Archiv für die Kategorie ‘Propaganda’

Herr Broder im Feuilleton-Vorgarten deutscher Gazetten

Veröffentlicht: 5. April 2012 von infowars in Propaganda

Verwundert und doch irgendwie für mich klar ersichtlich stelle ich fest, in welch verlogener Welt wir doch leben. Leben müssen. Müssen wir? Oder ist es unser Schweigen, welches diesen Umstand erst zulässt? Bedingt nicht diese verzerrte Realität unseren Selbstbetrug? Ich bin ein junger und neugieriger Mensch, der sich über Gewalt empört, der sie ablehnt und sich dagegen erhebt. Doch ist es keine blinde und leicht zu manipulierende Empörung, sondern der Versuch zunächst zu verstehen, was eigentlich genau im Argen liegt. Wer verstehen möchte, der hat viele Fragen. Ich habe viele Fragen, welche ich jetzt stellen möchte. Wer ist der so oft zitierte Henryk M. Broder? Was motiviert Herrn Broder dazu, dass zu sagen, was er sagt?
Doch fangen wir vorne an. Günter Grass hat ein Gedicht veröffentlicht, welches sich mit dem Konflikt zwischen Israel und Iran beschäftigt. Daraufhin wird er von Herrn Broder als  „Prototyp des gebildeten Antisemiten“ bezeichnet. Henryk M. Broder ist bekannt dafür, Menschen des Antisemitismus zu bezichtigen. Ist er damit im Recht? Was bewirkt er damit und überhaupt, was bedeutet es? Worin besteht der Unterschied zum Antijudaismus oder zum Antizionismus? Ist die begriffliche Unschärfe eine gewollte? Sollen wir gar nicht verstehen worum es geht? Wer setzt sich hier für Frieden ein und wer schürt wirklich Feindseligkeiten?
Bin ich antiamerikanisch, wenn ich nicht mit der US-Amerikanischen Außenpolitik einverstanden bin und dies offen ausspreche? Im Ernst, ich bin damit wirklich nicht einverstanden, heiße aber dennoch jeden Amerikaner willkommen und begegne ihm freundlich, respektvoll. Ist er schutzsuchend, steht ihm meine Tür stets offen. Wie passt das zusammen? Ferner bin ich nicht mit der deutschen Politik zufrieden. Bin ich jetzt antideutsch? Ändert das etwas an meiner friedvollen Art? Gefährde ich dadurch Menschen? Sind deswegen für mich alle Deutschen schlechte Menschen?

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Spiel mit dem Tod

Veröffentlicht: 2. April 2012 von infowars in Propaganda, Video Clips

Zieht euch unbedingt diese Dokumentation rein und schaut sie bis am Schluss! Oleg sucht den unschlagbaren Kick und reist nach Russland zu einem Bekannten um mit weiteren Gleichgesinnten in einer abgelegenen Kaserne Krieg zu spielen. Hier haben die Soldaten jedoch keine Soft Air Guns, sondern sie sind mit echten Waffen und Munition ausgestattet und schiessen damit aufeinander. Wie krank ist das den?

Mit der Internet-Kampagne “Kony 2012″ gegen den ugandischen Rebellenführer Joseph Kony erregt die US-Firma Invisible Children Inc. weltweit Aufsehen. Nun sorgt der bizarre Zusammenbruch eines Initiators für Schlagzeilen: Jason Russell wurde verhaftet als er schreiend, nackt durch die Straßen von San Diego lief, Autos beschädigte, den Verkehr aufhielt und n der Öffentlichkeit onanierte.

So sieht das schnelle ende einer Internetlegende aus.
Russell war nach dem erfolgreichen Start seine Kampagne schnell in die Defensive geraten, als bekannt wurde, daß 80% der Spenden an die Firma ausgezahlt wurden und nur der klägliche Rest nach Uganda ging. Außerdem sind Fotos aufgetaucht, auf denen er, im Kreis der anderen Gründungsmitglieder, und Soldaten der Sudan People’s Liberation Army – die für extreme Grausamkeiten, Vergewaltigungen und Plünderungen bekannt ist – zu sehen ist.

Das sind die Gründer von Invisible Children. Jason “Radical” Russell und Ben Keesey mit ihren lustigen Armbändern. Der Typ in der Mitte dürfte Laren Poole sein.

Das offizielle Statement von Invisible Children zu dem Vorfall ist, daß Russell erschöpft, dehydriert und schlecht ernährt war.

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Broder contra Ken Jebsen: Politisch-korrekte Zensur

Veröffentlicht: 19. März 2012 von infowars in Nachrichten, Propaganda

https://i2.wp.com/infokrieg.tv/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/jebsen-400.jpg

COMPACT-Premiere mit Ken Jebsen am 12. April in Berlin

Jürgen Elsässers COMPACT-Blog

Gerade ist Henryk M. Broders neues Buch “Vergesst Auschwitz” erschienen, eine polemische Abrechnung mit der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland, die angeblich nur den Deutschen nutzt… Ein Teil des Buches ist der von Broder erfundenen Affäre Ken Jebsen gewidmet. Jebsen war über zehn Jahre Moderator in der beliebten Wendung KenFM auf RBB-Fitz. Zuvor war er bei Deutsche Welle, ZDF, ARD. Nachdem in Broder im Herbst 2011 aufs Korn genommen hatte, war innerhalb von Wochen Schluss. Er stand als Antisemit da und wurde gefeuert – und das, obwohl die RBB-Chefetage in einer ersten Reaktion auf Broder Jebsen noch bescheinigt hatte, er sei kein Antisemit und leugne den Holocaust nicht.

COMPACT-Magazin hat Ken Jebsen für die April-Ausgabe interviewt, innerhalb unseres COMPACT-Schwerpunktes im nächsten Heft: Political Correctness – das Ende der Meinungsfreiheit. Zum selben Thema veranstalten wir eine Vorstellung der April-Ausgabe, und zwar am 12.4. in Berlin-Mitte, Viethaus, Leipziger Straße 54. Ken Jebsen, ein rhetorisches Maschinengewehr, wird aus seinen Texten lesen und anschließend mit mir über politische Zensur in deutschen Medien diskutieren. Eintritt für COMPACT-Abonnenten frei, ansonsten 12/8 Euro (VVK 10/6 Euro).

Über die Hintergründe von Broders Attacke gegen Jebsen fand ich eine ganz gute Zusammenfassung auf jacobjung. Er geht darin auf den Inhalt einer privaten (!) Internet-Kommunikation Jebsens mit einem Hörer ein, die Broder zugespielt und von diesem völlig verdreht öffentlich gemacht worden ist.

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»KONY 2012« – Staatspropaganda für die junge Generation

Veröffentlicht: 16. März 2012 von infowars in Krieg, Propaganda

Vigilant Citizen

 

Die Internetkampagne KONY 2012, die sich seit der vergangenen Woche rasant im Internet verbreitet [allein mehr als 500.000 Menschen unterstützen die Internetseite über Facebook, und das Video wurde bis zum vergangenen Dienstag bereits mehr als 76 Millionen Mal angeklickt], hat den Kriegsverbrecher Joseph Kony in den Mittelpunkt des Interesses der Weltöffentlichkeit gerückt. Das ist sicherlich ein verdienstvolles Anliegen, aber hinter dieser internationalen Kampagne verbirgt sich eine ausgeklügelte und perfide Agenda, die in dem Video auf sehr manipulative Art und Weise vermittelt wird.

 


Wir wollen uns im Folgenden mit dieser Agenda hinter KONY 2012 auseinandersetzen und darlegen, wie das Video die Technik der »Reverse Psychology« oder »umgekehrten Psychologie« einsetzt, um nicht nur ein militärisches Eingreifen in Afrika zu rechtfertigen, sondern suggestiv darauf hinzuarbeiten, die Unterstützer der Kampagne dazu zu bringen, selbst die Forderung nach einem solchen Eingreifen zu erheben.

 

Die Internetkampagne KONY 2012 hat sich unter Benutzung sozialer Netzwerke und Medien innerhalb von 48 Stunden über die ganze Erde verbreitet. Man spricht in solchen Fällen auch von einer »viralen Kampagne«, weil die Informationen wie bei einem Virus von Mensch zu Mensch »übertragen« werden. Im Zentrum stehen dabei der afrikanische Rebellenführer Joseph Kony und dessen Kriegsverbrechen, aber auch die sorgfältig und professionell strukturierte »Bewegung«, die ihn aufhalten beziehungsweise seiner gerechten Strafe zuführen will. Zahlreiche prominente

Persönlichkeiten haben die Bewegung bereits unterstützt, die Medien und Nachrichtensendungen berichten darüber und die sozialen Netzwerke befassen sich intensiv mit diesem Thema. Afrika wird seit Jahrzehnten von Guerillakriegen und dem Problem der Kindersoldaten geplagt, und diese Probleme wurden auch schon in zahlreichen Dokumentationen behandelt, aber diesem 29-minütigen Video ist es gelungen, weltweite Aufmerksamkeit zu erregen und Unterstützung zu gewinnen.

 

Bei KONY 2012 handelt es sich weniger um eine Dokumentation als um eine sorgfältig inszenierte und sehr wirkungsvolle als Informationssendung getarnte Werbesendung, ein so genanntes »Infomercial«, das perfekt auf die Zielgruppe der Facebook-Generation zugeschnitten ist und sich modernster Marketingtechniken bedient, um seine Botschaft rüberzubringen. Jugendliche und junge Erwachsene stehen »Untergrundbewegungen« oft positiv gegenüber und wollen das Gefühl haben, die Welt zu verändern. KONY 2012 spricht dieses Bedürfnis an, um etwas zu erreichen, was überhaupt nicht »hip« oder »underground« ist: ein militärisches Eingreifen in Uganda. Aber dabei bleibt KONY 2012 nicht stehen, die Kampagne drängt ihre Unterstützer, Artikel zu bestellen, Armbänder zu tragen, die ihre Verbundenheit mit einem Internetprofil ausdrücken und ihre Aktionen in den sozialen Netzwerken zu dokumentieren. Damit wird KONY 2012 zur ersten künstlich geschaffenen Bewegung, deren aktueller Stand von ihren Organisatoren jederzeit nachvollziehbar ist und überwacht und quantitativ bewertet werden kann. Was sich auf den ersten Blick als eine von breiten Teilen der Gesellschaft getragene Bewegung gibt, erweist sich bei genauerer Betrachtung als eine neue Methode der Elite, ihre Ziele zu verwirklichen.

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KenFM über: Joseph Kony 2012

Veröffentlicht: 13. März 2012 von infowars in Propaganda, Video Clips
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Joseph Kony! 30 Jahre konnte der Massenmörder in Uganda tun und lassen was er wollte. Jetzt wollen ihn die US Hobbyhumanisten IC ganz schnell hinter Gitter bringen. Der von Ihnen produzierte YT-Film „Kony 2012“ wurde binnen weniger Tage millionenfach geklickt. Passt!! Denn in Uganda wurden grosse Ölvorkommen gefunden und da will man jetzt in aller in Ruhe endlich fördern.
Ob die Kinder in Uganda vom Boom profitieren werden?

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von Kalle Kappner

„Die Marktwirtschaft kennt keine politischen Grenzen. Ihr Feld ist die Welt.“ — Ludwig von Mises
Auch der Etatismus hat dazugelernt. Er kommt heute oft nicht mehr nur mit linken Parolen, Arbeiterromantik und marxistischer Theorie daher. In seinen ernstzunehmenderen – und daher auch viel gefährlicheren – Ausprägungen kleidet er sich heute rhetorisch in das Gewand von Markt, Eigentum und Freiheit. Beispiele gibt es genug: Apologeten des Big Business, die ihre Subventionsfirmen im Namen des freien Marktes verteidigen; „Wissenschaftler“, die das miserable Ergebnis jahrzehntelanger Sozialstaats- und Privilegientradition kurzerhand als „unsere freie Marktwirtschaft“ preisen; Staaten, die sogenannte „Freihandelsverträge“ schließen, die in Wirklichkeit nur das Ziel haben, der Politik weitgehende Kontrolle über die Handelsströme zu erlauben.
In dieses Muster passt auch die Welthandelsorganisation (WTO). Von der links-etatistischen Klientel, den sogenannten Globalisierungsgegnern, wird sie gewöhnlich kritisiert, weil sie den Entwicklungsländern neoliberale Globalisierung um jeden Preis aufdrücken will. Aus liberaler und konservativer Richtung wird sie dagegen verteidigt, denn – wie wir alle wissen – fördert Freihandel ja den Wohlstand und Globalisierung ist etwas gutes. Die WTO selbst erklärt „reibungslosen, vorhersehbaren und möglichst freien“ Welthandel zu ihrem Ziel. Für Liberale ein Grund zur Freude?

Der letzte Satz lautet: „Weitere öffentliche Filmvorführungen wird es nicht geben“. Weiß RTL etwas, das wir nicht wissen? Der nächste Termin im Grazer Rechbauer Kino ist am 9. Februar, 17:45. Warum war RTL wirklich da? Bestimmt nicht wegen einer „Top-Story“, wohl eher, um den Ruf des Filmes zu schädigen.

„Wir hatten allergrößte Schwierigkeiten, auf dieser Filmpremiere zu drehen.“
Allergrößte Schwierigkeiten? Wie definiert sich das? Der Satz klingt so, als wären die Zuschauer auf das Kamerateam losgegangen.

„Die Anhänger der Theorie wollten erst nicht mit uns sprechen.“
Natürlich wollten die Zuschauer/Gäste das nicht, man wusste, dass die Reporterin von RTL war, es wurde bereits im Vorhinein gebeten, nicht zu stören.

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Was Ahmadenischad wirklich gesagt hat….

Veröffentlicht: 25. Januar 2012 von infowars in Iran, Propaganda

Also Leute…. Wirklich, wie beschränkt und dumm kann man sein? Egal wo man sich in den letzten Tagen aufhält, immer wieder kommt der potentielle Iran-Krieg zur Sprache. Damit kommen dann auch gleichzeitig jene zu Wort, die über den Iran nicht mehr wissen als  was sie in den Springerblättern gelesen haben. Höre ich noch einmal etwas vom „Irren aus Teharan“, der „Israel vernichten will“, kann ich für die Sicherheit des Gegenübers nicht mehr garantieren…..
Dieses ewige Wiederkäuen von offensichtlichen Lügen ist nicht mehr zu ertragen. Dabei könnte man, mit 2 Minuten Recherche, locker leicht herausfinden, dass Ahmadenischad NIEMALS etwas von der Vernichtung Israels gesprochen hat und die Systempresse uns einfach mal wieder dreist anlog und ihre Lügen bis heute immer noch weiter verbreiten. Dabei wurde schon vor JAHREN gezeigt, dass diese Aussagen einfach falsch übersetzt wurden.

Dazu hier mal ein paar Artikel, die man per „Google“ binnen 10 Sekunden finden könnte:

 

Was sagte Ahmadinedschad?

Anneliese Fikentscher, Andreas Neumann

Die tonangebenden Medien, die uns täglich ihre Vielstimmigkeit vorführen, meldeten in den letzten Oktobertagen des Jahres 2005: » Kriegserklärung gegen den jüdischen Staat – Irans Präsident fordert die Vernichtung Israels« ( Berliner Zeitung ) – »Irans Präsident fordert Zerstörung Israels« ( netzeitung.de ) – »Mit Empörung hat die internationale Gemeinschaft auf den Aufruf des neuen iranischen Präsidenten zur Vernichtung Israels reagiert – Irans Präsident will den jüdischen Staat ›von der Landkarte tilgen‹« ( Die Welt ) – »Der Staat Israel solle dem Erdboden gleichgemacht werden – Aufruf des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad zur Vernichtung Israels« ( taz ) – »Irans Präsident will Israel von der Landkarte tilgen – Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat zur Zerstörung Israels aufgerufen« ( Der Spiegel ) – »Irans neuer Staatschef: Israel ›von Landkarte radieren‹« ( Focus ) – »›Von der Landkarte tilgen‹ – Der iranische Präsident Mahmud Achmadinedschad hat am Mittwoch zur Zerstörung Israels aufgerufen« ( Die Zeit ) – »Irans Präsident verlangt die ›Tilgung Israels‹« ( Hamburger Abendblatt ) – »Vernichtung Israels befürwortet« ( Handelsblatt ) – »Iran schürt Nahost-Konflikt: ›Israel zerstören‹« ( N24 ) – »Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat öffentlich gefordert, Israel von der Landkarte zu löschen« ( ZDF heute ) – »›Von der Landkarte tilgen‹ – Irans Präsident fordert Vernichtung Israels – Ahmadinedschad: ›Schandfleck Israel tilgen‹« ( tagesschau.de ) – »Aufruf zur Zerstörung Israels – Irans Präsident: Von der Karte tilgen« ( Rheinischer Merkur ) – »Iran: ›Israel wird ausradiert‹« ( Frankfurter Allgemeine Zeitung ) – »Irans Präsident droht Israel Vernichtung an« ( Frankfurter Rundschau ).

Fassen wir zusammen: Die Nachricht lautete, Irans Präsident Ahmadinedschad habe angedroht oder befürwortet oder verlangt oder gefordert oder dazu aufgerufen, Israel zu zerstören, zu vernichten, zu zerschlagen, zu tilgen, von der Landkarte zu tilgen, von der Landkarte zu radieren, von der Landkarte zu löschen, dem Erdboden gleichzumachen, auszuradieren.

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Premiere des ersten Januarausgabe des noch jungen politischen Magazines COMPACT. Chefredakteur Jürgen Elsässer referierte im Berliner Viethaus über die Propaganda gegen den Iran. Wie bereits beim Kosovokrieg, nimmt Autor Jürgen Elsässer eine ganz eigenständige Position ein, welche sich im tobenden Medienkarussel nicht darbietet. Überzeugt euch selbst anhand der dargebotenen Fakten.

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Atlas mit Chemtrails wird im Schulunterricht genutzt

Veröffentlicht: 26. Dezember 2011 von infowars in Chemtrails, Propaganda, Video Clips

Syrien: Wie westliche Medien einen Dritten Weltkrieg entfachen

Veröffentlicht: 21. Dezember 2011 von infowars in Krieg, Medien, Propaganda

Eva Herman

Ein unverantwortliches Kapitel der Pressegeschichte wird derzeit von fast allen deutschen und internationalen Medien über Syrien geschrieben. Es ist ein Kapitel mit politischen Auswirkungen, mit weltpolitischen Dimensionen. Es sind ganz ähnliche Mechanismen, wie jene, die bereits den Irak-krieg und den Libyenkrieg auslösten und nun auch den Iran bedrohen und damit unseren Weltfrieden. Es geht um gezielte weltweite Falschmeldungen über die Lage in Syrien. Diese erreichen den Zeitungsleser und Fernsehzuschauer ebenso wie den Internet-Nutzer in der täglichen Berichterstattung, ohne dass ihm dies auf den ersten Blick auffallen könnte.  Vor allem gestern und heute berichten nahezu alle westlichen Mainstream-Medien wieder über »neue Brutalitäten des Assad-Regimes«. Doch was steckt wirklich dahinter?

In der aktuellen Berichterstattung von heute und gestern heißt es praktisch unisono, der syrische Präsident Assad lasse massenhaft vermeintliche Deserteure erschießen. Bei Angriffen seien in der Provinz Idlib inzwischen rund 220 Deserteure getötet oder verletzt worden, so der Wortlaut, unter anderem auch bei Spiegel online, bei der Nachrichtenagentur afp wird von hundert Getöteten berichtet, Focus berichtet, das Handelsblatt, Welt-Online, zahlreiche österreichische und Schweizer Medien und viele andere. Wie gesagt, fast alle Medien berichten in diesem Tenor.

Das Spiegel-Portal schreibt in seiner Überschrift: »Massentötungen in Syrien entsetzen die Welt«. Als einzige Informationsquelle gibt Spiegel-online die »Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte« in London, »Syrian Observatory for Human Rights« an, wie auch alle anderen genannten Presseorgane nur diesen einen einzigen Informanten als Hauptquelle nennen, der entweder mit dem erwähnten Ausdruck »Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte«

oder nur lapidar als Gruppe von  »Menschenrechtsaktivisten« bezeichnet wird. Aber wie seriös ist dieses Büro? Und wer oder was steckt hinter der ominösen Agentur, die eigentlich niemand genau kennt oder kennen will?

Schon im August brachte der Kopp Verlag in seinen Nachrichten und auf der Kopp Online-Seite mehrere Hinweise darauf, dass die meisten Medienmeldungen über die Unruhen in Syrien größtenteils auf Angaben dieser einen einzigen genannten Quelle basierten. Auch unabhängige Internet-portale berichteten von den Beiträgen der internationalen Presse, die sich offenbar unhinterfragt auf die mysteriöse Londoner Quelle berufen. Darunter: CNN, CBS, Associated Press, Reuters, AFP, BBC, Tagesschau, FAZ, Holtzbrinck, Springerpresse, Spiegel, Focus, Al Jazeera, al Arabiya und so weiter und so fort bis hin zu taz, Guardian und RIA Novosti.

Dass die Berichte, die aus dem Londoner Büro kommen, mehr als fragwürdig sind, fanden  unabhängige internationale Journalisten bereits vor mehreren Monaten heraus, darunter der USA-Journalist und Historiker Webster Tarpley oder der französische Journalist Thierry Meyssan.

Die Recherchen ergaben folgendes: Die Organisation »Syrian Observatory for Human Rights« ist ein dubioses Londoner Auskunftsbüro,  das lediglich von einem Mann mit Namen Rami Abdul-Rahman vertreten zu sein scheint, der sich selbst kurzerhand als »Präsident« bezeichnet.  Dieser Präsident scheint allerdings sehr viel Macht über die internationalen Medien zu besitzen. Liegt es an seinen möglichen westlichen Geldgebern?

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Holger Thuss

Wie auf Knopfdruck stand es am 4. November in fast allen deutschen Blättern: »Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher« titelte der Spiegel um 15:15 Uhr. Um 18:37 Uhr folgte Claudia Ehrenstein in der Welt: »China treibt CO2-Ausstoß in Rekordhöhe«. Um 19:37 Uhr schlossen sich Hamburger Abendblatt und Süddeutsche gleichzeitig an. Mitwirkende dieser Vorstellung waren auch die Frankfurter Rundschau, mehrere Radiosender, »grüne« Klimablogs und am 8. November verspätet der FAZ-Klima-Alarmist Joachim Müller-Jung.

Was (angeblich) passiert war: »Im Jahre 2010 hat der Kohlendioxid-Ausstoß auf der Welt um mehr als sechs Prozent zugenommen – trotz Wirtschaftskrise. Das übertrifft selbst die pessimistischsten Prognosen des Weltklimarates«, so das SZ-Orakel Christopher Schrader, der dann aber weiter unten relativierte, der »bei sechs Prozent liegende« Anstieg sei Ergebnis »vorläufiger Schätzungen« des »Carbon Dioxide Information Analysis Centers [sic!] am [sic!] amerikanischen Oak-Ridge-Nationallabor.« Das Hamburger Abendblattberichtete von einer

»aktuellen Hochrechnung«, korrigierte dann aber ebenfalls, es handele sich »lediglich um eine Schätzung«.

Joachim Wille von der FR wusste hingegen, der »CO2-Zuwachs« sei »festgestellt« worden. Auch der Spiegel raunte von »düsteren Fakten« auf der Basis von »neuesten Berechnungen des US-Energieministeriums«. In der FAZ-Meldung vier Tage später waren es hingegen nurmehr 5,9 Prozent zusätzliches Kohlendioxid. Dort hatte man anscheinend noch die offiziellen Zahlen von Kain und Abel, den Sumerern, antiken Griechen, Römern, Inkas und allen anderen versunkenen Reichen parat und konnte daher ergänzen, dass 2010 »so viel Kohlendioxid ausgestoßen worden [ist] wie nie zuvor.«

Was jedoch nichts daran ändert, dass für 2010 überhaupt nichts gemessen, also »festgestellt« (FR) worden war. Eine ältere Prognose des wenig kompetenten IPCC war von einer jüngeren Schätzung einer bisher wenig aufgefallenen Projektgruppe eines ultragrünen Ministeriums übertroffen worden, weiter nichts. Kenner der Debatte waren und sind schon allein deshalb nicht wirklich überrascht, da sie die Studie der kanadischen Autorin Donna Laframboise kennen (The Delinquent Teenager Who Was Mistaken for the World’s Top Climate Expert – IPCC Expose – »Der kriminelle Teenager, der mit dem besten Klimaexperten der Welt verwechselt wurde – das IPCC-Exposé«), die sehr gut herausgearbeitet hat, wer beim IPCC recherchiert: sehr oft Doktoranden, die mit Mitte Zwanzig auf der Suche nach ihrer ersten Festanstellung sehr gerne das aufschreiben, was der Weltklimazirkus von ihnen erwartet.

Befasst man sich intensiver mit diesem Nicht-Ereignis, entwickelt sich die Causa zu einem Lehrstück über die Funktionsweise deutscher Medien. So gelten als Informationsquelle je nach Blatt »Forscher« und »die US-Regierung« (Hamburger Abendblatt), das US-Energieministerium und der »US-Professor« Gregg Marland (FR, Die Welt), das bereits genannte CDIAC des amerikanischen Energieministeriums (FAZ, die kryptisch ergänzt: »Noch fehlen allerdings wichtige Dokumente.«) oder sogar »der oberste deutsche Klimaforscher« Jochem Marotzke (Spiegel).

Der vielbeschäftigte Professor sei »Atmosphärenforscher«, »Vorsitzender des Deutschen Klimakonsortiums« und »Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg« und habe seinen »Zuhörer[n] aus Politik und Ministerien« erklärt, warum »sich seine Zunft überhaupt so sicher ist, dass es den Klimawandel gibt« – so die Herren Traufetter und Schwägerl im Spiegel, die zu wissen scheinen, dass man in Deutschland mit einem argumentum ad verecundiam nicht nur dann weiterkommt, wenn man der Hauptmann von Köpenick ist.

In Wirklichkeit hat fast die gesamte deutsche Presse bei dem für seinen extrem einseitigen Kampagnenjournalismus bekannten Seth Borenstein (Associated Press) abgeschrieben, der seinen Beitrag »Biggest jump ever seen in global warming gases« bereits am 3. November um 19:05 Uhr (US-Ostküstenzeit) abgesetzt hatte. Marc Morano von climatedepot.com berichtet seit Jahren regelmäßig über Borensteins Fehlleistungen in Sachen Klima. Demnach »half« der bereits genannte Professor Marland »dem Energieministerium in der Vergangenheit beim Rechnen«. Tom Boden war anscheinend der, der beim Kohlendioxid-Informations- und Analyse-Zentrum (CDIAC) die Fäden in der Hand hielt.

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Paul Joseph Watson

Organisation mit milliardenschwerem Mäzen im Hintergrund brüstet sich damit, Journalisten vor Veröffentlichung ihrer Artikel gezielt zu manipulieren

Im Vorfeld eines allseits erwarteten und von Israel angeführten Angriffs auf den Iran wurde die establishmentnahe proisraelische Lobbygruppe Britain Israel Communications & Research Centre (BICOM) beim Versuch ertappt, die etablierten britischen Medien in Bezug auf ihre Berichterstattung über Angelegenheiten im Zusammenhang mit Israel auf »den richtigen Kurs zu trimmen«. In einer über das Internet der Öffentlichkeit zugänglich gemachten E-Mail hatte die

Organisation damit geprahlt, dass Redakteure von BBC und Sky News nach einem Treffen mit BICOM-Vertretern ihre Berichterstattung entsprechend geändert hätten.

Diese Machenschaften kamen im Zuge des Skandals um Liam Fox ans Tageslicht. Der frühere britische Verteidigungsminister musste zurücktreten, nachdem Einzelheiten über seine Beziehungen zu Adam Werritty, einem führenden Vertreter der inzwischen aufgelösten Lobbygruppe Atlantic Bridge Research and Education Scheme (ABRES) enthüllt worden waren. ABRES gab sich nach außen hin als gemeinnützige »Denkfabrik«, die sich der Verbreitung und Förderung neokonservativer Auffassungen unter den außenpolitischen »Falken« in den USA und Großbritannien widmete.

Werritty nahm an zahlreichen offiziellen Treffen des Verteidigungsministers teil, obwohl er keinerlei offizielle Funktion in der britischen Regierung innehatte. Später kam heraus, dass sich Werritty mit Vertretern des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad darüber beraten hatte, wie man einen Regimewechsel im Iran herbeiführen könnte, und auch in den Iran gereist war, um sich dort mit verschiedenen oppositionellen Gruppen zu treffen.

Werrittys Organisation ABRES erhielt mit Hilfe des früheren stellvertretenden BICOM-Vorsitzenden Michael Lewis erhebliche finanzielle Zuwendungen von BICOM. »BICOM stand in Verbindung zu Werritty und bezahlte für den 33-jährigen Flug- und Hotelrechnungen, als er 2009 an einer Konferenz in Israel teilnahm, auf der es um den Iran ging«, berichtete die Londoner Tageszeitung The Guardian.

BICOM wird vom britischen Milliardär Chaim »Poju« Zabludowicz finanziert, der auf der Liste der reichsten Menschen des Vereinigten Königreichs den 18. Platz einnimmt. Die Organisation leistete Spenden an alle drei großen politischen Parteien in England. An der Spitze von BICOM steht derzeit die frühere Labour-Abgeordnete Lorna Fitzsimons, die aus ihrer Geringschätzung demokratischer Verfahren kein Hehl machte, als sie im vergangenen Jahr auf einer Konferenz [in Israel] erklärte: »Die öffentliche Meinung hat keinerlei Einfluss auf die britische Außenpolitik. Außenpolitik ist eine Angelegenheit der Elite.« Fitzsimons übernahm den Vorsitz vom früheren BICOM-Chef Danny Scheck, einem früheren hochrangigen Beamten im israelischen Außenministerium.

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Niki Vogt

Duftöle, Aromaöle oder auch »ätherische Öle« erfreuen sich großer Beliebtheit. Und sie sind oft sehr nützliche Heilmittel, bisweilen sogar effektiver als schulmedizinische Medikamente. Sie wirken gegen Erkältungen und beruhigen. Lavendel beispielsweise vertreibt Kopfschmerzen und Motten, Johanniskrautöl ist gut gegen Ohrenentzündung und Depressionen, Teebaumöl ein wahres Naturantibiotikum. Allerdings sollte auch hier mit Maß und Ziel und vorsichtiger Handhabung gearbeitet werden. Diese Substanzen sind wirkungsvoll, natürlich, aber nicht unbedingt harmlos. Was wirklich wirkt, hat auch Nebenwirkungen. Wie alle Heilmittel müssen sie zielgerichtet und im richtigen Maß angewendet werden. Wie schon Paracelsus sagte: »Die Dosis macht das Gift«. Was aber zur Zeit als neueste wissenschaftliche Warnung in den englischsprachigen Medien – und sicher bald auch hier – die Runde macht, grenzt an bewusste Fehlinformation.

Aromaöle oder ätherische Öle sind in Öl gelöste oder aus den pflanzeneigenen Ölen bestehende Destillate. Sie riechen stark nach den markanten Bestandteilen der Herkunftspflanze. Diese pflanzlichen Bestandteile sind hochwirksam.

Nun wollen Wissenschaftler herausgefunden haben, dass diese aromatischen Pflanzenextrakte, wenn sie heißen Bädern und Massageölen zugesetzt werden oder in Duftlampen verdampft werden, mit der Luft reagieren und winzige Partikel entstehen, die hochgradig reizend wirken können. Die »flüchtigen organischen Verbindungen« produzierten »sekundäre organische Aerosole«. Diese neu

entstandenen Verbindungen könnten zu Augenirritationen, Nasen und Atemwegsreizungen führen, Kopfschmerzen verursachen und zu Leber- und Nierenschäden führen.

Die Studie wurde von Wissenschaftlern in Taiwan durchgeführt, die Messungen in sogenannten »Spas« (Wellnesszentren und Bädern) aufzeichnete. Eine zehnfache Konzentration dieser möglicherweise schädlichen Partikel sei dort zu messen. Zehnfache Menge im Vergleich zu was?

Die Wissenschaftler der Chia-Nan-Universität für Pharmazie und Wissenschaft in Tainan (Taiwan) warnten eindringlich davor, die negativen Auswirkungen dieser sekundären pflanzlichen Aerosole zu unterschätzen.

Die Studie wurde veröffentlicht im »Environment Engineering Science«-Journal.

Hier steht zu lesen: »Da die Aromatherapie in der breiten Öffentlichkeit und von vielen Gesundheitsinstituten angewandt wird, ist sie zu einer der populärsten ergänzenden Therapien avanciert. Daher darf ihre Auswirkung auf die Luftqualität in geschlossenen Räumen nicht unterschätzt werden«.

Und weiter: »Die Degradation flüchtiger organischer Verbindungen führt durch die Reaktion dieser Verbindungen mit in der Luft vorhandenem Ozon zu kleinen, ultrafeinen Nebenprodukten, »sekundäre, organische Aerosole« genannt, die möglicherweise Augen- und Atemwegsirritationen verursachen können.«

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Zahlreiche Gäste erlebten im Rahmen der monatlichen COMPACT-Präsentation (Novemberausgabe) wieder einmal einen unterhaltsamen Abend im Viethaus. Unter dem Titel „Wutbürger gegen Euro-Wahn: Teaparty und /oder Occupy?“ konnte COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer drei interessante Gäste begrüßen. Die Teilnehmer an der Runde, Karl Feldmeyer, Oliver Janich und Bastian Menningen standen dabei nicht nur für drei unterschiedliche Ansätze der Kritik am Euro, sondern repräsentierten auch nebenbei drei Generationen und unterschiedliche Politikstile. Auf der COMPACT-Veranstaltung konnten sich diese verschiedenen Politikansätze erstmals auf Augenhöhe begegnen.

Karl Feldmeyer kennt als ehemaliger FAZ-Bundestagskorrespondent wie kaum ein Anderer die politische Szene im Lande. Feldmeyer, einer der Initiatoren der Seite „Abgeordneten-Check“ und eigentlich bekennender Konservativer, konnte dann auch seine Wut über das „Euro-Disaster“ kaum verbergen. „Der Traum eines europäischen Zentralstaates ist ausgeträumt“ stellte Feldmeier fest und beklagte gleichzeitig die spürbare Ratlosigkeit der politischen Klasse. Nur wenige Abgeordnete wie Bosbach, Gauweiler oder Schäffler hätten, so Feldmeyer, unter dem Entscheidungsdruck der letzten Wochen überhaupt noch Alternativen aufgezeigt.

Der Journalist und Autor Oliver Janich, gleichzeitig der Vorsitzende der Partei der Vernunft, prognostizierte den „Systemzusammenbruch“. Als einzige Partei in Deutschland habe die PdV in der Krise einen konsequenten analytischen Ansatz. „Jedes auf Papiergeld und Verschuldung basierende Wirtschaftsmodell“ so Janich „ist in der Geschichte zusammengebrochen.“ Im Kern forderte Janich daher, insoweit eins mit den Grundsätzen der „Tea Party“, das Ende des Geldsozialismus und „die Zentralbank muss weg“. In der Institution der Zentralbank und der Macht „immer neues Geld aus dem Nichts zu schaffen“, sah Janich das eigentliche Problem des aktuellen Wirtschaftssystems. Die Bürger sollen nach dem Willen der PdV ihr Geld frei wählen können.

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Mit einigem Enthusiasmus habe ich die ersten Proteste an der Wall Street verfolgt. Es schien mir, als würden Menschen nun endlich aus ihrem Dämmerschlaf erwachen und die Probleme des Korporatismus analysieren und versuchen, vernünftige Lösungen zu präsentieren.

Mitmachen?

Also engagierten ein paar Freunde und ich uns maßgeblich im Internet für Aufklärung in Bezug auf wirtschafltiche und politische Zusammenhänge. Früh schon wurde uns allerdings klar, dass gerade in Deutschland die Linke versucht, die Proteste für sich zu vereinnahmen. Zudem sprangen andere dubiose Organisationen, wie die „Zeitgeist Bewegung“ auf den Zug auf, oder brachten ihn überhaupt erst ins Rollen.

Oder lieber doch nicht?

Diese Entwicklung betrachteten wir argwöhnisch und verwickelten uns in unzählige Diskussionen, die uns ziemlich schnell klar werden ließen: Dies sind keine „Erwachten“ sondern die gleichen Wutbürger, die bei Spiegel-Online die Kommentar-Spalten zuspammen, wenn Jan Fleischhauer sich zu Wort meldet, die sich bei Indymedia das „Ende des Kapitalismus“ herbei träumen oder sich eine „soziale Marktwirtschaft“ wünschen, in der der Staat hübsch die Reichen besteuert, ihnen das Studium finanziert respektive alle möglichen anderen Leistungen zukommen lässt, die er über Steuern anderen Leuten aus der Tasche zieht.

Wer ist das überhaupt?

Alles in allem ist die Occupy-Bewegung eine äußerst staatsfixierte, generell linke und vor allem wirtschaftlich und politisch ungebildete Veranstaltung. So denn wirtschaftliche Bildung vorhanden ist, bezieht sie sich meist auf die verschwörungstheoretischen Schuldzuschreibungen gegen die „1%“ oder beschränkt sich auf die Kneipenversion von Marx Kapital, den zu lesen man im Occupy-Internet denn auch allerorten aufgefordert wird.

Occupy what I am allowed to occupy

Eine Bewegung der „99%“ zu sein, schreibt sich die Occupy-Bewegung auf die Fahnen. Die Realität sieht anders aus: In Berlin waren es am 15.10.2011 – dem Tag für den die globale „Revolution“ angekündigt war – gerade einmal zwischen 5.000-10.000 Leute, die sich ganz in der Tradition des deutschen Widerstandes dann subversiv ihre Isomatten und Zelte von der Polizei wegnehmen ließen und daraufhin die Legende des „Massakers vom Reichstag“ im Internet propagierten. Nun zeltet die Revolution auf dem Gelände der Parochialkirche in Mitte. Warum? Na, weil sie dort sein darf… (Man fühlt sich unweigerlich an Lenins berühmten Ausspruch erinnert: „Bevor die Deutschen einen Bahnsteig besetzen, kaufen sie vorher eine Fahrkarte.“)

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Oliver Janich

»Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir nicht ganz sicher«. Mein Lieblingszitat von Albert Einstein könnte über vielen Artikel stehen, aber wenn es um die Occupy-Bewegung geht, trifft es den Nagel wirklich auf den Kopf.

Eines vorab: Ich meine nicht, dass jeder, der dort mitmacht, ein Idiot ist. Viele haben berechtigte Zweifel am System und wollen einfach etwas tun. Man kann auch nicht von jedem, der auf die Straße geht, verlangen, dass er erstmal unzählige Bücher über das Geldsystem liest. Aber von den Rädelsführern und denen, die sich ins Fernsehen einladen lassen, darf man das schon verlangen.

Es ist immer schwer zu unterscheiden, ob etwas aus böser Absicht oder aus Dummheit geschieht. War Angela Merkel im Mai 2010 bei der ersten Griechenlandhilfe, als das Desaster begann, aus Zufall in Moskau oder hat sie sich die Befehle ihres Führungsoffiziers abgeholt? Stimmen die

Abgeordneten der Ausplünderung Deutschlands zu, weil sie irgendjemand in der Hand hat oder sind sie so doof? Wer weiß das schon?

Im Falle der Occupy-Bewegung ist es ähnlich. Wie ich in meinem Buch Das Kapitalismus-Komplott schildere, geht die globale Elite immer nach dem selben Schema vor: der Hegelschen Dialektik. Sie kreiert ein Problem (These), kennt die Reaktion der Masse (Antithese) und bietet dann die Lösung (Synthese) an, die ihr vom Anfang an vorschwebte. Was die Ziele der Globalisten sind, wissen wir, weil sie es in unzähligen Büchern und Artikel beschrieben haben: Globale politische Strukturen (= Definition einer Weltregierung, Mitterand-Berater Jaques Attali und andere schreiben das ganz offen), Ausschaltung der Freiheits- und Eigentumsrechte, Zentrale Wirtschaftsplanung, Aufhebung des Individuums, nur das Kollektiv zählt. H. G. Wells beschreibt diese Neue Weltordnung detailliert in seinem Buch The New World Order. Als Vorbild und Zwischenschritt gilt die EU. Lieblingsziel ist eine globale Steuer, die alle Menschen bezahlen müssen und mit der diese globalen Strukturen finanziert werden.

Was fordern nun die Occupy-Leute? Am Anfang hielten sie sich bedeckt, aber so langsam lassen sie die Katze aus dem Sack: höhere Steuern und mehr Regulierung. Auch auf der deutschen Webseite findet sich praktisch der Wunschkatalog der sozialistischen Globalisten: »Einleitung einer sozial-ökologischen Transformation der europäischen Wirtschaft, Einführung einer Finanztransaktionssteuer, für ein verfassungsmäßig garantiertes Recht auf tariflich entlohnte Arbeit« und weitere Zwangsmaßnahmen gegenüber dem Bürger, den die Bewegung angeblich vertritt. Der deutsche Vertreter von Occupy redet sich bei Alexander Benesch frecherweise damit heraus, dass diese Webseite jeder bearbeiten könne. Er hat die Forderungen aber auch nach der Sendung nicht von der Webseite genommen. Ob ich da auch die Abschaffung der EZB fordern kann? (Aufruf an meine Leser: Versucht es doch mal).

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