Archiv für die Kategorie ‘Geopolitik’

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Daniel Estulin erforscht und dokumentiert seit mehr als 14 Jahren den weitreichenden Einfluss der Bilderberg-Gruppe auf Wirtschaft und Finanzen, globale Politik, Krieg und Frieden und die Kontrolle des Geldes der Welt und ihrer natürlichen Ressourcen. Sein Buch “Die wahre Geschichte der Bilderberger” wurde erstmals 2005 veröffentlicht. Eine neue, diesjährige Auflage enthält neues und überarbeitetes Material. Er sagt, dass im Jahr 1954 die „mächstigsten Männer der Welt zum ersten Mal zusammenkamen,” um in Oosterbeck (Niederlande) „über die Zukunft der Welt zu debattieren“. Sie beschlossen, sich jährlich zu treffen ohne die Öffentlichkeit etwas davon wissen zu lassen. Sie nannten sich die Bilderberg-Gruppe und ihre Mitgliederliste liest sich wie ein Who-is-Who der Machtelite aus den USA, Kanada und Westeuropa. Darunter finden sich uns so vertraute Namen wie David Rockefeller, Henry Kissinger, Bill Clinton, Gordon Brown, Angela Merkel, Alan Greenspan, Ben Bernanke, Larry Summers, Tim Geithner, Lloyd Blankfein, George Soros, Donald Rumsfeld, Rupert Murdoch, sowie andere Staats- und Regierungschefs, einflussreiche Senatoren, Kongressabgeordnete und Parlamentarier, Militärs aus der NATO und dem Pentagon, Mitglieder europäischer Königshäuser, ausgewählte Medienprofis und viele andere, oftmals nur ein einziges mal eingeladene Gäste. Einige Teilnehmer stehen oft nicht einmal auf der offiziellen Gästeliste, wie es etwa bei Barack Obama und einigen seiner Regierungsbeamten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Fall gewesen war.

Sehr zahlreich vertreten sind immer ranghohe Funktionäre des Council on Foreign Relations (CFR), des IWF, der Weltbank, der Trilateralen Kommission und der EU, sowie mächtige Zentralbanker von der Federal Reserve, der EZB (u.a. Jean-Claude Trichet) und Mervyn King von der Bank of England. Fast über ein halbes Jahrhundert lang drangen keinerlei Informationen über Diskussionsthemen oder Agendas an die Öffentlichkeit und es gilt bis heute ein Verbot für jegliche offizielle Presseberichterstattung. Die wenigen eingeladenen Vertreter der Medien und deren Vorgesetzte werden zum Schweigen verpflichtet. Ungeachtet dessen begab sich Estulin auf „eine investigative Reise,” die zu seinem Lebenswerk werden sollte. Er sagt:

“Langsam und Stück für Stück habe ich alle Schichten der Geheimhaltung um die Bilderberg-Gruppe durchdringen können. Dies gelang mir jedoch nur dank der Hilfe von Dissidenten im Inneren der Gruppe sowie außerhalb dieser.“

Deshalb behält er deren Namen für sich. Was auch immer zu Beginn der Bilderberg-Treffen auf dem Plan stand, mittlerweile muss man die Gruppe als eine Art “geheime Weltregierung sehen (…), welche uns unser Recht auf das Formen unserer eigenen Zukunft nimmt indem sie verstörende Realitäten schafft,” die den öffentlichen Wohlstand bedrohen. Kurz gesagt, die Bilderberger wollen die nationale Souveränität einzelner Nationalstaaten durch eine allmächtige, global agierende Weltregierung ersetzen, die von Wirtschaftsinteressen gelenkt wird und ihre Macht auf militärische Weise durchsetzt und absichert.

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Udo Ulfkotte

Zugegeben: Die Leser der Web-Seiten des Kopp Verlags sind schlechte Nachrichten gewohnt. Doch im Vergleich zu dem, was Gerald Celente, einer der renommiertesten Zukunftsforscher der Welt, uns allen nun in seinem neuen Newsletter »The Trends Journal« präsentiert, waren die bislang im Kopp Verlag veröffentlichten Nachrichten wohl extrem gut. Immerhin lautet der Titel seiner neuesten Prognose übersetzt »Der erste große Krieg des 21. Jahrhunderts – Bereiten Sie sich auf den Überlebenskampf vor!«. Celente spricht nicht etwa vom Kongo oder einem anderen fernen Kriegsgebiet. Er prognostiziert den militärischen Überlebenskampf jetzt für 2011 direkt vor unseren Haustüren. Und er ist wahrscheinlich der erste Zukunftsforscher, der seine zivilen Leser jetzt ganz offen dazu auffordert, sich zu bewaffnen.

Seit etwa 20 Monaten prognostizierte Celente den Crash der Vereinigten Staaten und Europas – allerdings bislang für die zweite Hälfte des Jahres 2012. Nun korrigiert er sich und warnt vor dem Ausbruch von Krieg überall vor unseren Haustüren schon 2011. Und zwar in den Vereinigten Staaten wie auch in Europa. Der Grund: Die Rückkehr der Wirtschaftskrise, die unabwendbare Schuldenlast und Migrationsströme von Menschen, die aus ärmeren Staaten zu uns kommen und nach einem besseren Leben suchen.

Man muss sich beim Lesen der nachfolgenden Passagen stets vor Augen halten, dass der bislang weltweit beachtete Gerald Celente für alle Zeiten seinen Ruf verlieren und ihn keiner mehr ernst nehmen wird, wenn auch nur Bruchteile der unten aufgeführten Prognosen nicht eintreffen. Celente ist gefragter Gast in allen wichtigen Talk-Shows der großen amerikanischen Fernsehsender. Er leitet ein Unternehmen, das sich mit Trendforschung befasst. Er wäre wohl pleite, wenn er Unsinn verbreiten würde. Doch das, was Sie gleich lesen werden, klingt auf den ersten Blick für manch einen wohl so abstrus, dass man zwischendurch immer wieder tief Luft holen muss.

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Die Libyen Kriegs-Lüge ?

Veröffentlicht: 23. April 2011 von infowars in Geopolitik, Krieg, Terror unter falscher Flagge
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Paul Bignell

Wie Regierungsdokumente beweisen, wurden bereits ein Jahr bevor England eine führende Rolle bei der Invasion im Irak spielte, zwischen Ministern der Regierung und einigen der weltweit größten Erdölkonzerne Pläne zur Ausbeutung der irakischen Erdölreserven erörtert. Aus diesen Papieren, die hier zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgelegt werden, ergeben sich neue Fragen zur britischen Beteiligung an dem Krieg, der das Kabinett Tony Blair spaltete und dem nur zugestimmt wurde, nachdem der Premierminister behauptet hatte, Saddam Hussein verfüge über Massenvernichtungswaffen. Aber das klang niemals wirklich glaubwürdig. Die Protokolle einer Reihe von Treffen zwischen Ministern und hochrangigen Vertretern aus den Chefetagen der Erdölkonzerne stehen im Widerspruch zu den damaligen öffentlichen Bekundungen der Letzteren und der westlichen Regierungen, man verfolge [mit dem Irakkrieg] keine Eigeninteressen.

Die Dokumente wurden auch nicht als Beweismittel in dem noch laufenden, sogenannten »Chilcot-Untersuchungsausschuss« (nach seinem Vorsitzenden Sir John Chilcot benannt) vorgelegt, der die Beteiligung Großbritanniens am Irakkrieg untersucht. Im März 2003, also kurz vor dem Kriegseintritt Englands, dementierte Shell Berichte, nach denen das Unternehmen mit der Downing Street Gespräche über irakisches Öl geführt habe, als »äußerst fehlerhaft«. BP bestritt ebenfalls jegliches strategische Interesse am Irak, während Tony Blair die »Erdöl-Verschwörungstheorie« als »völlig absurd« bezeichnete.

Bereits fünf Monate vor dem Einmarsch in den Irak im März 2003 erklärte die damalige Handelsministerin Baroness Symons gegenüber BP, die Regierung sei der Ansicht, britische Energiekonzerne sollten einen Anteil an den immensen irakischen Erdöl- und Erdgasreserven sozusagen als Belohnung für die militärische Unterstützung der amerikanischen Pläne für einen Regimewechsel durch Tony Blair erhalten. Die Unterlagen zeigen weiterhin, dass Lady Symons bereit war, gegenüber der Regierung Bush im Interesse von BP »Überzeugungsarbeit« zu leisten, da der Erdölgigant fürchtete, von Absprachen ausgeschlossen zu werden, die Washington bereits insgeheim dabei war, mit eigenen Energiekonzernen sowie der französischen und russischen Regierung und deren jeweiligen Energiekonzernen abzuschließen.

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Libyen: EU bereitet Bodeninvasion vor !

Veröffentlicht: 20. April 2011 von infowars in Alex Jones, EU, Geopolitik, Krieg, Militär, Politik, Video Clips

Libyen : Perversion und Ironie

Veröffentlicht: 17. April 2011 von infowars in Geopolitik, Krieg, UN
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Die Nato hält ein Ende des Bombardements in Libyen für möglich, sollte Libyen einige Forderungen erfüllen. Liest man diese, stellen sich einem denken Menschen unweigerlich Fragen. Mit brachialer Gewalt und massiven Luftschlägen – zum Teil bis zu 200 am Tag – wurde Libyen ins Elend gestürzt. Nun wollen jene, die das Unglück in das Land brachten, humanitäre Hilfe an den Opfern leisten.
Zum Teil weiß man nicht ob man lachen oder weinen soll. Die Propaganda dreht Ihre Runden und eine Lüge löst die nächste ab. Zuerst möchten wir aufzeigen, mit welcher Doppelmoral hier an das Werk gegangen wird.

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Wolfgang Eggert
Chronos Medien Vertrieb GmbH
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München, 2011

Was sagt uns aber die amerikanische „Keine Macht Neben Uns“-Strategie in Bezug auf die nuklearen Umbrüche in Fernost? Welche Bewegungen gibt sie der Außenpolitik des Weißen Hauses vor? Man kann sagen, dass der „Destroy Target“ Plan – zu dem wir hier auch die Zielbestimmung Perrys rechnen – ganz grundsätzlich auf China und hinsichtlich der letzten Entwicklungen auch auf Japan anwendbar ist. Das Reich der Mitte, welches gerade die USA als ökonomische Führungsmacht ablöst, ist zweifelsohne das gegebene Feindbild par excellence: Es ist in seiner Ausdehnung und Bevölkerungszahl der UdSSR gleichzustellen, es hat längst zu einem Kontrollprozess über Ostasien angesetzt, es unterliegt anders als der Westen ständigem Wachstum. Es besteht kein Zweifel darüber, dass im Pentagon verschiedene Gruppen Schlachtpläne entwickelt haben, wie Peking zu „containen“ ist. Auch unter Zuhilfenahme militärischer Mittel. Und hier kommt Japans Griff zur Atombombe ins Spiel.

Rein formal bedient dieser Umstand – gerade nach der Skizzierung Perrys – wie im Falle China die Erfordernis, nötigenfalls mit äußersten Mitteln einzugreifen. Eine Paktsituation ist vor diesem Hintergrund eine rein formale und vernachlässigenswerte Erscheinung, wie verschiedene Gewaltakte unter Bruderstaaten, nicht nur im kommunistischen Raum, in der Vergangenheit hinlänglich unter Beweis gestellt haben. [13]
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[13] Siehe die amerikanischen Putsche gegen unzählige Verbündete Staaten, vor allem in Südamerika, oder die Steuerung von Terror/gruppen gegen unliebsame Staatsoberhäupter (Italiens Staatschef Aldo Moro, Schwedens Premier Olof Palme)

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Wie weit ging Chinas und Amerikas Opposition gegen Tokios  umstrittenes Nuklearprogramm? (Teil 1)

Wolfgang Eggert
Chronos Medien Vertrieb GmbH
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München, 2011
Japan hat die drittgrößte Atomenergieproduktion nach den USA und Frankreich. Über 40% seiner Elektrizität werden mit Kernenergie gespeist. Weniger bekannt ist, dass Tokio damit auch in den Besitz bedeutender Mengen von Plutonium gelangt; bereits im Dezember 1995 belief sich der Bestand auf 4.7 Tonnen. Dieser Zusammenhang birgt einigen Zündstoff, denn Japan besitzt in Rokkasho auch einen Betrieb zur Anreicherung von Uran – einer von zwei Wegen zum Bau von Atomwaffen.
Plante das Land in Fernost den Schritt zur militärischen Nuklearmacht, so stünden die dafür notwendigen ballistische Trägersysteme Gewehr bei Fuß: Denn Japan entwickelte zeitgleich mit der Errichtung der Aufbereitungsanlage im Rahmen eines 15 Billionen Yen-Programms die dreistufige Rakete M-V (auch M-5 und Mu-5). Bislang zivil zur Einbringung von Satelliten in den Orbit genutzt, wären die Raketen auch im Rahmen der Streitkräfte leicht umrüstbar. [1] Festtreibstoffraketen wie die M-V sind bei militärischen Verwendungen das „Mittel der Wahl“, da sie über lange Zeiträume gelagert und im Bedarfsfall ebenso unverzüglich wie verlässlich gestartet werden können. Stimmigerweise verwiesen japanische Abgeordnete auf Erfordernisse der nationalen Sicherheit, als 2003 im Zuge der Transferierung der Entwicklungsgesellschaft Institute of Space and Astronautical Science ISAS in die Japan Aerospace Exploration Agency zugleich die Umrüstung auf Flüssigbrennstoffbeladung zur Diskussion stand. Yasunori Matogawa, ISAS-Chef für außerbetriebliche Angelegenheiten, kommentierte in diesem Zusammenhang:

Es hat ganz den Anschein, daß die Hardliner zu Fragen der Nationalen Sicherheit im Parlament ihren Einfluss ausweiten, ohne dabei auf große Kritik zu stoßen. … Ich denke, wir bewegen uns in einen sehr gefährlichen Zeitabschnitt. Wenn Sie die gegenwärtigen äußeren Umstände in Betracht ziehen und die Bedrohungslage durch Nordkorea, so ist das beängstigend.” [2]
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[2] Detroit Free Press, 11. Juli 2003, Japan ponders nuclear weapons
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Weltkriegs der erste und bis heute offiziell einzige Staat, der mit Kernwaffen angegriffen wurde. An den Folgen der amerikanischen Bombeneinsätze gegen die Städte Hiroshima und Nagasaki starben binnen kurzer Zeit eine Viertelmillion Menschen. Der desaströsen Erfahrung wegen ließ sich Tokio bisher erfolgreich in den Verzicht derartiger Waffensysteme drängen. Gleicher Grund, anderer Spin, konträre Entwicklung: Die Befürchtung, noch einmal einem solchen Angriff schutzlos ausgeliefert zu sein ließ in der politischen und militärischen Führung des Inselstaats immer wieder die Forderung nach nuklearem Abschreckungspotenzial laut werden. Gerade die atomare Aufrüstung der kommunistischen Nachbarn China und Nordkorea wurden als tickende Zeitbombe verstanden, der sich Tokio früher oder später zu stellen hatte. „Pläne und Know How für eine japanische Atombombe existieren ohne Zweifel, erst recht Bestände von mehr als 20 Tonnen Plutonium – ausreichend für 4000 nukleare Sprengköpfe“, textete am Vorabend von George W. Bushs Wüstenstürmen im Jahr 2003 die deutsche „Welt“. Rokkasho und das M-V Programm waren beredte Zeugen dieser Feststellung. [3]
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[3] Welt-Online, 13. Januar 2003, George W. Bush wird wegen Koreakrise zunehmend kritisiert
Archiviert:  HYPERLINK “http://www.welt.de/print welt/article336200/George_W_Bush_wird_wegen_Koreakrise_zunehmend_kritisiert.html” http://www.welt.de/print welt/article336200/George_W_Bush_wird_wegen_Koreakrise_zunehmend_kritisiert.html
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Dass die Zeichen der Zeit erkannt wurden, offenbarte zwei Jahre später ein „offener Brief“, mit dem sich Spitzenvertreter aus der militärisch-politischen Welt Amerikas an ihren asiatischen Hauptverbündeten wandten. Überschrift „Japan: der Atomwaffensperrvertrag braucht Verstärkung. Ein Aufruf an Japan den Atomwaffensperrvertrag durch unbefristete Aufschiebung des Betriebs der Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho zu kräftigen.“ [4] Text:

Am 1. Dezember 1997 erklärte Japan, sein nuklearer Brennstoffkreislauf basiere auf „dem Prinzip ´keine Plutoniumanhäufung´. Demgegenüber war Japans Plutoniumarsenal bis Ende 2003 von 24,1 auf 40,6 Tonnen gewachsen – genug für 5000 nukleare Sprengköpfe (5,4 Tonnen lagern gegenwärtig in Japan, der Rest wird für Japan in französischen und britischen Wiederaufbereitungsanlagen bereit gehalten). Ungeachtet der Existenz dieses enormen Plutoniumbestands, planen Japans nukleare Werke für 2007 die Betriebsaufnahme einer neuen Wiederaufbereitungsanlage in Rokkasho und einen Testlauf mit verbrauchtem Kernbrennstoff im Dezember 2005. Wenn die Anlage von Rokkasho („die erste Wiederaufbereitungsanlage in einem Atomwaffenfreien Land, die über industrielle Maßstäbe verfügt“) nach Plan läuft, so werden dort 8 Tonnen Plutonium im Jahr generiert werden, genug, um 1000 Bomben herzustellen. Der Betrieb von Rokkasho ist darauf angelegt, Japans heimischen Plutoniumbestand erheblich zu steigern, und in Japan die Ausführung des konstatierten Ziels „kein Plutonium Mehrertrag“ auf Jahre hinausschieben. Schlußendlich würde der Betrieb von Rokkasho angesichts der großen japanischen Vorräte an überschüssigem Plutonium ernsthafte Zweifel an Japans Verpflichtung wecken, den Atomwaffensperrvertrag zu stärken.

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Prof. Michel Chossudovsky

In einem früheren Artikel mit dem Titel »Amerikas geplanter atomarer Angriff auf Libyen« habe ich Einzelheiten des Plans der Clinton-Regierung für einen Atomangriff auf Libyen beschrieben. Das Pentagon hatte den Einsatz der Atombombe B61 Mod 11 gegen Libyen ins Auge gefasst. Die B61, die als mini-nuke (Mini-Atombombe) kategorisiert wird, ist eine 10-Kilotonnen-Bombe mit einer Sprengkraft von zwei Dritteln der einer Hiroshimabombe.

Simulierter Abwurf einer Atombombe B61-11 von einem Tarnkappenbomber B-2 Spirit


Bei einer Pressekonferenz hatte Pentagon-Staatssekretär Harold P. Smith den Plan des Pentagon von 1996 für einen atomaren Angriff gegen Libyen unmissverständlich bekannt gegeben:

die Air Force werde die [Atomwaffe] B61-11 gegen Libyens mutmaßliche unterirdische Chemiefabrik in Tarhunah einsetzen, wenn der Präsident zu dem Schluss käme, dass die Anlage zerstört werden müsse. »Wir könnten [Tarhunah] mit rein konventionellen Waffen nicht außer Gefecht setzen«, erklärte Smith gegenüber Associated Press. In Jane’s Defense Weekly bezeichnete er die B61-11 als »die Atomwaffe der Wahl«. (The Nuclear Information Project: the B61-11)

Clintons Verteidigungsminister William Perry – der bei besagter Pressekonferenz anwesend war – hatte bereits früher vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Senats erklärt, dass sich die USA die Option offenhielten, Atomwaffen gegen Länder einzusetzen, die über chemische und biologische Waffen verfügten. (Ebenda; siehe auch Greg Mello,»The Birth of a New Bomb; Shades of Dr. Strangelove! Will We Learn to Love the B61-11?« The Washington Post, 1. Juni 1997)

Das Ziel des US-Verteidigungsministeriums bestand darin, die »Erprobung« der Atombombe B61 in einem realen Land zu beschleunigen, und dieses Land war Libyen:

Die CIA versorgt Al-Qaeda-Terroristen und ehemalige in US-Militärgefangenenlagern gehaltene Gotteskrieger mit Waffen und Geld, um den Nahen Osten im Chaos versinken zu lassen

Webster G. Tarpley, Tarpley.net, 03.04.2011

Zwei Wochen nach Beginn der imperialen Angriffe wird Libyen nun von Al-Qaeda-Terroristen, einem Bürgerkrieg, NATO-Luftschlägen, Marschflugkörpern, Predator-Drohnen und C-130-Kanonenbooten heimgesucht – und das alles Dank der CIA-gestützten Al-Qaeda-Rebellen von Kyrenaika.

US-amerikanische, britische, französische und niederländische Kommandos haben die Führung der Rebellengruppen übernommen und versorgen sie nun mit modernen Waffen, was einen krassen Verstoß gegen das Waffenembargo darstellt, das durch die Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrats erlassen wurde. Darüberhinaus stiehlt Al-Qaeda auch eigenständig schwere Waffensysteme, wie der Präsident des Tschads meldete.

Die umjubelte und alberne britisch-französische Rhetorik bezüglich einer farbigen Revolution hat sich in Luft aufgelöst, jetzt, wo die abscheuliche Realität eines brutalen, zynischen und imperialistischen Vormarsches zutage tritt, der darauf abzielt, den modernen Nationalstaat zu vernichten.

Das in Darna herrschende Terror-Triumvirat der Rebellen

Die Londoner Zeitung Daily Telegraph meldete am 23.03.2011, dass die Rebellen in Darna – eine wichtige Stadt zwischen Bengasi und Tobruk – aktuell von al-Hasidi kommandiert werden. Al-Hasidi ist ein Al-Qaeda-Terroristenanführer, der mit Osama bin Laden befreundet war und gemeinsam mit ihm im Chost-Terrorcamp in Afghanistan trainierte.

Al-Hasidi prahlte damit, dass er 25 Gotteskrieger zum Kampf gegen US- und NATO-Streitkräfte nach Afghanistan entsandt hatte. Hier stellt sich die Frage, wie viele Menschen diese Al-Qaeda-Terroristen dort umbringen konnten.

Al-Hasidi wurde in Pakistan gefasst und geriet in US-Gefangenschaft. Das Wall Street Journal meldete am 02.04.2011, dass er die USA nun nur noch „weniger als 50%“ hasse, was darauf hindeutet, dass die Amerikaner in der Lage waren, sich loszukaufen und Al-Qaeda mithilfe von Waffenlieferungen, Geld, politischer Macht und diplomatischer Unterstützung zu besänftigen.

Al-Hasidi beherrscht die Stadt gemeinsam mit Sufian bin Kumu, der einst Osama bin Ladens Chauffeur war. Bin Kumu ist ebenfalls ein Terrorist und befand sich für sechs Jahre im US-Kriegsgefangenenlager auf Guantánamo Bay. Zu den Stadtvätern Darnas gehört auch al-Barrani. Al-Barrani ist ein eifriges Mitglied der Islamistischen Kampfgruppe Libyens, die sich im Jahre 2007 mit Al-Qaeda zusammenschloss.

Diese Bande aus Fanatikern, Psychotikern und Verbrechern wird von den CIA-Medien als eine probate Herrscherelite für den Aufbau demokratischer Regierungsstrukturen in Libyen portraitiert.

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Amerikas geplanter atomarer Angriff auf Libyen

Veröffentlicht: 10. April 2011 von infowars in Atomkrieg, Geopolitik, Krieg, USA

Prof. Michel Chossudovsky

Beim Pentagon ist ein Krieg gegen Libyen bereits seit über 20 Jahren in Planung. Der Einsatz von Atomwaffen gegen Libyen wurde 1996 erstmals ins Auge gefasst.

Am 14. April 1986 gab Ronald Reagan den Befehl zur »Operation El Dorado Canyon«, einen Luftangriff gegen Ziele in Libyen, als Antwort auf einen angeblich von Libyen unterstützten terroristischen Bombenanschlag auf eine Berliner Diskothek. Es war ein fingierter Vorwand. Im Verlauf dieser Luftangriffe, die von Frankreich und Italien verurteilt wurden, fielen auch Bomben auf Gaddafis Wohnsitz, seine jüngere Tochter fand dabei den Tod.

Weitgehend unbeachtet von den westlichen Medien hatte die Clinton-Regierung 1996 – auf dem Höhepunkt des Monica-Lewinsky-Skandals – einen Angriff auf Libyen unter Einsatz von Atomwaffen erwogen.

Das US-Verteidigungsministerium hatte eine neue Generation von bunkerbrechenden taktischen Nuklearwaffen für den Einsatz im Nahen und Mittleren Osten sowie in Zentralasien entwickelt:

»Militärs und führende Vertreter von Amerikas Atomwaffenlabors [hatten] die USA bedrängt, eine neue Generation von Präzisions-Atomwaffen geringer Sprengkraft (low-yield nuclear weapons) zu entwickeln […] die in konventionellen Konflikten mit Ländern der Dritten Welt zum Einsatz kommen könnten.« (Federation of American Scientists, 2001 – Hervorhebung durch den Autor M. C.)

Die mit einem Atomsprengkopf bestückte erdeindringende Waffe B61-11 war noch nicht getestet worden. Sie war Teil der B61-Serie, gekoppelt mit einem Atomsprengkopf »geringer Sprengkraft«. Laut amerikanischen Militärquellen könnte sich »der radioaktive Fallout [der B61-11] im Falle ihres Einsatzes in Nordkorea über benachbarte Länder wie Japan verteilen.« (B61-11 Earth-Penetrating Weapon, Globalsecurity.org). Die erdeindringende Version B61-11 der B61 wurde ursprünglich für eine »geringe« Sprengkraft von 10 Kilotonnen – das sind 66,6 Prozent einer Hiroshima-Bombe – für den Einsatz in Kampfgebieten im Nahen/Mittleren Osten und Zentralasien in der Zeit nach dem Kalten Krieg ausgelegt.

Der Pentagon-Plan für einen Atomangriff auf Libyen

Die taktische Atomwaffe B61-11 war vom Pentagon für den Einsatz gegen das »Gaddafi-Regime« im Jahr 1996 vorgesehen:

»Hohe Vertreter des Pentagon lösten im vergangenen April [1996] eine Kontroverse aus, als sie andeuteten, dass die erdeindringende [Atom-] Waffe schon bald für den möglichen Einsatz gegen eine mutmaßliche unterirdische Chemiefabrik, die Libyen in der Nähe von Tarhunah errichte, zur Verfügung stehen könnte. Diese kaum verhüllte Drohung erfolgte nur elf Tage nach Unterzeichnung des Vertrags über eine atomwaffenfreie Zone in Afrika (African Nuclear Weapons Free Zone) durch die USA. Durch diesen Vertrag sollten die Unterzeichnerländer daran gehindert werden, Atomwaffen gegen ein anderes Unterzeichnerland einzusetzen oder ihnen mit dem Einsatz zu drohen, darunter auch Libyen.« (David Muller, Penetrator N-Bombs, International Action Center, 1997)

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Libyen: Die Ziele Washingtons und der NATO und der nächste Weltkrieg

Veröffentlicht: 7. April 2011 von infowars in Geopolitik, Krieg, USA
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Paul Craig Roberts

In den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts verschworen sich die USA, Großbritannien und die Niederlande gegen Japan und leiteten damit eine Entwicklung ein, die in den zweiten Weltkrieg im Pazifik mündete. Die drei Regierungen beschlagnahmten japanische Bankkonten in ihren jeweiligen Ländern, über die Japan seine Zahlungen für Importe abwickelte, und schnitten Japan von der Versorgung mit Erdöl, Kautschuk, Zinn, Eisen und anderen wichtigen Rohstoffen ab. War Pearl Harbor die Antwort Japans darauf?

Derzeit wenden Washington und seine NATO-Marionetten die gleiche Strategie gegenüber China an.

Die Unruhen in Tunesien, Ägypten, Bahrain und dem Jemen entwickelten sich aus den Protesten der Bevölkerung gegen die von Washington unterstützten tyrannischen Marionettenregime. Die Proteste gegen Gaddafi andererseits, der keine westliche Marionette ist, wurden offenbar von der CIA im Osten Libyens organisiert, wo sich die größten Erdölreserven befinden und China erhebliche Investitionen im Energiebereich getätigt hat.

80 Prozent der libyschen Erdölreserven befinden sich Berichten zufolge im Sirte-Becken in

Ostlibyen, das jetzt von den von Washington unterstützten Aufständischen kontrolliert wird. Da 70 Prozent des libyschen Bruttoinlandsprodukts auf die Erdölförderung und damit zusammenhängende Wirtschaftsbereiche zurückgehen, würde das Gaddafi-Regime mit seinem Sitz in Tripolis im Falle einer erfolgreichen Teilung Libyens den größten Teil seiner Einnahmen einbüßen.

Die Chinesische Volkszeitung berichtete am 23. März in ihrer Internetausgabe, China sei federführend an 51 Großprojekten in Libyen beteiligt. Nach dem Ausbruch des Krieges mussten diese Projekte vorläufig eingestellt und 30.000 chinesische Arbeiter aus Libyen evakuiert werden. Chinesische Unternehmen berichteten bereits, sie rechneten mit Verlusten in Höhe von Hunderten Millionen Yuan.

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Kriegserklärung: Gaddafi plante Verstaatlichung der libyschen Ölfelder

Veröffentlicht: 3. April 2011 von infowars in Geopolitik, Krieg
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Muammar al-Gaddafi plante seit 2009 die Verstaatlichung der lybischen Ölfelder – damit hat er den Globalisten den Krieg erklärt

Kurt Nimmo, Infowars.com, 29.03.2011

Die Koalition der Globalisten ist überhaupt nicht daran interessiert, das libysche Volk vor Muammar al-Gaddafi zu schützen. Die Flugverbotszone und die Angriffe auf das libysche Militär seitens der NATO und der USA haben überhaupt nichts mit Demokratie und freien Wahlen zu tun. Es geht um Öl – und darum, wem es gehört.

2009 kam Gaddafi das böse Unwort über die Lippen – Verstaatlichung. Ja, und zwar nicht nur die Verstaatlichung der libyschen Ölfelder, sondern aller Ölfelder in der gesamten Region. Aus Sicht der Globalisten wurde Gaddafi so zu einem gefährlichen Irren, einem Abtrünnigen, der ersetzt werden muss.

„Die ölexportierenden Länder sollten sich aufgrund des starken Preisverfalls beim Öl für eine Verstaatlichung aussprechen. Wir müssen dieses Problem auf den Tisch bringen und ernsthaft darüber diskutieren. Das Öl sollte dieses Mal dem Staat gehören, damit wir die Preise durch die Erhöhung oder Absenkung der Produktion besser kontrollieren können.“ so Gaddafi.

Es war vorherzusehen, dass aufgrund von Gaddafis Erklärung bei Anglo-Dutch Shell, British Petroleum, Exxon Mobil, Hess Corp., Marathon Oil, Occidental Petroleum, Conoco Phillips, der spanischen Firma Repsol, der deutschen Firma Wintershall, der österreichischen Firma OMV, der norwegischen Firma Statoil, Eni und bei Petro Canada alle Alarmglocken schrillten.

In einem Artikel auf der Internetseite von Prawda wurde gemeldet, dass der staatseigene Ölkonzern Libyens, National Oil, 2008 einen Bericht über die Thematik angefertigt hatte, worin Beamte vorschlugen, die Vereinbarungen mit ausländischen Konzernen bezüglich der Produktionsaufteilung zu verändern, um die Staatseinnahmen zu erhöhen.

Hätte man diese Vertragsänderungen umgesetzt, wären die Öleinnahmen Libyens um USD 5,4 Milliarden gestiegen. Reuters und die Konzernmedien berichteten über die Pläne.

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Stellungnahme des US-Abgeordneten Ron Paul vor dem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses für Auswärtige Angelegenheiten, 31.03.2011

Ron Paul, Infowars.com, 01.04.2011

Das amerikanische Volk ist wieder einmal in einen verfassungswidrigen, nicht öffentlich erklärten, illegalen und törichten Krieg hineingezogen worden. Das ist kein Krieg, mit dem die Vereinigten Staaten auf einen Angriff reagieren. Das ist kein Krieg gegen ein Regime, das den USA gedroht hat. Es ist ein Präventivkrieg.

Der Präsident hat nie behauptet, dass in Libyen große Mengen an Menschen abgeschlachtet worden wären. Vielmehr hat der Präsident – bisher – fast USD 1 Milliarde für die Bombardierung eines Landes ausgegeben, da die libysche Regierung irgendwann ihren Zivilisten schaden könnte.

Der Präsident beriet sich mit der NATO, mit den Vereinten Nationen und mit der Arabischen Liga bezüglich der Erlaubnis und Freigabe, US-Streitkräften gegen Libyen einzusetzen. Er ignorierte bloß die eine Organisation, welche die rechtliche Autorität besitzt, ihm diese Erlaubnis einzuräumen – den US-Kongress.

Während wir bisher weder glaubwürdige Beweise gesehen haben, noch behauptet worden ist, dass das Gaddafi-Regime ein umfassendes Massaker an libyschen Zivilisten durchgeführt hat, sehen wir nun eine zunehmende Zahl an Meldungen über Zivilisten, die durch Luftangriffe der Streitkräfte getötet worden sind, die sie angeblich schützen sollen! Es scheint, als würden wir genau das Problem in die Welt setzen, das unsere Intervention angeblich verhindern soll.

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US-Präsident Barack Obama redet sich den Libyenkrieg schön

Veröffentlicht: 1. April 2011 von infowars in Geopolitik, Krieg, Obama, USA, Völkermord
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Wolfgang Effenberger

Angesichts wachsender Kritik im eigenen Land verteidigte der US-Präsident am Montagabend den von der westlichen Wertegemeinschaft geführten Militäreinsatz in Libyen. In der vom Fernsehen übertragenen Rede betonte Obama, dass es gelte, ein Massaker und eine humanitäre Katastrophe in Libyen zu verhindern. Das dürfte jedoch bei vielen US-Amerikanern auf taube Ohren stoßen. So appelliert Obama an die amerikanischen Werte: Es wäre ein Betrug an ihnen, sagt Obama, wenn man hier, wo man eingreifen kann, davor zurückschreckt. Mit dem Bekenntnis, dass aber auch die Interessen der USA auf dem Spiel stehen würden, konnte Obama sicherlich punkten.

Schon vor Beginn der Operation mehrten sich in Obamas Umfeld die skeptischen Stimmen über die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen. Pentagon-Chef Robert Gates dämpfte die Erwartungen und wies auf die Komplexität einer Militäroperation hin: »Lasst uns die Sache beim Namen nennen«, sagte er vor einem Kongressausschuss. »Eine Flugverbotszone beginnt mit einem Angriff auf Libyen, um die Flugabwehr zu zerstören.« Drei Tage später betonte Gates bei einem Besuch in Ägypten, dass es keine zeitlichen Vorgaben für ein Ende des militärischen Einsatzes in Libyen geben würde. (1)

Ebenso zurückhaltend gab sich Bill Daley, der neue Stabschef im Weißen Haus: »Eine Menge Leute reden über eine Flugverbotszone, als wäre es ein Videospiel oder so etwas«, sagte er dem US-Sender NBC. »Wer darüber auf diese Weise redet, hat keine Ahnung, wovon er spricht.« (2)

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Fakt und Fiktion um Libyen

Veröffentlicht: 27. März 2011 von infowars in Geopolitik, Krieg
Fakt und Fiktion um Libyen

Die Informationspolitik von Regierungen ist im Kriegsfall in aller Regel nur ein weiteres Element der Kriegsführung; so ziemlich alles erscheint genehm um die gewünschte Unterstützung oder Passivität in der Bevölkerung zu generieren. Selbst “unkonventionelle” bzw. “spezielle” Operationen dienen diesem Zweck, gemeint sind psychologische Kriegsführung und im schlimmsten Fall Terror unter falscher Flagge.

Folgendes ist das Märchen, i.e. die offizielle Darstellung der Situation in Libyen:

Ein spontaner Volksaufstand wurde von Gaddafi brutal mit Beschuss durch seine Luftwaffe beantwortet. Reihenweise mähten Soldaten aus der Luft friedliche Demonstranten nieder und töteten selbst verwundete Rebellen in ihren Lazarett-Betten. Amateurhafte Kämpfer aus der Bevölkerung organisierten sich eigenständig und versuchten nach Kräften, das diktatorische Regime durch ein freiheitlich-demokratisches System zu ersetzen.

Fakt:

US-Administrationen planten seit geraumer Zeit einen Regimewechsel und unterstützen zu diesem Zweck professionelle Soldaten aus Gruppen wie der Nationalen Libyschen Befreiungsfront (NFSL) mit Geld, nachrichtendienstlichen Informationen, Ausbildung und Waffen. Beabsichtigt ist kein unabhängiger, freier Staat sondern schlicht ein neues Vasallenregime mit radikalem muslimischem Charakter. Gaddafi und sein Militär kämpfen einen klassichen Bürgerkrieg in den sich fremde Nationen ohne eklatante Rechtsbrüche nicht militärisch einmischen dürfen.

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Die Stunde der Heuchler

Veröffentlicht: 23. März 2011 von infowars in Geopolitik, Krieg, Obama, USA

Wolfgang Effenberger

In der Nacht zum Freitag verhängte der UN-Sicherheitsrat mit seiner Resolution 1973 eine Flugverbotszone über Libyen »zum Schutz der Zivilbevölkerung« vor weiteren Angriffen der Luftstreitkräfte des Gaddafi-Regimes. Damit wurde nach dem Golfkrieg von 1991 zum zweiten Mal in der 66-jährigen Geschichte der Vereinten Nationen der Einsatz nahezu uneingeschränkter militärischer Zwangsmittel gegen ein Mitgliedsland autorisiert.

Noch am Tag zuvor hatten die USA und mit ihnen Südafrika, Nigeria und Gabun zum Teil erhebliche Bedenken vorgebracht. Doch nun vollzog die Obama-Administration nicht zuletzt auf Druck des Kongresses einen deutlichen Kurswechsel, dem auch die drei afrikanischen Staaten folgten.

Mit der von Frankreich eingebrachten Resolution 1973 wird bei Verstoß nicht nur die Bombardierung von Luftabwehrsystemen oder von libyschen Kampfflugzeugen oder –hubschraubern autorisiert. Es können sogar Luftangriffe gegen Gaddafis Regierungstruppen und ihre Panzer sowie gegen libysche Schiffe im Mittelmeer geflogen werden. Inzwischen gibt sich vor Libyen eine Armada verschiedener NATO-Kriegsschiffe ein Stelldichein. Ausdrücklich ausgeschlossen wird in der Resolution lediglich die »Stationierung von Besatzungstruppen jeglicher Art auf libyschem Territorium« (1). Nach einer Teilung des Landes könnte sich das aber sofort ändern.

US-Präsident Obama während seiner Erklärung zur Libyen-Resolution und dem bevorstehenden NATO-Einsatz. Man beachte, dass, wie bei allen Warnungen für den Adressaten, das Präsidentensiegel so in das Bild gerückt wurde, dass die linke Kralle des Seeadlers mit den 13 Pfeilen nicht übersehen werden kann. Quelle: Screenshot Tagesschau vom 19. März 2011, 01:00 Uhr.

Das eindeutige Signal wurde in Libyen verstanden. Der libysche Außenminister Mussa Kussa beeilte sich, die umfassende Beachtung der UN-Resolution zu versprechen und die Einstellung aller Kampfhandlungen anzukündigen.

Heute sollte nicht vergessen werden, dass im Vorfeld des Golfkrieges 1991 von der Public-Relations-Firma Hill & Knowlton (H&K) eine erwiesenermaßen erfundene und inszenierte Brutkasten-Story als reales Ereignis präsentiert wurde.

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Obamas Schweinebucht-Invasion in Libyen stellt eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes dar und ist somit ein klarer Verstoß gegen die UN-Charta

Webster G. Tarpley, Tarpley.net, 19.03.2011

Diplomatische Beobachter waren geschockt, als man die Resolution durch den UN-Sicherheitsrat peitschte, mit welcher der Einsatz „aller notwendigen Maßnahmen“ gegen Libyen gebilligt wurde. Die Charta der Vereinten Nationen schränkt militärische Maßnahmen unter Kapitel 7 ausdrücklich ein und erlaubt diese nur, wenn der internationale Frieden und die internationale Sicherheit in Gefahr sind.

Libyen hat zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit dargestellt, weshalb seitens der UN-Charta jedwedes Eingreifen in die inneren Angelegenheiten des Staates verboten ist. Der im aktuellen Falle zur Anwendung kommende Vorwand ist, dass wehrlose Zivilisten geschützt werden müssen, aber es ist klar, dass die Rebellen selbst eine militärische Kamptruppe darstellen.

Da kein Staat auf seinem eigenen Territorium als Aggressor auftreten kann, stellt die Resolution des UN-Sicherheitsrats einen massiven Verstoß gegen die UN-Charta dar. Russland, China, Brasilien, Deutschland und Indien enthielten sich ihrer Stimme. Die Resolution enthält darüberhinaus ein Waffenembargo gegen Libyen, gegen das die USA bereits verstoßen haben, da sie die Rebellen über Ägypten mit Waffen versorgen.

Es hat sich nun gezeigt, dass die US-Beamten, die Maßnahmen gegenüber Libyen forderten (die UN-Botschafterin Susan Rize, Samantha Power vom Nationalen Sicherheitsrat und die Außenministerin Hillary Clinton), ebenso kriegerisch sind, wie die Neokonservativen aus der Rumsfeld/Wolfowitz-Schule.

Die libyschen Luftstreitkräfte verfügen über 13 Flugplätze und rund 374 Kampfflugzeuge, von denen viele veraltet sind. Militärbeobachter werden die Aktivitäten von Gaddafis Luftabwehrsystem genau im Blick haben, welches hauptsächlich auf älteren russischen Boden-Luft-Raketen basiert. Gaddafi verfügt aber auch über mobile und tragbare Boden-Luft-Raketen.

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Die internationale Gemeinschaft reagiert auf die Krise in Fukushima – indem sie Libyen bombardiert

Paul Joseph Watson, Prisonplanet.com, 18.03.2011

Diejenigen, die sich vielleicht gefragt haben, was die „internationale Gemeinschaft“ geplant hat, um auf die sich weiter zuspitzende globale Krise des Kernkraftwerks in Fukushima zu reagieren, bekamen nun ihre Antwort: Man bombardiert Libyen.

Als hätte die Welt nicht bereits genug Chaos und Verwüstung erlebt, startet man jetzt auch noch einen weiteren illegalen Angriffskrieg in einer volatilen Region und verpackt das Ganze im orwellianischen Doppelsprech mit den Worten „Flugverbotszone“ und „humanitär“.

Oberst Gaddafi hat heute einen Waffenstillstand verkündet, was bezüglich der militärischen Eroberungspläne, mit denen es die Globalisten jetzt auf Libyen abgesehen haben, aber kaum etwas nützen dürfte.

Was an diesem widerwärtigen Spektakel besonders abscheulich ist, sind die Auffassungen der neoliberalen Linken – also derselben Leute, die sich so vehement gegen die Besetzung von Afghanistan und des Iraks aussprachen und nun als Claqueure für einen Krieg herhalten, der mit den Aktionen Gaddafis während des vergangenen Monats begründet wird. Die Tatsache, dass der US-amerikanische militärisch-industrielle Komplex bereits seit fast 3 Jahrzehnten versucht hat, Gaddafi zu entmachten, wird von diesen Neoliberalen zur selben Zeit völlig ausgeblendet.

Seit den frühen 80er Jahren koordinierten die CIA und der britische MI6 mit freundlicher Unterstützung von Osama Bin Laden und Al-Kaida die wiederholten Versuche, Gaddafi zu ermorden und in Libyen bewaffnete Rebellionen anzuzetteln. Jetzt, wo ihr letzter Versuch, Gaddafi zu stürzen – indem sie zahlreiche derselben Rebellengruppen und frühere Gefolgsmänner Gaddafis wie Mustafa Abd-Al-Jali unterstützten – so grandios scheiterte, treten die Vereinten Nationen auf den Plan und geben grünes Licht, um die Unterwürfigkeit der amerikanischen Linken auf diese Weise sicherzustellen.

Dank des Scheiterns der Rebellen, dem Aufbau permanenter US-Militärbasen in Libyen den Weg zu bereiten und die Ölreserven von über 46 Milliarden Barrel unter Kontrolle zu bekommen, bedarf es nun der Auferlegung einer „Flugverbotszone“. Eine „Flugverbotszone“ heißt natürlich nichts anderes, als dass sich niemand mehr im libyschen Luftraum aufhalten darf – außer natürlich britische, französische und amerikanische Kriegsflugzeuge, die auf braune Kinder Bomben abwerfen werden, als gäbe es kein Morgen mehr. „Flugverbotszone?“ Orwell würde sich im Grabe umdrehen?

Von den Neoliberalen wird das natürlich gefeiert. Wir sollten uns hier noch einmal daran erinnern, dass Krieg nur dann böse ist, wenn er nicht zuvor mit dem magischen Staub einer UN-Resolution und „humanitärer“ Rhetorik gesegnet wurde, denn das führt dann nämlich dazu, dass die ganzen Leichen, der Terror und die schreienden Kinder mit Todesangst die Sache auf einmal wert sind.

Die Tatsache, dass es sich bei Libyen um die reichste Ölnation Afrikas handelt, ist reiner Zufall. Träumen Sie weiter! Ach, im Übrigen läuft gerade Sport im Fernsehen. Schon bald wird man sich wieder mit einem Sechserpack Bier vor die Glotze hängen können, um die Luftangriffe zu genießen, so als wären es die schönsten Korbleger der Basketballprofis.

Trotz der Tatsache, dass die höchsten Vertreter neokonservativer Kreise über ihre neueste PNAC-Reinkarnation, der Foreign Policy Initiative, von Obama verlangten, dass er umgehend Luftangriffe gegen Libyen einleitet, ergötzen sich die Liberalen – die einst für über ein Jahrzehnt gegen die von PNAC angestoßene Doktrin der präventiven Kriegsführung Widerstand leisteten – an ihrer Verblendung, dass die mit dem Segen der Vereinten Nationen abgeworfenen Bomben nicht dasselbe Blutbad zur Folge hätten.

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