Mit ‘assange’ getaggte Beiträge

Rezension der neuen Wikileaks-Bücher von Daniel Domscheit-Berg und  dem SPIEGEL [Teil 2]

Eine begrenzte Anzahl an Lesern wird es für nötig halten, mehr als ein Buch über Wikileaks zu lesen, insofern konkurrieren die SPIEGEL-Autoren natürlich mit Daniel Domscheit-Berg um Verkaufszahlen und Deutungshoheit. Die Hamburger Journalisten wollen sich, so der Eindruck, die Computer-Nerds als Quelle warmhalten, gleichzeitig hält man sie genügend auf Abstand um sie jeden Moment fallenlassen zu können, sollte sich die Situation ändern und etwa schwer Belastendes gegen die Leaker auftauchen. Trotz der persönlichen Zuammenarbeit, trotz Monaten an Vorsprung bei der Bearbeitung der diversen “Sensationsdokumente” wird erklärt, man hätte das Material behandelt als wäre es ihnen anonym per Post zugesandt worden. Was erfahren wir in dem Buch “Staatsfeind Wikileaks” über die in internationalen Medien berichteten Absprachen zwischen SPIEGEL, Guardian und New York Times und den jeweiligen Regierungsbehörden im Bezug auf die Veröffentlichung der Afghanistan-, Irak- und Cablegate-Dokumente? Rein gar nichts, nicht eine einzige Zeile. Es wird durch Auslassungen der Eindruck erweckt, die deutsche Bundesregierung, die Briten und die Amerikaner wären überhaupt nicht vorab von den Zeitungen informiert worden. Stattdessen beweihräuchert der SPIEGEL sich selbst und die Partner-Publikationen für ihre strikte Geheimhaltung, sogar im jeweils eigenen Haus, sowie für ihre “verantwortungsvolle” Berichterstattung. In einem Enthüllungsbuch erwarten wir eigentlich mehr Hintergrund, nicht weniger. Hier wird ganz offensichtlich ein bedeutsamer Teil der Geschichte unterschlagen. David Sanger, der bei der New York Times für die Bearbeitung der Cablegate-Dokumente zuständig war und als Mitglied des elitären Council on Foreign Relations vehementer Befürworter einer Ausweitung des Krieges gegen den Terror ist, drehte in einem Interview mit National Public Radio immerhin munter an einem Strick für Assange:

“Ich denke nicht [dass er ein Journalist ist], und der Grund dafür ist dass ich glaube, Journalisten graben nicht nur Informationen aus sondern filtern sie auch, erklären sie, bringen sie in den Kontext.”

“Er [Assange] geht mit einer politischen Motivation an die Sache heran. Wir Journalisten bei der Times und anderswo tun dies nicht. Wir gehen an die Sache heran um die Welt zu erklären. Er hat versucht – um seine eigenen Worte zu benutzen – die Vereinigten Staaten zu blamieren und klarszustellen dass Amerikas Handlungen sich von der Rhetorik unterscheiden würden. Wobei man jedoch sehen kann, wenn man diese Dokuente durchliest, dass Amerikas Handlungen gut übereinstimmen mit der Rhetorik.”

Hier wird ganz klar ein Trennstrich gezogen und dafür plädiert, Assange, Bradley Manning, Wikileaks und eigentlich jedem potentiellen Whistleblower den Schutz für Journalisten vorzuenthalten. Sanger stellt klar, dass er eher mit der Regierung kooperiert hat als mit Wikileaks:

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Rezension der neuen Wikileaks-Bücher von Daniel Domscheit-Berg und  dem SPIEGEL [Teil 1]

Zwei aktuell im Buchhandel erschienene Werke versprechen den größtmöglichen Einblick in die Whistleblower-Truppe von Wikileaks; der Aussteiger aus Deutschland Daniel Domscheit-Berg veröffentlichte über den Econ-Verlag “inside Wikileaks – Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt”, der SPIEGEL-Verlag beschert uns “Staatsfeind Wikileaks – Wie eine Gruppe von Netzaktivisten die mächtigsten Nationen der Welt herausfordert” von Marcel Rosenbach und Holger Stark.

Die meisten Rezensionen von Inside Wikileaks enthalten die gleichen Zitate; so gut wie alle davon stammen aus den ersten 80 Seiten des Buchs und viele davon sind auch noch Nebenaspekte von Nebenaspekten. Gemeint ist: Julian Assange hätte Domscheit-Bergs Katze drangsaliert oder ihm den Leberkäs weggegessen. Es entsteht der Eindruck, die Rezensenten haben nur die ersten 80 Seiten gelesen, vielleicht noch ein oder zwei weitere Stellen darüberhinaus, und gedacht:

“Das ist der Aufhänger: Eine schrecklich nette Hacker-Familie bringt die USA ins Schwitzen.”

Eine Rezension verglich das Ganze mit Watson und Sherlock Holmes. Assange sei der Akteur, alle anderen nur Beobachter und Erzähler. Wie bei berühmten Rock- und Popbands sind die Musiker, die Plattenfirma, die Zeitungen und diverse Drittverwerter der Industrie schon froh, wenn sich das Publikum zumindest an den Bandnamen erinnert und vielleicht an den Namen und das Gesicht des Sängers. Alles andere ist für ein Massenpublikum schon wieder viel zu kompliziert. Bei Wikileaks versuchen die meisten Medien, mit möglichst simpler Berichterstattung Leser anzuziehen, Hefte zu verkaufen, ihren jeweiligen politischen Spin zu vermitteln. Das Buch vermittelt jedoch ein ganz anderes, viel realistischeres Bild. Domscheit-Berg beschreibt die Odyssee eines winzigen Kernteams von Leuten aus der IT- und Hackerszene, alle mit deutlichem Linksschlag und überholten anarchistischen Ideen im Kopf die in der Praxis regelmäßig zu Chaos führten. Assange wird beschrieben als jemand, der zu keinem Zeitpunkt irgendwelche herausragenden Fähigkeiten demonstriert, außer natürlich den schieren Willen zum Erfolg. Das zunächst nur von ihm und Domscheit-Berg entworfene System für den elektronischen Whistleblower-Postkasten sei verworren und unsicher gewesen, die Hardware “veralteter Schrott”. Irgendwann stößt dann der mysteriöse “Architekt” dazu, ein deutscher Programmierer von Weltklasse wie es heißt. Er entwarf ein weit fortgeschrittenes System das eigentlich nur er verwalten konnte, nahm es nach seinem Ausstieg Ende 2010 jedoch wieder mit und hinterließ Assange das alte, grottige System im ursprünglichen Zustand. Bis heute hat Wikileaks keinen funktionierenden E-Postkasten mehr. Birgitta Jonsdottir ist diejenige mit etwas realpolitischer Erfahrung und kann ein paar Türen öffnen für den geplanten Datenfreihafen in Island. Domscheit-Berg programmiert, organisiert Vorträge und Pressekonferenzen, schreibt Stiftungsanfragen, führt Interviews, feilt an der Technik, plant. Eine überschaubare Zahl an Freiwilligen übernimmt Aufgaben hier und da. Assange demonstriert keine besonderen Programmierfähigkeiten für das Projekt, seine Organisationstalente seien eine Katastrophe, Führungsqualitäten ebenso Fehlanzeige, er ist in der Öffentlichkeit schon mal höchst undiplomatisch, ist aber immerhin der Gründer der das nötige Bravado mitbringt um andere mitzuziehen. Was früh gravierend auffällt, ohne dass der Autor den Punkt hervorhebt, ist dass keiner der Beteiligten den anderen wirklich zu kennen schien. Die klandestine Truppe von Verschwörern hatte keine Möglichkeit, ihren jeweiligen Gegenüber zu prüfen, einen gründlichen Background-Check durchzuführen oder auch nur nachzuvollziehen, ob jemand auch wirklich alle Tassen im Schrank hat. 2010 stimmt das Kernteam schließlich mit den Füßen ab und hinterlässt Wikileaks als ziemlich leere Hülle.

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Assange vs. Domscheit-Berg: Mehr als nur Seifenoper

Veröffentlicht: 16. Februar 2011 von infowars in Buchtip
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Assange vs. Domscheit-Berg: Mehr als nur Seifenoper

Heute ist das Veröffentlichungsdatum von Daniel Domscheit-Bergs Enthüllungsbuch “Inside WikiLeaks: Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt” und eine Rezension nach der anderen trudelt über die Nachrichtenticker ein. Craig Brown von der UK Daily Mail ließ es nicht an Spott und Häme mangeln:

“Genau wie The Social Network, ein aktueller Film über Facebook, dreht sich Inside Wikileaks um das Paradox eines Soziopathen der anderen vorschreibt wie sie kommunizieren sollen, ein Kontrollfreak der über eine Welt ohne Bosse predigt.”

Die zahlreichen Schilderungen erweitern ein düsteres Bild von Julian Assange, das nicht nur von dessen “professionellen Partnern” aus den Massenmedien, sondern insbesondere von einigen Personen aus seinem unmittelbaren Umfeld tendenziell oder auch in Details bestätigt wurde. Darüberhinaus lassen sich nachprüfbare Fakten vergleichen mit öffentlichen Aussagen und internen Informationen, die von entsetzten Wikileakern der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Voneinander völlig unabhängige Individuen, teilweise auch von verschiedenen Kontinenten, wie John Young oder Birgitta Jónsdóttir, beschrieben die gleiche anfängliche Aufbruchstimmung und die anschließende Desillusionierung, wenn auch nicht unbedingt in Buchform. Um den Dauer-Bluff von Assange, den gravierenden Unterschied zwischen Selbstwahrnehmung und Objektivität zu erkennen, braucht es eigentlich kein Enthüllungsbuch. Beispielsweise findet sich in “Inside Wikileaks” die Anekdote, Assange hätte geprahlt, mit 14 Jahren einen Nuklearreaktor in seinem Keller gebaut und aus Versehen die Pole vertauscht zu haben. Durch die freiwerdende Gammastrahlung wären seine Haare weiß geworden. Wäre er 6 Jahre alt und nicht ein 39-jähriger Mann, der den Nimbus eines Genies für sich beansprucht und durch seine Handlungen das Leben von Menschen in Gefahr bringen kann, würde man solchen Fabulierungen wohl keine Beachtung schenken. Er hatte Datenbanken von notorisch unzuverlässigen, mit Propaganda angereicherten und von mehreren Parteien bereinigten Schlachtfeldberichten der US-Streitkräfte an die kriegsfreundliche Establishment-Presse weitergereicht und geprahlt, das akkurateste Bild des Irakkrieges geliefert zu haben. Dieser verkündete Sieg für die Friedensbewegung entlastete die Hauptverantwortlichen der Militäraktion von den Kernvorwürfen eines illegalen Angriffskrieges, fälschte die Anzahl der getöteten Irakis um mindestens den Faktor zehn herunter, belastete hauptsächlich Irakis für die Folterexzesse, belastete den Iran für die anhaltende Instabilität und und betonte immer wieder die Notwendigkeit der Ausweitung des Kriegs gegen den Terror. Assange soll regelmäßig interne Kritik abgeblockt haben mit den Worten, er sei zu beschäftigt damit, zwei Kriege zu beenden. Die für Anfang 2011 groß angekündigte Sensation, die “eine oder zwei Großbanken zu Fall bringen” soll, scheint sich außerdem als Luftnummer zu entpuppen.

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60.000 NPD-Emails: Was wahrscheinlich nicht enthalten sein wird

Veröffentlicht: 15. Februar 2011 von infowars in Deutschland, Geheimdienst, Politik
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60.000 NPD-Emails: Was wahrscheinlich nicht enthalten sein wird

In Zeiten des Wikileaks-Trends ist man Superlative ja inzwischen gewohnt; nun wurden rund 60.000 E-Mails der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) an u.a. tagesschau.de, dem SPIEGEL und der Tageszeitung zugespielt, die allerhand Peinliches und juristisch Fragwürdiges offenbaren. Bezahlte die Arbeitsagentur ein NPD-Praktikum? Wurden Fraktionsmittel unerlaubterweise zweckentwendet? Sprach ein Funktionär über dunkelhäutige Menschen mit rassistischen Bezeichnungen wie ”Bimbos”? Dem Leser wird suggeriert, die schiere Masse an Dokumenten und die private Natur selbiger würden einen enorm tiefen Einblick in die Partei liefern und deren Erfolgsaussichten schmälern. Ein Sieg gegen Rechts also, dank eines Whistleblowers oder eines Hackers. Die Masse an intellektuellem Fast Food ist jedoch nicht gleich Klasse, wesentlich Erhellenderes findet man seit Jahr und Tag in frei verkäuflichen Büchern.

Die NPD würde es eigentlich seit Jahren nicht mehr geben, wäre nicht das Verbotsverfahren am 18.3 2003 eingestellt worden. Stein des Anstoßes war dass 30 der 200 Vorstandsmitglieder als sogenannte V-Personen des Bundesamtes für Verfassungsschutz tätig waren und diese entgegen den Vorschriften einen wichtigen Einfluss auf das Beobachtungsobjekt genommen hatten. Das Material auf dem der Antrag fußte, war eingestuft als “Nur für den Dienstgebrauch” und sogar Mitglieder des Bundestagsinnenausschusses durften es nur unter Aufsicht in einem genormten Geheimschutzraum sehen.

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Wikileaks-Enthüllung über Bank of America nur heiße Luft?

Veröffentlicht: 14. Februar 2011 von infowars in Bank Mafia/Finanzen, Propaganda
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Wikileaks-Enthüllung über Bank of America nur heiße Luft?

Ein aktueller Reuters-Bericht der sich auf Quellen aus Julian Assanges Umfeld stützt, zeichnet ein völlig anderes Bild von der großspurig angekündigten Sensation, die “eine oder zwei Großbanken zu Fall bringen” soll. Wikileaks soll E-Mails von einem leitenden Angestellten der Bank of America besitzen; die aktuellsten davon aus dem Jahr 2006, also vor dem heftig kritisierten Kauf der Countrywide Financial Corp sowie Merrill Lynch & Co.

“Assange gestand im privaten Umfeld ein, dass das Material nicht unmittelbar verständlich sei und er selbst nicht viel damit anfangen könne,”

so eine Quelle.

“Assange deutete an, dass ein substantieller Aufwand durch Finanzexperten nötig sei, um zu bestimmen ob das Material überhaupt interessant für die Medien ist.”

Es existieren genügend verärgerte ehemalige Wikileaks-Mitglieder wie u.a. Daniel Domscheit-Berg, die als mögliche Quelle in Frage kämen. Assanges Führungsstil wurde immer häufiger zu einem Streitpunkt, Kritik soll er beispielsweise mit dem Hinweis von vorneherein abgeblockt haben, er sei zu beschäftigt damit, “zwei Kriege zu beenden”. Die Enthüllungen über Afghanistan und den Irak, die durch die traditionellen Massenmedien an die Weltöffentlichkeit getragen wurden, entschuldigten jedoch die Feldzüge, betonten deren Notwendigkeit sowie die Notwendigkeit einer Ausweitung des Kriegs gegen den Terror nach Pakistan.

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Mehr Terrorhysterie in neuester Runde Wikileaks-Dokumente

Veröffentlicht: 4. Februar 2011 von infowars in internet, Propaganda
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Mehr Terrorhysterie in neuester Runde Wikileaks-Dokumente

Kurt Nimmo
Infowars.com
February 2, 2011

Die Konzernmedien stürzten sich auf die neuesten veröffentlichten US-Botschaftsdepeschen die ein unterrangiger Armeeanalyst an Wikileaks weitergereicht hatte; es heißt dass al-Kaida “funktionstüchtige und effiziente” biologische und chemische Waffen beschafft habe und dem Westen nun ein “nukleares 9/11″ drohe. Erwähnt wird ein NATO-Treffen von 2009 bei dem leitende Sicherheitsbeauftragte Mitgliedsstaaten darüber brieften, dass al-Kaida “schmutzige radioaktive IEDS [improvisierte Sprengsätze] vorbereite” um jene gegen britische Truppen in Afghanistan einzusetzen. Die Konzernmedien nutzen die Steilvorlage von Assange voll und ganz aus.

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WikiLeaks: Eine Unterwanderungsoperation, genauso wie sie von Vertretern des weißen Hauses gewünscht wurde

Webster G. Tarpley, Tarpley.net, 20.01.2011

Auf der ganzen Welt erkennen immer mehr Menschen, dass das absurde WikiLeaks/Julian Assange-Theater nichts weiter als eine radikale Operation der psychologischen Kriegsführung darstellt.

WikiLeaks und ihr verstörter Chef stellen die klassische Form eines „Limited Hangout“ dar – also einer stark eingeschränkten Selbstenthüllung. Es ist eine Art dieser entsetzlichen Stripteasenummern, bei der eine Frontorganisation fingierte wie auch vorausgewählte Materialien veröffentlicht, die seitens der Geheimdienste mit dem Ziel, Schaden anzurichten, bereitgestellt werden.

Hier soll jedoch weder die CIA, noch Großbritannien oder die Israelis geschädigt werden, vielmehr zielen die Veröffentlichungen auf die Liste der klassischen Feinde der CIA ab, zu denen Figuren wie Putin, Berlusconi, Karzai, Gaddafi, Rodriguez de Kirchner usw. gehören.

In Tunesien bescherten durch WikiLeaks an die Öffentlichkeit gelangte Materialien, die den Ex-Präsidenten Ben Ali schädigten, dem CIA-Hauptquartier in Langley bereits einen Glücksfall, da es dadurch zu einer eher selten vorkommenden Form der Amtsenthebung einer verschanzten arabischen Regierung kam.

Seit der Flucht von Ben Ali hat sich in Washington und Langley ein wahrhafter Wahn breitgemacht. Die US-imperialistischen Planer sind nun der Meinung, dass sie ihr Modell der angestaubten farbigen Revolution – dem volksgetriebenen CIA-Staatsstreich oder auch postmodernen Putsch – gegen eine ganze Reihe von Ländern der arabischen Welt und weit darüber hinaus, zum Beispiel Italien, wiederbeleben können.

Die farbigen Revolutionen machten in letzter Zeit einen recht angeschlagenen Eindruck, was ein Ergebnis der gescheiterten Twitter-Revolution im Juni 2009 im Iran gewesen ist. Zuvor, im Jahre 2005 war bereits die Zedern-Revolution im Libanon gescheitert. Die Orangene Revolution in der Ukraine wurde wieder zurückgetrieben und mündete in der Amtsenthebung der NATO/IWF-Kleptokraten Juschtschenko und Timoschenko. Und die Rosen-Revolution Georgiens wurde dank des repressiven und kriegstreibenden Regimes des faschistischen Irren Saakaschwilli immer weiter diskreditiert.

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Wikileaks Russland geblockt nach Bildern von Putins  Milliarden-Dollar-Königspalast

Die russische Whistleblower-Seite RuLeaks.net wurde am Mittwoch geblockt nach der Veröffentlichung von Fotos, die Präsident Putins Palast im Wert von rund 1 Milliarde US-Dollar zeigen sollen.

Der Vorsitzende der russischen Piratenpartei Pavel Rassudov sagte:

“Wir suchen die Ursachen dieser Probleme. Es könnte sich um eine DDoS-Attacke handeln.”

Ein Artikel in der Washington Post vom 23. Dezember zitierte den russischen Whistleblower und Geschäftsmann Sergei Kolesnikov, der bis November 2009 für eine der Firmen gearbeitet hat die Geld in Putin investiert haben soll:

“Die Finanzierung von Putins Refugium, wie Kolesnikov erklärt, ist eine komplizierte Geschichte die sich um einen Mann namens Nikolai Shamalov dreht.[…] Kolesnikov sagt er habe im Jahr 2000 begonnen mit Shamalov zu arbeiten, nachdem Putin Präsident geworden war. Der ursprüngliche Plan sei gewesen, Zuwendungen von russischen Geschäftsleuten zu verwenden um medizinische Ausrüstung für Kliniken in St. Petersburg zu kaufen; 35 Prozent der vertraglichen Zahlungen wurden auf Offshore-Konten umgeleitet.

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InfokriegTV : HAARP – Wikileaks

Veröffentlicht: 13. Januar 2011 von infowars in HAARP, Nachrichten, Podcasts, Video Clips, Wissenschaft/ Technik
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Wikileaks, geopolitische Absichten und South Stream

Veröffentlicht: 16. Dezember 2010 von infowars in Geheimdienst, Nachrichten
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F. William Engdahl

Die Flut von internen Botschaftsberichten, die Julian Assange, der geheimnisumwobene Gründer der Internetplattform Wikileaks, jüngst in die Öffentlichkeit gebracht hat, gehört zu den eher seltsamen Vorfällen aus der Welt der Geheimdienste. Doch sind diese Enthüllungen für das State Department oder die US-Außenpolitik allgemein gar nicht so unangenehm wie behauptet. Denn bei dem, was da bekannt wurde, handelt es sich um einen Mix aus langweiligen und zumeist unbedeutenden Einzelheiten, die Botschaftsmitarbeiter aus aller Welt melden, und »gezielten« Lecks, wie sie der ehemalige US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski nennt.

So werden in einer internen Mitteilung Putin und Medwedew als »Batman und Robin« bezeichnet – witzig, aber doch nicht gerade wichtig. Wie sich herausstellt, war kein einziges dieser Dokumente als »streng geheim« klassifiziert. Etwa 40 Prozent der 250.000 Seiten stehen überhaupt nicht unter Verschluss.

Zu den Dokumenten, die Brzezinski als mit »gezielten« Tatsachen »platziert“ bezeichnet, um den »Absichten eines Geheimdiensts zu dienen«, gehören Mitteilungen über Verhandlungen, die Moskau und die italienische Berlusconi-Regierung über den Bau der geopolitisch wichtigen South-Stream-Gaspipeline geführt haben.

Im Dezember 2009 war der russische Präsident Medwedew zur Unterzeichnung eines Abkommens

über die geplante Erdgas-Pipeline South Stream nach Rom gereist. Wie jetzt enthüllt wurde, hat US-Außenministerin Hillary Clinton eine genaue Überprüfung der Beziehungen zwischen Rom und Moskau angeordnet, besonders im Hinblick auf South Stream. Washington setzt nämlich auf ein anderes Pferd: das extrem teure »Nabucco«-Projekt, dessen Wirtschaftlichkeit bisher mangels ausreichender Einspeisung nicht gesichert ist.

In den letzten Monaten hat der Streit Nabucco gegen South Stream die Dimensionen der scharfen amerikanisch-sowjetischen Auseinandersetzungen angenommen, die während des Kalten Krieges in der Reagan-Ära über die Energieversorgung in Europa geführt wurden. Dabei steht weit mehr auf dem Spiel als nur der finanzielle Gewinn aus Gasverkauf oder Pipelinebau. Es geht vielmehr um die Zukunft Westeuropas und die Zukunft der eurasischen Geopolitik – auf den ersten Blick nicht unbedingt ersichtlich.

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InfokriegTV 2010-12-12: WIKILEAKS

Veröffentlicht: 16. Dezember 2010 von infowars in Podcasts, Video Clips
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Wie die PR-Agenten der Globalisten durch Wikileaks psychologische  Kriegsführung betreiben
Foto: Haxorjoe

Scott Creighton
American Everyman
December 13, 2010

Michel Chossudovsky von Global Research veröffentlichte das Transkript eines interessanten Interviews von NPR über Wikileaks mit dem leitenden Washington-Korrespondenten der New York Times David Sanger. Sanger ist einer der führenden New York Times-Reporter die beauftragt wurden mit der Bearbeitung der US-Botschaftsdepeschen, die durch Wikileaks “beschafft” worden waren. Er nahm auch an Treffen u.a. mit der Obama-Administration teil wo entschieden wurde, wie die Depeschen zensiert und veröffentlicht werden sollten.

Sanger ist ein Washington-Insider der sehr starke Verbindungen zum Weißen Haus besitzt, sowohl unter unter Bush als auch Obama. In seinem Buch erklärt er auch, Zugang zum White House Situation Room bekommen zu haben. In seinem Werk “The Inheritance: The World Obama Confronts and the Challenges to American Power” unterstützt er die Notwendigkeit von militärischen Angriffen gegen den Irak, Afghanistan, Pakistan und auch den Iran. Sein Job ist es also, bei dem linksliberalen Publikum Unterstützung für den Krieg gegen den Terror zu generieren. Hier ist ein Ausschnitt des Klappentextes des Buches:

“Sanger nimmt den Leser mit in den White House Situation Room um zu enthüllen, wie Washington Teherans Nukleargeheimnisse penetrierte, was Präsident Bush in seinem letzten Jahr dazu drängte, unter Geheimhaltung und erheblichem Druck vermehrt verdeckte Aktionen zu authorisieren um den Bau einer iranischen Bombe zu verzögern. Währenddessen waren seine Geheimdienstchefs wiederholt auf geheimen Missionen in Pakistan wo sie versuchten, einen wachsenden Aufstand zu bremsen und mit einem Verbündeten umzugehen, der zwar Milliarden an amerikanischer Rüstungshilfe erhielt aber zugleich den Feid unterstützte. Jetzt muss der neue Präsident lebenswichtige Entscheidungen treffen: Ist es besser sich mit einem nuklearen Iran abzufinden oder eine offene bzw. verdeckte Konfrontation zu riskieren? Ist es die Sache wert, US-Streitkräfte tief in pakistanisches Territorium zu entsenden und zu riskieren dass man dabei eine istabile pakistanische Regierung unterminiert die auf einem Nukleararsenal sitzt? Es ist ein Wettlauf mit der Zeit und mit einer neuen Anstrengung islamischer Extremisten – noch nie zuvor enthüllt – um heimlich still und leise Pakistans Nuklearwaffenprogramm zu infiltrieren….

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Neutralität im Netz, WikiLeaks und die Zukunft der Internet-Freiheit

Veröffentlicht: 10. Dezember 2010 von infowars in Pressefreiheit, Zensur
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Mike Adams

 

Unabhängig davon, wie Sie persönlich über die Veröffentlichung der Staatsgeheimnisse durch WikiLeaks denken, in der Öffentlichkeit wird praktisch kaum darüber diskutiert, dass das Internet diese »undichten Stellen« erst möglich gemacht hat. Ohne das Internet wäre keine Organisation wie WikiLeaks in der Lage gewesen, geheime Regierungsinformationen so weit zu verbreiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Unter den alten Methoden der Informationsverbreitung – etablierte Medien, Zeitungen und Nachrichtensendungen – wären derartige Informationen aufgrund des Drucks der Regierungen strikt kontrolliert worden.

 

Das Internet ermöglicht es einzelnen Informationsmultiplikatoren, die Zensur der Regierungen zu umgehen. Im Falle WikiLeaks gelang es einem australischen Staatsbürger, die amerikanische Regierung in schwere Verlegenheit zu bringen, während er vor seinem Laptop in Großbritannien saß.
Regierungen mögen es nicht, in Verlegenheit gebracht zu werden. Sie mögen es noch viel weniger, ihre Geheimnisse über das Internet verbreitet zu sehen. Allerdings scheint es für die Regierungen völlig normal zu sein, alle Geheimnisse ihrer Bürger und anderer auszuspähen, indem Telefongespräche, E-Mails und das Verhalten im Internet aufgezeichnet werden. Aber jede Regierung will ihre eigenen Geheimnisse praktisch um jeden Preis für sich behalten. Die Veröffentlichung durch WikiLeaks könnte daher dazu führen, dass Regierungen über neue Wege und Mittel nachdenken, wie sie das Internet besser zensieren und kontrollieren können, damit das Durchsickern solcher Mengen an Informationen in Zukunft verhindert werden kann.

Den Regierungen ist mit einem Schlag klar geworden, dass ein freies Internet mit Regierungsgeheimnissen letztlich nicht vereinbar ist, und Geheimnisse sind für jede Regierung, die an der Macht bleiben will, unerlässlich. Denn, wie Noam Chomsky in diesem Interview mit DemocracyNow erklärte, gründen sich die meisten Regierungsgeheimnisse auf Informationen, die die Regierungen ihrer Bevölkerung vorenthalten wollen – Geheimnisse, die die Legitimität der Regierung in Frage stellen könnten, wenn die Menschen die Wahrheit herausfänden.

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Appell an Wikileaks: Bitte kein Limited Hangout über Bank of  America und Guantanamo!

Als Wikileaks das “Collateral Murder”-Video veröffentlicht hatte, war unsere Berichterstattung durchaus positiv. Es handelte sich allem Anschein nach um ein Kriegsverbrechen und wir begrüßten dass die Aufnahmen ans Licht der Öffentlichkeit gedrungen waren. Trotz alledem fanden wir es fragwürdig, wie praktisch das gesamte Medien-Establishment sich auf die Story stürzte während zahllose weitaus wichtigere Stories über den Irakkrieg in der Vergangenheit begraben oder extrem verharmlost worden waren. Bei den Afghanistan-Protokollen kam dann der Schock: Wikileaks kooperierte eng mit exakt jenen Establishment-Medien, die mit ihrer Berichterstattung über den “Krieg gegen den Terror” die Militäreinsätze überhaupt erst möglich gemacht hatten. Die Bush-Administration wurde entlastet und man schob die Schuld dafür, ein bereits zuvor gebrochenes Land mit einem der schlechtesten Militärs der Welt nicht befrieden zu können, u.a. auf Hamid Gul und Pakistan. Als angekündigt wurde, dass die Irak-Schlachtfeldberichte folgen würden, rechneten wir mit einem ganz ähnlichen Strickmuster und wurden bestätigt. Bei den Depeschen des US-Außenministeriums zeichnet sich bereits die gleiche Masche ab. Nun sickern immer mehr Informationen durch über die nächsten “Megaleaks”: Reuters zitiert eine anonyme Kontaktperson welche sagt, Assange hätte “die Akten über jeden Häftling in Gitmo”.

“Mehrere Quellen aus der US-Regierung sagten es gäbe die Sorge, dass Assanges Material sehr heikle “Bedrohungsanalysen” von US-Geheimdiensten enthalten könnte, in denen die Wahrscheinlichkeit abgewogen wird, ob bestimmte Häftlinge nach einer Freilassung ihre militanten Aktivitäten fortsetzen könnten. Die Analysen könnten eine weitere Peinlichkeit für die US-Regierung sein falls sie zeigen dass Häftlinge, denen attestiert wurde dass sie wahrscheinlich weiter Terrorismus betreiben werden, entlassen wurden und sich anschließend an Gewalt gegen die USA beteiligten.”

Wir sind die letzten die sich nicht freuen würden über tatsächliche Mega-Enthüllungen, aber angesichts der vergangenen Monate befürchten wir Folgendes:

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InfokriegTV 2010-12-08 : WIKILEAKS

Veröffentlicht: 9. Dezember 2010 von infowars in Uncategorized
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Das Wikileaks-Medienorchester: Wer summt mit?

Veröffentlicht: 7. Dezember 2010 von infowars in internet, Nachrichten
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Das Wikileaks-Medienorchester: Wer summt mit?

Wie lautet die alte Weisheit? Wenn das Orchester erst richtig laut spielt und alles andere übertönt, mögen manche nichts anderes mehr tun als mitzusummen.

Für einige ist es quasi der Ritterschlag: Julian Assange befindet sich nun vorerst in Haft und eine der beiden Damen hinter der wirren und undurchsichtigen Vergewaltungungsanzeige soll Verbindungen zur CIA besitzen. War es für  Gegner des Vietnamkriegs in den Siebzigern während dem Daniel Ellsberg-Schwindel, orchestriert von Leslie Gelb und Morton Halperin aus dem Rat für auswärtige Beziehungen, völlig selbstverständlich den jungen Mann von der RAND Corporation zu feiern obwohl jener mit dem Lancieren der Pentagon-Papiere die CIA entlastet, Kennedy dämonisiert und Vietnam auf die Army geschoben hatte, gehört es heute zum guten Ton bei Gegnern der heutigen US-Kriege, irgendwo einen Wikileaks-Mirror zu installieren. Schließlich muss ja die abstruse und durchsichtige Propaganda des US-Außenministeriums und der CIA in Form der Depeschen an den Mann gebracht werden. Google News listet tausende dramatische Meldungen über die unzähligen fiesen Angriffe gegen Wikileaks die wie ein Trommelfeuer wirken, aber niemand scheint die offensichtlichste Frage zu stellen:

Warum nochmal genau ließ sich die US-Administration Monate oder sogar Jahre Zeit damit, die Infrastruktur von Wikileaks zu torpedieren? Allerspätestens nach der Verhaftung der Quelle Bradley Manning mussten die US-Behörden informiert gewesen sein über den Diebstahl der Depeschen und anderen Materials vom militärischen SIPR-Netzwerk. Warum rief das US-Außenministerium nicht bereits Anfang 2008 nach durchgesickerten Militärberichten Paypal, VISA, Mastercard, Amazon und ähnliche Firmen an und forderte, keine Transaktionen mehr für Wikileaks durchzuführen? Unternehmen haben keine Rechtssicherheit wenn es um Projekte wie Wikileaks geht. Heise berichtete:

“Handelt es sich bei der Veröffentlichung von teilweise geheimen Dokumenten durch Wikileaks um Urheber- und Persönlichkeitsverletzungen oder nicht? Hetzner sieht zumindest eine “rechtliche Grauzone” und zitiert den Rechtsberater des Unternehmens, Dr. Sven Müller-Grune: “Vollkommen ungeklärt ist bisher, ob Wikileaks beziehungsweise die dahinter stehenden Personen durch die Informationsbeschaffung ebenso wie durch die Verbreitung dieser Informationen strafbare Handlungen begangen haben. Diese Strafbarkeit könnte sich auch auf diejenigen Personen erstrecken, welche die Inhalte wissentlich verbreiten.” Zahlreiche der von Wikileaks zur Verfügung gestellten Materialien enthielten private Informationen und Ansichten, wodurch “massiv Persönlichkeitsrechte verletzt” würden, führt Hetzners Rechtsberater weiter aus.

Großkonzerne wie VISA und Mastercard sind sowieso bereits schwer eingebunden in den Regierungsapparat und kooperieren ständig mit verfassungswidrigen Gesetzen zur Terrorbekämpfung. Ein paar Anrufe und die Sache wäre wohl erledigt gewesen. Ob wir irgendwann in einem “geleakten” Kabel lesen, warum Hillary Clintons Büro den Hörer nicht abnehmen und wählen konnte? Stattdessen entschloss sich die ach so besorgte US-Regierung vor einigen Monaten bereits, mit den geheimdienst-nahen Zeitungen New York Times (CIA, DIA etc.), dem London Guardian (der “linke Arm des MI6″) und dem SPIEGEL (BND) sowie Wikileaks zu verhandeln, wie man die Daten zu exorbitanten  Titelstories machen und somit Julian Assange in kürzester Zeit in eine Weltberühmtheit verwandeln könnte. Assanges Material, wie jedem ersichtlich ist der sich tatsächlich die Mühe gemacht hat die New York Times, den Guardian und den SPIEGEL zu lesen, spielte dem militärisch-industriellen Komplex in die Hände mit krassen Angriffen gegen praktisch alle ausländischen Staatsfunktionäre, die auf der Abschussliste der CIA und des Außenministeriums standen während die harmlosen Skandale die NATO/Echelon-Staaten trafen. Die Systempresse verkündete natürlich ringsum den Super-GAU für die US-Regierung und dass man im Pentagon “vor Wut schäumen würde” (O-Ton Bildzeitung). Das reichte leider um Assange Glaubwürdigkeit zu verleihen und hunderttausende, wenn nicht gar Millionen hart verdiente Dollars von Spendern mit guten Absichten weltweit flossen Monate lang völlig ungehindert. Jetzt auf einmal, nach der seit Monaten mit der US-Regierung und den Mockingbird-Medien koordinierten Veröffentlichung der US-Depeschen, sehen wir auf einmal wie sich Konzerne wie PayPal ringsum plötzlich erinnern, dass sie allgemeine Geschäftsbedingungen haben.

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Limited Hangout: Immer schön unter der Schockgrenze bleiben

Erstaunlicherweise erreichten uns doch manche Kommentare welche in Frage stellten, ob sich Wikileaks-Guru Julian Assange tatsächlich vehement von der 9/11-Aufklärungsbewegung distanziert hatte. Das Interview mit dem Belfast Telegraph ist in rund 5 Sekunden im Netz auffindbar und die bedeutsamen Kommentare wurden bislang eher zu sparsam zitiert; es geht um folgenden Teil:

Seine Besessenheit was Geheimnisse anbetrifft, die von anderen und auch seine eigenen, lässt ihn wie einen Verschwörungstheoretiker wirken. Ist er einer? “Ich glaube an Fakten über Verschwörungen,” meint er und wägt seine Worte sorfältig ab. “Wann immer mächtige Menschen im Geheimen planen, beteiligen sie sich an einer Verschwörung. Es gibt also Verschwörungen überall. Es gibt auch durchgeknallte Verschwörungstheorien. Es ist wichtig, die beiden nicht zu verwechseln. Im Prinzip, wenn es genügend Fakten über eine Verschwörung gibt nennen wir es einfach Nachrichten.” Was ist mit 9/11? “Ich bin andauernd genervt, dass Leute von falschen Verschwörungen abgelenkt werden wie 9/11, wo wir doch überall Beweise liefern für echte Verschwörungen welche auf Krieg oder großangelegten Finanzschwindel abzielen.” Was ist mit der Bilderberg-Konferenz? “Das ist geringfügig verschwörerisch, im Sinne von Vernetzung. Wir haben die Tagesordnungspunkte von deren Treffen veröffentlicht.”

In seiner Antwort auf die erste Frage unterscheidet Assange zwischen echten Verschwörungen und “durchgeknallten Verschwörungstheorien”, ohne jedoch selbst für die letztere Kategorie Beispiele zu nennen. Der Interviewer hakt deshalb verständlicherweise nach und fragt nach dem weitverbreiteten Verschwörungsthema 9/11. Assange bezeichnet 9/11-Verschwörungstheorien eindeutig als “falsch” und betont im Kontrast, dass er und seine Organisation Wikileaks ausschließlich die “echten” Verschwörungen behandeln. Die falschen Verschwörungstheorien wie u.a. über 9/11 würden darüberhinaus von den echten Verschwörungen ablenken, was ihn andauernd nerve. Der Interviewer hätte an diesem Punkt auch Area 51 nennen können oder schwarze Helikopter oder ähnliche Klischees; stattdessen fragt er über die Bilderberg-Organisation. Für Assange passt Bilderberg zwar nicht in die Kategorie durchgeknallte falsche Verschwörungstheorie, aber den Status einer soliden Verschwörung will er der internationalen Roundtable-Gruppe dann auch wieder nicht zugestehen und verwendet den Begriff “vaguely conspiratorial”, also geringfügig oder entfernt verschwörerisch.

Es ist höchst unwahrscheinlich, dass Assanges Aussagen in dem Telegraph-Artikel völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurden und er die Themen 9/11 Inside Job und Bilderberg in Wirklichkeit ganz anders besprach.

Es gibt durchaus einige talentierte Investigativreporter und Autoren, die eine ähnliche mangelnde Fachkenntnis über verdeckten Regierungsterror und die Roundtable-Gruppen des globalen Establishments demonstrieren. Solange sie in ihren Kernfeldern brillieren und unter dem Strich eine positive Bilanz abliefern, ist immer noch viel gewonnen. Andere, wie der ehemalige US-Gouverneur und Navy SEAL Jesse Ventura, zweifeln erst stark an vielen Themen, ändern jedoch nach der nötigen Recherchearbeit ihre Haltungen und mausern sich zu extrem effektiven investigativen Figuren. Mit seiner erfolgreichen Show Conspiracy Theory liefert er eine eine krasse Enthüllung an ein großes Publikum nach der anderen ab; seine Hardcore-Themen würden bei Julian Assange wohl nur als durchgeknallt gelten: Eugenik-Programme, Substanzen wie Fluor und Uran im Trinkwasser, FEMA-Konzentrationslager, JFK usw. Manche Leute treffen, wie Dr. Ron Paul während seiner Präsidentschaftskampagne 2008, bewusst die strategische Entscheidung, eine softere Position über 9/11 nach außen hin zu tragen als er sie privat vertritt. Angesichts seines überragenden Erfolges und seines Einsatzes kann man ein solches Kalkül ohne große Probleme akzeptieren. Niemand kann perfekt sein, niemand ist exakt gleich wie der nächste. Wenn allerdings die Bilanz negativ ausfällt oder sogar erheblich negativ ausfällt; wenn also exakt die falschen Leute mehr profitieren als ihnen geschadet wird, sollten wir hellhörig werden.

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George Soros – der Globalist hinter Wikileaks?

Veröffentlicht: 5. Dezember 2010 von infowars in internet, Nachrichten, Propaganda
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George Soros – der Globalist hinter Wikileaks?

John Young betreibt länger als Wikileaks seine Internetplattform Cryptome für die Verbreitung geheimen Materials; vor Jahren wurde seine E-Mail-Adresse auf eine private Liste gesetzt und er somit in eine Diskussion eingebunden, aus der dann das Konzept für Wikileaks entstand. Als er die hochtrabenden Pläne kritisierte, laut denen fünf Millionen Dollar in einem einzigen Jahr an Spenden eingetrieben werden sollten, strich man ihn prompt von der E-Mail-Liste und schloss ihn aus:

“… die Initiative hatte nie eine Überlebenschance wegen den widersprüchlichen Zielen, ein einzgartiger Dienst an der Öffentlichkeit zu sein und dabei gleichzeitig reich zu werden. George Soros und die CIA können das zusammen möglich machen, aber es geht nicht ohne ihresgleichen. Das habe ich im Dezember 2006 gesagt und das glaube ich immer noch.”

Wikileaks-Emails aus der Entstehungsphase verraten:

“Wir sind überrascht von dem äußerst frühen Interesse der Presse, über das wir später glücklich gewesen wären, aber nun macht es uns die Sache schwierig, da das unsere heiklen Verhandlungen mit dem Open Society Institute und anderen Geldgebern beeinträchtigt.”

Das Open Society Institute ist eine der Frontorganisationen des milliardenschweren us-ungarischen Globalisten George Soros, die sich vorgeblich für Menschenrechte und eine “offene Gesellschaft” einsetzen. Wayne Madsen, ein Investigativreporter mit erheblicher Erfahrung im Geheimdienstbereich erklärte, dass die isländische Regierung schwer getroffen wurde durch die Aktivitäten von Soros und dessen Hedge Funds, von Goldman Sachs und anderen Teilen der Bankenindustrie. Die Organisation Wikileaks versucht dabei zu helfen, Island zu einem “sicheren Hafen zu machen für Journalisten, Whistleblower und alle Arten von Leuten die Informationen durchsickern lassen.” Was zu gut klingt um wahr zu sein ist es meistens auch. Wikileaks wird oft dafür benutzt, Informationen aus dem privaten Sektor an die Öffentlichkeit zu bringen, welche der Konkurrenz von George Soros und Goldman Sachs schaden.

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Die seltsame Jagd auf Julian Assange

Veröffentlicht: 2. Dezember 2010 von infowars in Geheimdienst, Propaganda
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Die seltsame Jagd auf Julian Assange

Der “international man of mystery” Julian Assange, der seit ein paar Wochen nur noch Interviews über Skype führt und laut unzähligen Medienberichten untergetaucht sei um sich vor diversen Behörden zu verstecken, befindet sich laut der britischen Zeitung Independent seit einer ganzen Weile ausgerechnet in Großbritannien:

“Entgegen der Vorwürfe, Julian Assange befände sich auf der Flucht, hat der Independent erfahren dass Scotland Yard seit mehr als einem Monat in Kontakt steht mit Assanges Anwälten und auf weitere Anweisung wartet bevor man ihn verhaftet.”

“Der 39-jährige Australier gab der Metropolitan Police bei seiner Ankunft in Großbritannien im Oktober Kontaktinformationen. Quellen in der Polizei bestätigten dass sie eine Telefonnummer für Assange haben und genau wissen wo er sich befindet.”

In den vergangenen Tagen lieferten verschiedene Regierungefunktionäre weltweit zusammen mit den Medien dünne Erklärungen, weshalb der Zugriff noch nicht längst erfolgt ist. Seltsamerweise scheinen zuviele rechtliche Hürden zu existieren und es fehle ein internationaler Mechanismus für solche Fälle. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) kommentierte:

“Eine nationale Regelung wäre gegen eine Plattform mit Sitz im Ausland wirkungslos. Und eine internationale Initiative ist nicht geplant.”

Wikileaks ist keine Organisation mit irgendeiner einheitlichen Struktur, es handelt sich vielmehr um die Kollaboration von Individuen auf freiwilliger Basis; Individuen die sich in vielen Fällen nicht einmal wirklich genau zu kennen scheinen. Hat man einen gewissen “Ruf” in der Hackerszene und Assange gibt das grüne Licht, ist man bereits Teil von Wikileaks. Ausführliche Hintergrundprüfungen wie bei Militärs, Behörden und Geheimdiensten gibt es nicht. Die Geldströme scheinen bei Assange zusammenzulaufen, er ist das Gesicht der Organisation, er trifft letztendlich die Entscheidungen, verfügt über Mitgliederlisten und kann nach Belieben seine Mitarbeiter ausschließen. Wo seit Jahren  eine schützende Hand über Assange zu existieren scheint, sieht das bei anderen involvierten Personen anders aus. Berichten zufolge versuchen US-Behörden auf Hacker, beispielsweise im persönlichen Umfeld von Wikileaks-Quelle Bradley Manning, erheblichen Druck auszuüben um Informanten zu rekrutieren. Dass hier mit harten Bandagen gekämpft wird im Gegensatz zum Schmusekurs gegenüber Assange, ist seit langem kein Geheimnis. Der Cyber-Kriminelle Albert Gonzalez, der massenweise die Kreditkartendaten der Kunden großer Konzerne gestohlen und dann die Konten leergeräumt hat, beanspruchte nach seiner Verhaftung immer noch Klischees der Hacker-Folklore für sich und erklärte, es bösen Konzernen heimgezahlt zu haben. Dass er eigentlich Geld von gewöhnlichen, hart arbeitenden Mitmenschen gestohlen hat, musste er dann auf Grund der Beweislast dann doch einräumen. Die New York Times berichtete:

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Aufgeblasener Wikileaks-Skandal mit James Bond-Flair

Veröffentlicht: 30. November 2010 von infowars in Geheimdienst, Propaganda
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Aufgeblasener Wikileaks-Skandal mit James Bond-Flair

Das angekündigte Feuerwerk sieht eher aus wie ein schwelender Blindgänger: Der veröffentlichte diplomatische Nachrichtenverkehr aus dem SIPR-Netzwerk, zu dem rund 2.5 Millionen Beschäftigte der US-Regierung Zugang haben, enthält kein tiefgreifendes Material aus Spionagekreisen (HUMINT) und der Fernmeldeaufklärung (SIGINT), sondern hauptsächlich Peinlichkeiten die eigentlich niemanden überraschen sollten, schon gar keine fremde Regierung.

In frei verkäuflichen Büchern, die manchmal auch in großen internationalen Verlagen erschienen sind, werden seit vielen vielen Jahren tatsächlich explosive Informationen und Analysen veröffentlicht, gegen die die Wikileaks-Informationen einfach nur belanglos wirken. Das Problem ist nicht der Mangel an Daten, sondern die Dominanz der Massenmedien.

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