Mit ‘bz’ getaggte Beiträge

Gerhard Wisnewski

Das muß man erst mal fertigbringen: Das Video mit den Schüssen an der Absturzstelle von Smolensk verbreitet sich wie ein Virus über das ganze Internet. Die Schüsse sind überdeutlich zu hören. Staatsanwälte ermitteln. Auch die „Bild“-Website zeigt das Video – allerdings ohne die Schüsse und ohne sie auch nur zu erwähnen…

Spuren an Tatorten, Wracks, in Bildern und Informationen zu suchen, ist das eine. Wie ich bereits früher geschrieben habe, gibt es noch eine andere Möglichkeit, nämlich das von der offiziellen Propaganda dargebotene „Negativ“ zu entwickeln bzw. durch Projektion ein Positiv herzustellen. Wie das geht? Im Prinzip ganz einfach: Keine Lüge oder Verdrehung steht alleine für sich im luftleeren Raum, sondern in einer Beziehung zur Wahrheit. In der Lüge oder Verfälschung ist also auch die Wahrheit enthalten, nur eben verdreht oder – indirekt – indem die Lüge ein Negativ der Wahrheit darstellt. Der einfachste Fall: Manche Lügen entfernen sich zum Beispiel möglichst weit von der Wahrheit. Stellt man sich also die am weitesten entfernte Alternative zu einer Lüge oder wahrscheinlich falschen Version vor, könnte man bereits nah an der Wahrheit liegen. Man kann also die Spuren von  Lügen oder Propaganda lesen. Man kann feststellen, was verschwiegen und verdreht werden soll. Das ist zwar kein Beweis, aber ein Hinweis.

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»›Bild‹ kämpft für Sie!«, hieß früher eine Kolumne in der »Bild-Zeitung«, in der sich das Springer-Flaggschiff der Nöte und Sorgen des Kleinen Mannes annahm. Und das ist immer noch so. Nur ist der Mann nicht mehr ganz so klein. Vielmehr kämpft »Bild« heute verbissen für die Großkopferten. Und zwar vor allem für die, die der Pharmaindustrie soeben mal eine halbe Milliarde Steuergelder für eine nutzlose bis schädliche Impfung gegen die sogenannte »Schweinegrippe« rübergereicht haben. Tagesbefehl: Der Impfstoff muss jetzt auch verbraucht werden. Letzte Verzweiflungstat: Die Redaktion trat jetzt selbst zur Impfung an.

Ein Alptraum plagt das Pharma- und Regierungsblatt Bild-Zeitung: Stell dir vor, es ist Schweinegrippe-Impfung und kein Schwein geht hin. Katastrophe! Denn zwar haben die Pharmakonzerne ihr großes Business schon gemacht und unseren Politikern für 600 Millionen Euro ihre unzureichend getesteten Impfstoffe angedreht. Dennoch droht ein Super-GAU – nämlich dann, wenn der Staat auf Impfstoff im Wert von einer halben Milliarde sitzen bleibt. Dann würde der ganze Irrsinn erst so richtig offenbar: Mitten in der Krise wurde die Pharmaindustrie ohne Not mit einer halben Milliarde Euro Steuergeldern verwöhnt.

Und die Front der Impfwilligen bröckelt von Tag zu Tag. Je mehr kritische Berichte über die Schweinegrippe-Panik und die Impfstoffe erscheinen, umso weniger Menschen wollen sich gegen die angeblich gefährliche Pandemie impfen lassen. Die ursprüngliche Armee der Impfwilligen schrumpfte auf ein kleines Häuflein von zehn bis zwölf Prozent der Bevölkerung. Angesichts von 50 Millionen eingekauften Impfdosen ist das gar nichts, denn es hieße, dass der Staat für jeden sichtbar auf 40 Millionen Impfdosen sitzen bliebe.

»Seuchen – immun gegen die Impfung«, hatte Spiegel Online am 19. Oktober einen Artikel überschrieben und Fragen aufgeworfen, die auf dieser Internetseite schon vor Monaten gestellt wurden. »Die Gesundheitsbehörden sind auf eine Kampagne der Pharmakonzerne hereingefallen, die mit einer vermeintlichen Bedrohung schlichtweg Geld verdienen wollten«, zitiert die Spiegel-Website den Chefarzt Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft.

Da war nun wirklich Feuer am Dach.

Doch keine Bange – Bild kämpft für Sie. Jedenfalls, wenn man »sie« klein schreibt: die Politiker. 50 Millionen Impfdosen haben die Länder eingekauft, und die müssen jetzt weg.

»Schweinegrippe: Professor befürchtet in Deutschland 35.000 Tote«, titelte Bild Online am 21. Oktober 2009 in Grellgelb vor schwarzem Hintergrund – »35 000 Tote« groß geschrieben.

Und tatsächlich: Das Blatt hatte noch ein inzwischen rares Exemplar jener Hardliner aufgetrieben, die auch schon vor einem halben Jahr ein Horrorszenario nach dem anderen an die Wand malten: »Prof. Dr. Adolf Windorfer (Hannover) prophezeit uns ein Schweinegrippe-Szenario für Deutschland, das die schlimmsten Befürchtungen übersteigt:

• 35.000 Tote!

• 30 Millionen Infizierte!

• Extreme Krankheitsverläufe!«

Na bitte, geht doch. Schluss mit der Weicheierei. »SOLLTEN WIR DIE GRIPPE LANGSAM ERNST NEHMEN?«, fragt die Bild-Zeitung denn auch in Großbuchstaben. Immerhin ist Herr Windorfer Träger des Bundesverdienstkreuzes, erfahren wir aus Bild. Und außerdem ist er Berater der Weltgesundheitsorganisation WHO.

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