Archiv für 11. Juli 2012

Unvergessen die Lügen der Kriegsverbrecher Fischer und Scharping vom Massaker in Rugovo, die den Vorwand für den völkerrechtswidrigen Krieg der NATO gegen Jugoslawien erst möglich machten. 

Wir haben allen Grund, deshalb Informationen über die Verwicklungen der NATO-Geheimdienste ernst zu nehmen, anderseits aber auch mit Sorgfalt zu prüfen. Auf jeden Fall muss dies öffentlich geschehen. 

Den folgenden Artikel hab ich beim Blog hinter-der-fichte entdeckt. Er zeigt die Perversität des Krieges und die heuchlerische Kriegsführung der Nato im Jugoslawien-Krieg.

Mladic-Prozess: Französischer Schlapphut mit Gewissensbissen?

Pünktlich zur Fortsetzung des Prozesses gegen Ratko Mladic in Den Haag taucht u. a.  in Teheran plötzlich eine zugegebenermaßen interessante Geschichte über mögliche Hintergründe der Vorgänge in Srebrenica 1995 und die Rolle der NATO auf. Sie ist es wert beleuchtet zu werden. Unsere Einschätzungen finden Sie am Ende des Artikels. Wir bringen wesentliche Auszüge aus PressTV und einem zitierten Pravda-Artikel.

PressTV berichtet undatiert:

Die NATO steckt hinter den Tötungen von Muslimen in Srebrenica

Eines der grausamsten Ereignisse der jüngeren Geschichte ist das Massaker von Srebrenica von 1995, verübt von einer paramilitärischen Gruppe, bekannt als „Skorpione“. Jetzt gibt es einen Top-Zeugen und stapelweise offizielle Dokumente die ausdrücklich beweisen, dass es einen Befehl der NATO gab; nicht nur, dass die Holländer sich „zurückhielten“, was zu den Morden führte, sondern sie (die NATO) rekrutierte, bezahlte und kontrollierte die Skorpione auch.

Der Prozess gegen Ratko Mladic zeigte möglicherweise die Demontage des Internationalen Strafgerichtshofes (ICC)  war oder sollte sie zumindest sein. Timothy Blanchford-Henchly führte in SerbiaSOS aus “Das Ratko Mladic-Verfahren vor dieser Farce von Internationalem Strafgerichtshof – dieser Travestie von Justiz und Beleidigung des internationalen Rechtes, das Menschen kidnappt, sie illegal inhaftiert und die Prinzipien des Rechtsstaates nicht anwendet – wurde auf unbestimmte Zeit unterbrochen, nachdem die Anklage „vergaß“ Tausenden Seiten von Beweisen an die Verteidigung zu übergeben.“

Hintergrund

Es war dieser Schlüsselbeweis und dieser Zeuge, jetzt sicher in Belarus, das den Internationalen Strafgerichtshof (ICC)  veranlasste, den Prozess gegen Ratko Mladic zu stoppen. Die „Sündenbock“ -Dokumente-Show wurde vom französischen Geheimdienst DRM organisiert; in 70 Kommuniqués die wir haben.
Nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens waren außer den Muslimen und Christen noch andere Kräfte im Spiel. Zum einen der gewaltige internationale Drogenhandel. Er  war über Jahrzehnte von Fernost über Umschlagstellen in der Türkei und durch Jugoslawien geleitet worden. Falls der „status quo” ein Anzeichen für Absichten ist: Die NATO sitzt in Kosovo, Bulgarien, Rumänien und weitverbreitet in der Region; nun eine Region als Zentrum des Drogenschmuggels, internationaler Verbrechen und eine Region zunehmend ausgebaut zur Bedrohung Russlands oder Syrien oder Irans.

Auch das mag die Absicht der NATO gewesen sein, als die die Skorpion-Organisation schuf und die Befehle zum Abschlachten Tausender Zivilisten gab. Während des Zweiten Weltkrieges starben prozentual mehr Serben als irgendein anderes Volk, alles Christen, meist umgebracht in Todeslagern, betrieben von Kroaten und Italienern, einige davon katholische Priester, alles unter Führung Deutschlands. Zuvor war Serbien unter für Jahrhunderte osmanischer Herrschaft, einem korrupten Imperium, das nicht nur den Balkan, sondern auch den Nahen Osten unterdrückte.
Als Schlimmstes an Propagandastücken werden sie im Folgenden sehen, was nun als Wahrheit über Srebrenica enthüllt wurde. Ein CIA-MI 6-DRM-Massaker; ausgeführt von Serben, doch rekrutiert und ausgebildet durch westliche Geheimdienste.
Die Jahrhunderte der Geschichte vom Osmanischen Reich über den 2. Weltkrieg bis heute sind voll an ethnischen Säuberungen; Morden an Hunderttausenden Serben, Griechen und anderen Ethnien. Der Balkan war ein Pulverfass. Das Endresultat waren Mythen, einige wahr, viele nicht, die einige Serben Kriegsverbrechen beschuldigten, auch Kroaten, Kosovaren oder Albaner, aber wie so oft in diesem Fall, nur die Serben wurden herausgesucht und beträchtliche Summen dafür ausgegeben, eine höchst propagandistische Sicht des Balkans zu präsentieren, die eine ethnische Säuberung gegen die Serben erlaubt (gleichsam gegen Muslime und andere), aber nur den Serben die Schuld gibt.
Die neue Mythologie verbindet die Bosnier mit Hitler und der SS. Internetseiten bringen die Palästinenser in Verbindung mit den Nazis, um auf diesem Wege das Unrecht in Gaza und der Westbank zu rechtfertigen, und von den Okkupanten, den israelischen Kräften, ein Bild zu zeichnen, das jedem etwas bietet, jedem der überlebt.

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Ethan A. Huff

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) – aus Sicht der US-Regierung eine juristische »Person« – hat sich im laut Mainstreammedien größten Medizinskandal der Geschichte schuldig bekannt. Obwohl das Unternehmen insgesamt drei Milliarden Dollar Strafe berappen muss, wird kein Angestellter oder Direktor von GSK persönlich zur Rechenschaft gezogen.

Rund neun Jahre währende Ermittlungen der US-Regierung hatten erheblichen Rechtsmissbrauch durch GSK ans Licht gebracht: illegale Werbung für Medikamente, gefälschte Daten über Medikamentensicherheit, Schmiergeldzahlungen an Ärzte, damit diese gefährliche und teure Medikamente verordneten, Betrug gegen die öffentlichen Krankenversicherungen Medicare und Medicaidsowie falsche Angaben über Wirksamkeit und Sicherheit von Medikamenten. Diese

Machenschaften haben GSK im Laufe der Jahre Gewinne in Milliardenhöhe eingebracht, während gleichzeitig bei Tausenden von Patienten, die die betreffenden Medikamente eingenommen haben, schwere Nebenwirkungen auftraten, in einigen Fällen mit tödlichen Folgen.

Anstatt jedoch irgendeinen der für solche Verbrechen persönlich Verantwortlichen strafrechtlich zu verfolgen, hat die US-Regierung zugestimmt, dass GSK einfach eine Milliarde Dollar Strafgeld zur Beendigung des strafrechtlichen Verfahrens und zwei weitere Milliarden zur Abdeckung zivilrechtlicher Ansprüche bezahlt. Diese Summe von drei Milliarden ist nur ein Bruchteil dessen, was GSK aufgrund des gesetzwidrigen Verhaltens eingestrichen hat – und die Angestellten des Konzerns sind jetzt praktisch frei, so weiterzumachen wie bisher, ohne ein gerichtliches Nachspiel fürchten zu müssen.

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Das Thema der diesjährigen Tagung der Nobelpreisträger in Lindau vom 1. bis 6. Juli war die Kosmologie und Teilchenphysik, aber auch – wie könnte es anders sein – der Klimawandel. Am zweiten Tag befassten sich die Morgenvorträge mit der Physik, dem Ursprung und der Entwicklung des Universums, dann aber kam der Rücksturz zur Erde mit einer Diskussion über den Klimawandel. Marietta DiChristina vom „Scientific American“ berichtet.

Nobelpreisträger Ivar Giaever: Bild Wikipedia

Rücksturz zur Erde

von Marietta DiChristina, Scientific American.

Paul Crutzen (zusammen mit Mario Molina und Sherwood Rowland Nobelpreisträger 1995 für Forschungen zum Verständnis der Ozonbildung und dessen Zerfall) kam als erster zum Blauen Planeten zurück und skizzierte die vielfältigen Veränderungen, die ihm die Menschheit während des Anthropozäns aufgedrückt hat. Unter anderem nannte er den Anstieg des Kohlendioxids und des Methans in der Atmosphäre, Umweltverschmutzungen, das Übermaß an Stickstoff aus der Düngung, den steigenden Verbrauch von Trinkwasser. Einen globalen Temperaturanstieg von 0,7 Grad verband er mit Problemen wie der kleiner werdenden Schneedecke. Und er meinte: “Die Klimaerwärmung ist einzigartig.”

Molina führte das Thema fort mit einer Aufnahme der Erde wie einer Oase gegen den Hintergrund des Alls. Wir “überbeanspruchen die natürliche Anpassungsfähigkeit der Atmosphäre an die unerwünschten Produkte der menschlichen Tätigkeiten,” warnte er. Und er fuhr fort, dass die Wissenschaft immer mehr davon überzeugt sei, dass das Vorkommen von Unwettern (Überschwemmungen, Feuer) mit dem Klimawandel zu tun hätte. “Die wissenschaftliche Beweislage ist wirklich überwältigend*. Die meisten Experten stimmten zu: zwei oder drei von 100 nicht.” Er fügte hinzu: “Ich kenne sie und ich weiss, warum sie falsch liegen.” Und sogleich ging er auf den nächsten Vortragenden ein, Ivar Gieavaer (Nobelpreis 1973 für Forschungen über das Tunneln in Supraleitern), der eine skeptische Sicht auf den Klimawandel bringen würde. Zu ihm bemerkte Molina, dass die Kritiker normalerweise keine Experten wären. Auf sie zu hören, gleiche der Konsultation eines Zahnarztes, wenn man Herzprobleme hätte.

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