Die wahre Ursache für Hungersnöte in Äthiopien und überall auf der Welt: Sozialismus

Veröffentlicht: 23. Januar 2013 von infowars in Wirtschaft

von Roman Gordy

Noch sehr gut kann ich mich daran erinnern wie dekadent und schlecht ich mich mit meinem “kapitalistisch” gefüllten Bauch 1984 fühlte, als die Bilder einer schrecklichen Hungerkatastrophe über die Fernseher der wohlhabenden Welt flimmerten. Die Bilder aus Äthiopien gingen damals um die Welt und sind vielen Menschen bis heute mit großem Unbehagen im Gedächtnis geblieben: weit aufgerissene Kinderaugen in riesig wirkenden Kinderschädeln, apathisch wirkende junge Mütter mit dürren Babys auf den Armen, Auffanglager voll hungernder Menschen, die in entlegenen Dörfern aufgebrochen sind, um verzweifelt irgendwo Nahrung zu finden.

Dass im Kapitalismus nicht nur „böser“ Egoismus und „böser“ Wettbewerb angesagt sind, sondern auch ein beträchtlicher Teil der kapitalistischen Welt bereit ist, freiwillig Teile des kapitalistischen Überflusses an notleidende Menschen zu verschenken, zeigte folgende Tatsache: Die Gewissensbisse in der gesamten „kapitalistischen Welt“ ob dieser schrecklichen Bilder aus Äthiopien löste in den Jahren 1984/85 eine in der Menschheitsgeschichte einzigartige Welle der Hilfsbereitschaft durch private Spender, gemeinnützige Organisationen und westliche Regierungen aus. In der Folge wurden enorme Mengen von Geld und kapitalistisch erwirtschafteten Nahrungsmittel nach Äthiopien geschickt. Wohlhabende Musiker auf der ganzen Welt gaben Benefizkonzerte mit Projekten wie Live Aid, oder Band Aid. Wer erinnert sich nicht an Michael Jacksons Welthit “We Are The World”,  die mit 20 Millionen verkauften Exemplaren die meistverkaufte Single der bisherigen Musikgeschichte wurde. Trotz all dieser intensiven Aktionen der praktizierten Nächstenliebe aus kapitalistischen Ländern starben die Menschen in Äthiopien weiterhin zu Hunderttausenden.

Die wesentliche Ursache für dieses Desaster – so wurde es uns jedenfalls damals durch die Mainstream-Medien erklärt – sei eine lang anhaltende Dürreperiode in der Sahelzone gewesen. Andere Ursachen für diese schreckliche Hungersnot wurden uns zunächst erst mal nicht genannt.  Das Wichtigste war damals aber auch nicht die Frage nach den wahren Ursachen des äthiopischen Hungers,  sondern das sich in kapitalistischen Ländern möglichst viele gutgenährte Menschen möglichst viele Gewissensbisse machen,  möglichst viele Tränen weinten und – was das Wichtigste war: Möglichst viel Geld nach Äthiopien spenden. Bis heute interessieren in diesem Zusammenhang seltsamerweise kaum jemand die zwei allerwichtigsten Fragen – nämlich:  Erstens: Wieso war die damalige Regierung Äthiopiens nicht selbständig – also ohne ausländische Spenden – in der Lage das Hungerproblem des eigenen Volkes im eigenen Land zu lösen? Und zweitens: Wieso war die äthiopische Regierung nicht einmal TROTZ der vielen, vielen Millionen kapitalistischer Dollars die weltweit gespendet wurden in der Lage, das Hungerproblem im Land zu lösen?

Es gibt nicht viele Dinge auf unserem Planeten, die noch peinlicher sind als die Antwort auf diese Frage. Die Antwort ist nämlich so peinlich und so schmerzhaft, dass sie wahrscheinlich kein ehemaliger „kapitalistischer“ Spender jemals wirklich wahrheitsgemäß hören will. Die Antwort auf diese Frage ist möglicherweise sogar so grausam, dass es das bisherige Spendenverhalten von wohlhabenden, kapitalistisch eingestellten Menschen mit einem freigiebigen Herzen komplett revolutionieren könnte.

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Kommentare
  1. […] »Die wahre Ursache für Hungersnöte in Äthiopien und überall auf der Welt: Sozialismus […]

  2. Rosel Zierd sagt:

    Das ist ein Scheiß was Sie hier propagieren – der ewige Schmarrn des Kapitalisten. ‚Fakt ist, dass auch das Wirtschaften in der DDR intensiv von dem kapitalistischen Nachbarn beeinflusst wurde. Ich erinnere daran, dass die in dem 4. besten Bildungssystem der Welt der DDR die Fachleute weggelockt wurden in den kapitalistischen Westen und deshalb die Mauer hochgezogen worden war. Das konnte sich die DDR nicht leisten, die ja noch die Reparationskosten an Russland für den Schaden, den Deutschland angerichtet hatte bezahlen musste. Die BRD hat keine Reparationskosten bezahlt – aber sie wurde wieder hochgepäppelt – kapitalistisch durch den Marschall-Plan. Und die BRD holte sich ihre Arbeiter aus Griechenland, die Türkei usw. und nach 1980 ließ sie die DDR-Betriebe für sich arbeiten. Fast alle Konsumgüterbetriebe der DDR arbeiteten nur für den Westen, für Devisen. Heute lässt die BRD wieder von auswärts arbeiten, von Thailand, von Korea, von Vietnam, von China und aus Afrika – wenn 4 Wochen lang die Schiffe aus dem Ausland nicht mehr in Hamburg einlaufen, sind die Supermärkte leer.  Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.  Und mit dem neuen Gesetz der Zwangsmisshandlungen in den Psychiatrien hat diese christliche Regierung gerade erst kürzlich bewiesen, wessen Geist sie beherrscht – es ist die nahtlose Fortsetzung des Holocoust der Nazizeit und der Inquisition der christlichen Kirche. Warum schreiben Sie darüber keinen Artikel `?  Das wäre angebrachter, weil auch ehrlicher und nützlicher. Nur heute gibt es in diesem fictiven Staat deutsch nicht 3 KZ, sondern 200 und überall sind sie fleißig dabei, diese zu erweitern und mit mehr Stacheldraht zu umwickeln.  Wer soll da wohl drin verschwinden?  Jährlich sterben Hunderttausende durch chemische Medikamente und chemische PsychoDrogen.  Kehren Sie besser den Dreck vor Ihrer eigenen Türe.  Also dieser Artikel ist so was von faul – dumm, borniert und abstoßend.  Schuld sind immer die anderen – das machen die Politiker auch so, die Polizisten sind schon perfekt in der Behauptung, die Opfer ihrer polizeilichen Gewalt wären selbst schuld und die Psychiater erklären ihre Kritiker für schuldig an den Morden, die sie fabriziert.  Ich habe darüber noch keinen Artikel bei Ihnen gelesen.  Rosel Zierd 

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  3. Hagos sagt:

    der wirkliche Grund der Hungernot ist falsche wie Immer Politik. Bezug auf Äthiopien von der 80er Jahre Regierung bis jetzige denkt nicht an volk nur Macht.DAs Land ist reich an wasser der Boden ist Fruchtbar statt das zubewirtschaften das volk zuselbsthilfe zubewegen zu unterstützen wir grundstücke zu ausland verpachtet ist das die richtige weg …..?

  4. Suomi sagt:

    Ein schauerlicher Bericht – ob der Schreiber die heutige Lage dort kennt, ob er mit den Menschen gesprochen hat? Das heute Afrika noch ausgeraubt wird hat ja leider nichts mit dem westlichen Kapitalismus zu tun!!!!!!!!!!!!!?

  5. HansPampel sagt:

    Leider werden hier seit einigen Monaten immer schlechtere Artikel geteilt. Vor allem Anti-Sozialismus Propaganda zur beschönigung des Kapitalismus sind hier wohl gerade in Mode…
    Schade, dass die Qualität stets sinkt. Dieser Artikel scheint die Fortsetzung der letzten
    Wochen/Monate zu sein…

  6. Ralf Lohmüller sagt:

    Oh man, dass der Sozialismus nicht funktionieren kann, da die Geldumverteiler immer früher oder später korrumpiert werden oder durch korrupte Geldumverteiler ersetzt werden werden, wollt ihr wohl einfach nicht einsehen.
    Schrecklich diese einprogrammierte Sturheit das System auf Teufel komm raus zu verteidigen!

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