Staatlich gelenkte Wirtschaft: Hitlersche Ökonomie

Veröffentlicht: 9. Juli 2012 von infowars in faschismus, Geschichte, Hitler, Wirtschaft

von Llewellyn H. Rockwell Jr.

Wird dank Keynes immer noch auf der ganzen Welt betrieben

Für die heutige Generation ist Hitler der meistgehasste Mann der Geschichte und sein Regime der Archetyp des politisch Bösen. Diese Ansicht erstreckt sich jedoch nicht auf seine Wirtschaftspolitik. Weit gefehlt. Sie wird von Regierungen der ganzen Welt übernommen. Die Glenview State Bank in Chicago zum Beispiel lobte Hitlers Wirtschaftpolitik vor kurzem in ihrem monatlichen Newsletter. Dabei entdeckte die Bank die Gefahren, der man sich aussetzt, wenn man keynesianische Politik im falschen Kontext anpreist.

Die Ausgabe des Newsletters, vom Juli 2003, ist nicht online, aber der Inhalt kann aus dem Protestbrief der Anti-Defamation League herausgelesen werden. „Ungeachtet der ökonomischen Argumente“, heißt es im Brief, „kann Hitlers Wirtschaftspolitik nicht von seiner allgemeinen Politik des bösartigen Antisemitismus, Rassismus und Völkermordes … getrennt werden. Seine Taten aus einer anderen Sicht zu betrachten, geht völlig am Thema vorbei.“

Das selbe kann über alle Formen zentraler Planung gesagt werden. Es ist falsch zu versuchen, die Wirtschaftspolitik irgendeines souveränen Staates getrennt von der politischen Gewalt zu betrachten, die für sämtliche zentrale Planung, ob in Deutschland, der Sowjetunion oder den Vereinigte Staaten charakteristisch ist. Die Kontroverse macht deutlich, wie die Verbindung zwischen Gewalt und Planwirtschaft noch immer nicht verstanden wird, nicht einmal von der ADL. Die Tendenz von Ökonomen, Hitlers Wirtschaftsprogramm zu bewundern, ist ein typisches Beispiel.

In den 1930ern galt Hitler weitgehend als nur ein weiterer protektionistischer Zentralplaner, der das vermeintliche Versagen des freien Marktes und die Notwendigkeit national gelenkter ökonomischer Entwicklung erkannte. Die proto-keynsianische Ökonomin Joan Robinson schrieb, dass „Hitler ein Rezept gegen Arbeitslosigkeit gefunden hatte, bevor Keynes es vollständig erklärt hatte.“

Woraus bestand diese Wirtschaftspolitik? Er hob den Goldstandard auf, begann  enorme öffentliche Arbeitsprogramme wie die Autobahnen, schützte die Industrie vor ausländischer Konkurrenz, weitete den Kredit aus, führte Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ein, traktierte den privaten Sektor mit Preis- und Produktionsbestimmungen, dehnte das Militär gewaltig aus, setzte Kapitalkontrollen durch, institutionalisierte die Familienplanung, stellte das Rauchen unter Strafe, veranlasste eine staatliche Kranken- und Arbeitslosenversicherung, normierte die Bildung und fuhr schließlich hohe Defizite ein. Das nationalsozialistische Interventionsprogramm war ein entscheidender Bestandteil der Ablehnung der Marktwirtschaft durch das Regime und dessen Übernahme des Sozialismus in einem Land.

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Kommentare
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