Archiv für 18. November 2012

Gerhard Wisnewski

 

Berichte über Gräueltaten der israelischen Armee in den Palästinensergebieten gibt es jede Menge. Aber noch nie haben ehemalige israelische Soldaten selbst ausgepackt. Und zwar im O-Ton und ungeschminkt. Zusammengetragen wurden die erschütternden Zeugnisse in einem neuen Buch: Breaking the Silence.

 

Nablus in den autonomen Palästinensergebieten. Eine Nacht im Jahr 2002. Israelische Fallschirmjäger haben ein Hausdach eingenommen und beobachten einen unbewaffneten Mann, der zwei Häuser weiter auf einem anderen Dach herumläuft. Sie nennen ihn den »Späher«. Doch was macht er da? Beobachtet er wirklich die Israelis? Oder kann er bloß nicht schlafen? Niemand wird es je erfahren. Denn wenig später ist der Mann tot – erschossen von einem israelischen Scharfschützen. Doch das ist noch nicht einmal das Besondere an dem Fall. Das Besondere daran ist, dass dieser Vorfall nicht von Palästinensern oder ihren Sympathisanten

erzählt wird, sondern von ehemaligen israelischen Soldaten selbst. Hunderte von Veteranen haben die Nase voll von den Gräueltaten der Besatzungsarmee und haben sich in der Gruppe Breaking the Silence zusammengeschlossen, um ihre authentischen Berichte von der »Front« zusammenzutragen – und zwar im Originalton: »Ich habe den Mann durch das Nachtsichtgerät gesehen«, berichtet zum Beispiel ein israelischer Fallschirmjäger über den oben geschilderten Fall: »Er war unbewaffnet. Es war zwei Uhr früh. Ein unbewaffneter Mann lief auf einem Dach herum, er lief einfach nur herum. Wir haben es dem Kompaniechef gemeldet. Der Kompaniechef hat gesagt: ›Erschießen Sie ihn.‹ Der Scharfschütze hat geschossen, er hat ihn erschossen. Der Kompaniechef hat entschieden, hat über Funk ein Todesurteil gegen diesen Mann erlassen…für mich ist das Mord.«  Und zwar nicht der einzige. Bei der israelischen Armee lacht man über solche Fälle, berichtet der Ex-Soldat in dem Buch Breaking the Silence, das nach der Veteranengruppe benannt wurde. Für die Getöteten gab es Codenamen. Neben dem »Späher« zum Beispiel auch den »Trommler«, die »Frau«, den »alten Mann«, den »Jungen« oder den »Bäcker«.

 

 

Nachts, wenn die Armee kommt…

 

Nachts, wenn in den Palästinensergebieten die israelische Armee kommt, um einen Verdächtigen zu verhaften, werfen die Soldaten erst mal Steine gegen die Haustür, damit die Bewohner aufwachen. »Wenn das nicht funktioniert, dann schießt man in die Luft oder in die Wand«, berichtet ein ehemaliges Mitglied einer Spezialeinheit.  Als man einmal zwei Verdächtige habe verhaften wollen, schoss eine Einheit des Militärs mit einem Maschinengewehr in die Wand: »Eine Salve, fünf, sechs Mal: rat-tat-tat-ta, so … sie haben viel und wiederholt geschossen, es war gegen das Standardverfahren…in dem Haus waren zu dem Zeitpunkt Menschen, sie kamen heraus, Kinder, Alte, Frauen … ich sage mal, es gibt Wände, auf die du mit dem Maschinengewehr schießt, und … es geht durch.« Nachdem der Verdächtige aus einem anderen Haus gekommen sei, habe er ihn dem Brigadekommandeur übergeben. Der habe beschlossen, »den Gefangenen auch daran zu erinnern, wer hier der Boss ist, wer der Jude und wer der Araber, wer der Gefangene ist, und er hat ihm vielleicht zwei, drei, vier Stöße versetzt, mit dem Ellenbogen in die Rippen, ein Tritt in den Arsch, alle möglichen…«

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Die Partnerschaft Israels mit der Hamas

Veröffentlicht: 18. November 2012 von infowars in Israel, Terror unter falscher Flagge

wahrheitssuche.org

Von Paul Joseph Watson

Die Hamas – gegründet und finanziert durch Israel

Israels angeblicher Erzfeind, die Terrorgruppe Hamas, wurde von Israels herrschender Likud-Partei gegründet und finanziert und sie wird bis in diese Tage von jenen politischen Institutionen mit Geld überhäuft, die eine Eine-Welt-Regierung vorantreiben. Das ist nicht meine Meinung und ich bresche hier nicht mit einer exklusiven Geschichte hervor. Das ist eine dokumentierte Tatsache, die von Mainstream-Medien berichtet und von angesehenen Leuten in den Regierungen der USA und Israels und von Geheimdiensten veröffentlicht wurde.

Die Zielsetzungen der Hamas sind mit denen der Likud-Partei aufeinander abgestimmt – um jeden Preis ohne offizielle Abmachung. Wann immer die Aussicht auf einen funktionierenden Friedensvertrag zwischen den Israelis und Palästinensern auftauchte, jagte die Hamas oder eine ihrer Abkömmlinge, einen Bus, ein Restaurant oder ein Hotel in die Höhe. Das gab Israel die Rechtfertigung, die es brauchte, um jede mögliche Verständigung untereinander zu beenden und die Besetzung der umstrittenen Gebiete weiter auszubauen. Alles, was man dann von außen sieht, ist Gemetzel, Tod und eine Mainstream-Presse, die die Themen so darstellt, als ob diese Grausamkeiten irgendwie die Wünsche der palästinensischen Bevölkerung ausdrückten.

Die Globalisten haben kein Interesse daran, den Konflikt beizulegen und werden ihn benutzen, um schrittweise über mehrere Jahre einen fast apokalyptischen dritten Weltkrieg einzuleiten, der ihr boshaftes Reich endgültig etablieren wird. Die Endphase ist ein wie für die Bühne inszenierter „Kampf der Kulturen“ zwischen der arabischen Welt, vielleicht unterstützt durch China, und dem Westen. (mehr …)

Prof. Michel Chossudovsky

 

Am 14. November wurde der Militärchef der Hamas, Ahmed Dschabari, durch einen israelischen Raketenangriff ermordet. Dieser Angriff weist eine zynische Ironie auf, denn wenige Stunden zuvor war der Hamas der Entwurf eines permanenten Waffenstillstandsabkommens mit Israel übermittelt worden.

 

»Stunden vor der Ermordung des starken Mannes der Hamas, Ahmed Dschabari, hatte dieser den Entwurf eines permanenten Waffenstillstandsabkommens mit Israel erhalten, das Mechanismen zur Aufrechterhaltung der Waffenruhe vorsah, sollten Konflikte zwischen Israel und den im Gazastreifen lebenden Gruppen aufflammen.« (Haaretz, 15. November 2012)

 

Nach der gezielten Tötung Ahmed Dschabaris schlossen sich anhaltende Luftangriffe im Rahmen der Operation »Feuersäule« an. Letztere umfasst eine sorgfältig ausgearbeitete militärische Operation, in deren Rahmen Kampfflugzeuge vom Typ F-16, Apache-Kampfhubschrauber und Drohnen eingesetzt werden. Die israelische Kriegsmarine feuerte aus den Gewässern vor der Küste Gazas auf zivile Ziele.

 

 

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat dieses Szenario militärischer Eskalation bestätigt und machte die Palästinenser verantwortlich, denen er aggressive Provokationen vorwarf:

»Die Provokationen, unter denen wir zu leiden hatten, und der Raketenbeschuss auf die Siedlungen im Süden Israels haben uns zu diesem Vorgehen gezwungen. Ich möchte in aller Deutlichkeit erklären, dass die israelischen Bürger unter solchen Aktionen nicht zu leiden haben werden. Es geht darum, die Raketenstellungen zu treffen und die Hamas-Organisation zu schädigen.«

Als Reaktion auf die israelischen Angriffe wurden Dutzende weiterer Raketen von der Hamas gegen Israel abgefeuert. Dass die Palästinenser so reagieren würden, war den israelischen Planern bekannt. Die daraus folgenden Opfer in der israelischen Zivilbevölkerung werden nun dazu benutzt, eine weitere militärische Eskalation aus »humanitären Erwägungen« zu rechtfertigen.

 

Wir haben es hier mit einer sorgfältig geplanten Operation, einer eindeutigen Provokation zu tun. Der Tod israelischer Zivilisten (den die Militärexperten und -Planer der israelischen Streitkräfte vorausgesehen haben) wird nun dazu benutzt, die Unterstützung der israelischen Öffentlichkeit zu gewinnen.

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Gerhard Wisnewski

Die Hamas ballert mit Raketen, Israel sagt danke – und schon haben wir den schönsten Krieg. So weit, so fadenscheinig. Doch was das hauptsächlich für Raketen sind, die da aus dem Gazastreifen nach Israel fliegen, erfährt die Öffentlichkeit natürlich nicht. Und die Hintergründe des Konflikts schon gar nicht. Gerhard Wisnewski hat recherchiert – mit überraschenden Ergebnissen…

Die Waffenruhe während des Besuchs des ägyptischen Ministerpräsidenten Hescham Kandil im Gaza-Streifen am 16. November 2012 hielt nicht lang. »In nur zwei Stunden feuerte die Hamas 50 Raketen auf israelisches Gebiet«, berichteten die Medien. Raketen? Für einen Westler, der dabei an moderne Lenkwaffensysteme denkt, klingt das natürlich nach einem

bedrohlichen militärischen Angriff. Doch wenn man genauer hinsieht, erlebt man eine Überraschung. Nehmen wir zum Beispiel eine Rakete, die die palästinensische Organisation Hamas laut Medienberichten auf ein Einkaufzentrum in Tel Aviv abgefeuert haben soll.

Wobei sich bereits die Frage stellt, warum die Hamas Einkaufszentren beschießen sollte, denn das ist ohne jeden militärischen Nutzen, bringt die israelische Zivilbevölkerung gegen die Palästinenser auf und rechtfertigt nur israelische »Gegenmaßnahmen«.

Hamas-Raketen treffen praktisch nie

Doch das vorerst nur am Rande, denn die Rakete traf überhaupt nicht. Vielmehr lag sie völlig daneben. Der israelischen Polizei zufolge ist die Rakete ins Meer gestürzt. Laut der israelischen Zeitung Haaretz schlug das Geschoss »im offenen Gelände« ein. Getroffen hat es jedenfalls nicht. Und das ist nicht etwa ein Missgeschick, sondern die Raketen der Hamas treffen praktisch nie. Laut einem anderen Bericht der Haaretz vom 16. November 2012 wurden seit Beginn der Feindseligkeiten zwar »550 Raketen Richtung Israel abgefeuert«, aber nur 26 davon seien überhaupt »in bewohnten Gegenden« explodiert – also fünf Prozent. Auch das sind aber noch keine Treffer. Tatsächlich berichtete Haaretz in diesem Zusammenhang auch nichts von schweren (Personen-) Schäden: »Eine Frau wurde leicht verletzt und einige Anwohner erlitten Angstattacken«. Alles in allem zählt der Bericht neben den drei Toten vom 15. November in Kiriat Malachi etwa eine Handvoll Verwundete durch die palästinensischen Geschosse auf.

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Der Gazastreifen – ein Gefängnis

Veröffentlicht: 18. November 2012 von infowars in Israel, Völkermord
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Gaza, 17. November – Mit einer Fläche von nur 362 Quadratkilometern und 1,6 Millionen Einwohnern ist der Gazastreifen eines der dichtestbesiedelten Gebiete der Welt. Das Palästinensergebiet, das kleiner als das Bundesland Bremen ist, erstreckt sich über 45 Kilometer entlang der Mittelmeerküste, hat aber nur eine Breite von sechs bis zehn Kilometer. In nord- und südöstlicher Richtung grenzt es an Israel, im Südwesten an die ägyptische Sinai-Halbinsel.

Nach dem Waffenstillstand zwischen Israel und Ägypten 1949 wurde der Gazastreifen unter ägyptische Verwaltung gestellt, in den folgenden Jahrzehnten jedoch immer wieder von israelischen Truppen besetzt. 1994 wurde die Region palästinensisches Autonomiegebiet, bis September 2005 zogen sich sämtliche israelischen Siedler zurück.

Rund 90 Prozent der Menschen im Gazastreifen leben in größeren Städten, die Versorgungslage ist vielerorts prekär. Die größte Stadt Gaza mit über 480.000 Einwohnern ist eigentlich Verwaltungssitz der palästinensischen Autonomiebehörde. Seit 2007 steht sie wie der gesamte Gazastreifen jedoch de facto unter der Kontrolle der islamischen Hamas.

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