Archiv für 12. Juli 2012

Der Gedanke an Zwangsabgaben scheint in Deutschland die einzige Antwort auf Strukturprobleme. Der Staat nimmt alles, was er kriegen kann, aber haushalten kann er trotzdem immer noch nicht besser

Das hat uns jetzt gerade noch gefehlt: eine Abgabendebatte. In schöner Regelmäßigkeit präsentiert das eher sozialdemokratische DIW seine Idee einer Vermögensteuererhöhung, für die Ökonomen der einzige Weg, um der Staatsverschuldung Herr zu werden und „zukunftstauglich“ zu sein und „gerecht“ allemal, ach, so schöne Worte.

Dieses Mal geht man sogar noch einen Schritt weiter und schlägt Zwangsanleihen vor. So was kennt man noch aus dunkelsten Kriegszeiten. Ist es etwa schon so weit? Der Gedanke an Zwangsabgaben, die man Bürgern auferlegt, scheint in Deutschland die einzige Antwort auf jedes erdenkliche Strukturproblem. Ist ja auch bequemer, als zu überlegen, wie man vielleicht besser haushalten oder gar sparen kann. Und passt zur weitverbreiteten Elitenverachtung und zum Sozialneid.

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