeitsbild„. Die Schattenseiten der allgegenwärtigen permanenten mobilen Kommunikation, die zum Normalzustand wird, beschreibt die Studie so.

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Der Chaos Computer Club veranstaltet dieses Jahr zum ersten Mal die Konferenz „SIGINT“ in Köln. Der erste Tag war den Themen „Control and Surveillance“ (Kontrolle & Überwachung) gewidmet.

Als eines der wichtigsten Themen kristallisierte sich dabei die Netzneutralität heraus, die in vielen Vorträgen aus unterschiedlichen Gesichtspunkten heraus anklang. In einem von der Bundeszentrale für politische Bildung gesponsorten Panel mit Markus Beckedahl, Annette Mühlberg von ver.di und Andreas Bogk zu „Open Government“ drehte sich die Diskussion unter anderem um die Frage, ob der Staat die Netzinfrastruktur übernehmen solle.

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Der Chaos Computer Club (CCC) veröffentlichte den Vertrag zwischen dem Bundeskriminalamt (BKA) und den Internet-Providern bezüglich Netzsperren.

Durch diesen Vertrag sollen die führenden Internet-Provider Deutschlands verpflichtet werden, bestimmte Seiten zu sperren. Bei diesen Seiten handelt es sich um solche, die auf einer vom BKA zusammengestellten Filterliste für kinderpornographische Inhalte stehen. Die kleineren Provider sollen später durch eine Änderung des Telemediengesetzes ebenfalls zum Filtern verpflichtet werden. Mit den Verträgen jedoch will man die 7 Branchenführer, die über 90 Prozent des Marktes ausmachen, schon vorab zur Einhaltung der Sperren verpflichten. (mehr …)