Archiv für 26. Juli 2012

von Alexandra Ringling

Sie kommen nachts, früh morgens, bei Anbruch der Dämmerung: Mit Maschinenpistolen im Anschlag stürmen sie Grundstücke, Wohnhäuser und Bürogebäude: Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei, die nur in besonderen Gefährdungssituationen losgeschickt werden – eigentlich. Denn immer wieder gibt es auch in Norddeutschland Fälle, in denen das SEK bei völlig unbescholtenen Bürgern die Wohnung stürmt.

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Freitag abend wurde auf Slate eine sehr verstörende Meldung veröffentlicht, die aufgrund Ihres Veröffentlichungszeitpunktes kaum Beachtung fand. In dieser legt der Autor,  – Ryan Gallagher – dar, wie Microsoft (MSFT) scheinbar einige raffinierte und fast unbemerkbare Veränderungen am beliebten Rufserviceanbieter Skype durchgeführt hat, der das Abhören jeder Ihrer Anrufe ermöglicht. Forbes Mitarbeiter Anthony Wing Kosner  hatte die Veränderungen bereits am 18. Juli in einem frühren Post kritisiert.

Gerüchten zufolge hätte Microsoft die Änderungen entweder aufgrund von oder in Erwartung von Druck durch diverse Regierungsinsitutionen durchgeführt.

Schockiert? Ich war’s auf jedenfall.
Einer der Gründe für Skype’s schnellen Aufstieg war, dass viele Nutzer glaubten dass die luxemburgischen Gründer sich bemüht hatten, den Rufservice besonders sicher und verschlüsselt anzulegen.

Im Mai 2011 jedoch, kündigte Microsoft an Skype für 8,5 Millarden Dollar zu kaufen, und dass Skype eine eigene Abteilung bei dem Software-Riesen darstellen sollte. Von Anfang an wunderten sich sehr viele, wie Microsoft diese hohen Summen für den Kauf eines Rufservices rechtfertigen konnte, der die meisten Nutzer gar nichts kostet und die Nutzer weitesgehend kostenlos miteinander telefonieren lässt. Microsoft ließ verlauten, dass man an Skype’s weltweiter Führungsposition im Voice-over-IP  interessiert sei und dass man sicher sei, dass man den Service neben den anderen beliebten Softwareprodukten verkaufen könne.

Bemerkenswert ist, dass Microsoft bereits 2007 seine letzte große Multi-Millarden-Dollar Errungenschaft für 6.2 Millarden Dollar abschreiben musste, nachdem sie 2007 6.3 Millarden Dollar für aQuantive gezahlt hatten. Da ist es schwer sich nicht zu fragen, ob sie mit Skype nicht den selben Fehler machen. Doch wir werden sehen….

Wie Gallagher betont, wurde “im Juni [2011], ein Patent für die legale “Abhörtechnologie” an Microsoft vergeben, die mit VOIP Services wie Skype zusammen benutzt werden kann, um “unauffällig Kommunikation zu kopieren, die während des Gespräches übermittelt wurde”.

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