»Das elfte Gebot: Israel darf alles«

Veröffentlicht: 2. September 2012 von infowars in Israel

Gerhard Wisnewski

 

Woher stammt der Satz in der Überschrift? Natürlich nicht von einem »Goi«, einem Nichtjuden. Denn diese dürfen nicht frei über Israel reden. Von welcher geheimnisvollen Person stammt der Satz aber dann? Vorab nur so viel: Es handelt sich um den Titel eines neuen Buches, in dem – um es auf Jiddisch zu sagen – Tacheles über Israel und seine Lobby in Deutschland geredet wird. Das dürfen Sie und ich zwar nicht. Aber lesen dürfen wir das Buch schon. Jedenfalls noch…

 

 

Um es gleich vorweg zu sagen: Die Autorin dieses Buches ist über jeden Verdacht erhaben, Antisemitin zu sein. Sie selbst ist nicht nur Jüdin und mit einem Juden verheiratet, sondern auch die Tochter eines Juden, der immer auf Verständigung zwischen seinem Volk und den Deutschen aus war. Es handelt sich um Evelyn Hecht-Galinski, Tochter von Heinz Galinski, der bis zu seinem Tod 1992 Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland war. Wahlspruch: »Ich habe Auschwitz nicht überlebt, um zu neuem Unrecht zu schweigen.« Genau diesem Motto fühlt sich

Galinskis Tochter Evelyn verpflichtet. Sie ist so etwas wie das Gewissen des Zentralrats der Juden in Deutschland und legt sich auf diese Weise unerschrocken mit dem Zentrum der hiesigen Israel-Lobby an.

 

 

Das elfte und das zwölfte Gebot

 

Die »Belohnung« dafür ist – wie immer in solchen Fällen – die Ausgrenzung aus der Gesellschaft und die Ausblendung aus der Berichterstattung der herrschenden Claqueur-Medien. Dennoch – oder gerade deshalb – tut es gut, jemanden ohne den üblichen psychologischen Maulkorb reden zu hören. In ihrem Buch Das elfte Gebot: Israel darf alles redet sie Klartext über eine Reihe von Fragen, die Juden und Deutschen auf den Nägeln brennen, in den herrschenden Medien aber nicht ausreichend zur Sprache kommen. Wobei natürlich nichts ohne die Klärung des Unterschieds zwischen Antisemitismus und Antizionismus geht. Nach dem zwölften Gebot: was die einen in einen Topf werfen, sollst du wieder trennen, arbeitet sie die gezielte Begriffsverwirrung wieder auf. Jede Debatte um Israels Politik stehe »unter dem Schatten des Antisemitismus-Vorwurfs«, schreibt sie. Zwar soll man Israel kritisieren dürfen, »aber wer es wirklich wagt, der ist automatisch ein Judenhasser«. Ein praktischer Trick, um jede Diskussion über Israel abzuwürgen. Denn ein Antisemit steht im gesellschaftlichen Ansehen ganz unten, vergleichbar mit einem Kinderschänder. Schließlich sind es Antisemiten, die Millionen von Menschen auf dem Gewissen haben. Auf diese Weise steht ein Israelkritiker implizit als Massenmörder da. Weshalb hohe deutsche Gerichte die Bezeichnung »Antisemit« auch als schwerwiegende Ehrverletzung einstuften und Betroffenen bereits Schmerzensgeld zuerkannten.

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