Forderungen nach Genozid in Gaza

Veröffentlicht: 22. November 2012 von infowars in Israel, Video Clips

dontyoubelievethehype.com

Der Apfel faellt nicht weit vom Stamm. Der Sohn des ehemaligen Ministerpraesidenten und Kriegsverbrechers Ariel Sharon wirbt in diesem Beitrag in der Jerusalem Post offen fuer einen Genozid an den Palaestinensern. Er haelt nichts davon, auf halben Wege aufzuhoeren, und fordert eine (End)Loesung fuer das Problem.

Er vergleicht Gaza mit einem Dschungel und behauptet, dass alle Einwohner von Gaza legitime Ziele seien. Sie alle waeren nicht unschuldig, denn sie haetten ja die Hamas gewaehlt. Deswegen muesste man Teile von Gaza, ja sogar ganz Gaza plattmachen. Die Amerikaner haetten ja auch nicht nach Hiroshima gestoppt. Als die Japaner sich nicht ergaben, haben sie die zweite  Atombombe auf Nagasaki geworfen.

Auch fordert er, die Lieferung von Gas, Strom etc. nach Gaza einzustellen. Die Bilder, die man dann aus dem Gaza-Streifen im Fernsehen sehen wuerde, waeren zwar ‘unschoen’, aber der Sieg waere gewiss, und das Leben der eigenen Soldaten wuerde man dadurch retten.

Die Frage, die ich mir stelle ist, wie eine Atombombe (oder die Sanktionen die Gilad Sharon fordert) zwischen Hamas-Waehlern und Hamas-Nichtwaehlern unterscheiden soll. Und ich kann auch nicht verstehen, wie eine serioese Zeitung, wie die Jerusalem Post, so einen menschenverachtenden Artikel im Stil des Wollt-ihr-den-totalen-Krieg Aufrufes veroeffentlichen kann.

Die Reaktionen im Kommentarbereich zeigen, dass die meisten Israelis von solch einer Forderdung angewidert sind. Zum Glueck.

Es geht weiter…

Der Vize-Verteidigungsminister Israels, Matan Vilnai, sagte in einem Interview, dass je mehr die Palaestinenser Raketen nach Gaza feuern, desto mehr wuerden sie ein noch “groesseren Holocaust” ueber sich bringen.

Waherend die Palaestinenser regelmaessig das Wort “Holocaust” benutzen, um auf ihre Situation und auf die Taten Israels aufmerksam zu machen, wird es von den Israelis so gut wie immer vermieden, weil man die Situation der Palaestinenser nicht mit der Judenverfolgung im Dritten Reich vergleichen koenne. Um so erstaunlicher ist es, dass der Minister es in diesem Zusammenhang benutzt hat.

Die Aussage hat eine Kontroverse in Israel ausgeloest, und prompt versuchten die Regierungsvertreter es zu relativieren: Der Vize-Verteidigungsminister meine nicht den Holocaust, sonder eigentlich “Katastrophe, Unglueck”.

Es geht weiter…

Das Ziel der Operation sei es, Gaza zurueck ins Mittelalter zu befoerdern. Nur dann gaebe es Frieden fuer 40 Jahre in Israel. Diese Aussage stammt von dem Innenminister Israels, Eli Yishai.

Der Gaza-Streifen hat ca. 2 Mio. Einwohner und ist eines der dichtbesiedelsten Gebiete auf der Erde. Es ist traurig mit anzusehen, wie einige Vertreter des juedischen Volkes, – welches ueber Jahrhunderte verfolgt wurde und so viel gelitten hat – alle Tabus zu brechen scheinen, und sogar nicht davor zurueckschrecken, einem anderen Volk aehnliches anzutun (ohne zu unterscheiden zwischen Schuldigen und Unschuldigen, Kaempfern und Zivilisten, Maenner, Frauen, Kindern, etc.), was sie teilweise selber durchleben mussten. Das Schlimme daran ist, dass einige der Aussagen nicht von irgendjemanden oder dem Mob auf der Strasse getaetigt wurden, sondern von ranghohen Regierungsvertretern.

Hoffen wir, dass die Vernuenftigen, die es zum Glueck zuhauf in Israel gibt, nicht Muede werden, erfolgreich dagegenzuhalten.

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