Archiv für 19. Juni 2012

Ethan A. Huff

 

Der ganzen Welt Impfstoffe aufzuzwingen scheint nicht das einzige Ziel der berühmt-berüchtigten Bill & Melinda Gates Foundation zu sein, denn Berichten zufolge finanziert sie jetzt die Entwicklung von Armbändern, mit denen die emotionale und physische Reaktion auf verschiedene Reize gemessen werden kann. Laut Washington Post hat die Gates-Stiftung ohne große Fanfare bereits über eine Million Dollar für die Erforschung biometrischer Armbänder bereitgestellt, die das Lernen bei Schülern und Lehrern für immer verändern könnten.

 

Erst kürzlich regte sich Protest, als bekannt wurde, dass die Gates-Stiftung angeblich im

vergangenen Herbst der Clemson University im US-Bundesstaat South Carolina mehr als eine halbe Million Dollar und dem National Center on Time and Learning (NCTL) über 600.000 Dollar an Forschungsgeldern bewilligt hat. Die Organisation NCTL untersucht Methoden, wie die Leistung der Schüler verbessert werden kann. Die Zuschüsse sollen für Studien über die Effektivität von speziellen Armbändern zur Messung der »galvanischen Hautreaktion« verwendet werden. Die körperliche Reaktion soll Aufschluss darüber geben, wie Schüler auf das Lehrmaterial reagieren.

 

Erteilt ein Lehrer beispielsweise einem Schüler eine neue Aufgabe, soll das Armband elektrische Veränderungen auf der Haut und im Körper aufspüren, mit deren Hilfe beurteilt werden kann, wie gut dieser diesen neuen Stoff lernt. Außerdem kann mit dem Armband auch die kognitive Reaktion im Gehirn des Schülers ermittelt werden, die zeigt, ob ein besonderer Unterrichtsstil seiner Begabung und seiner Art zu lernen entspricht oder nicht.

weiter

Michael Brückner

 

Der Weg in den Schuldenstaat wurde lange vor der Bankenkrise eingeschlagen. Schrittweise wuchs der Aufgabenbereich der Staaten. Parallel dazu wurde der mündige Bürger zum betreuten Bürger – ausgeliefert einem Kartell aus sozialpolitischen Gutmenschen, die in den Parteien den Ton angeben, mächtigen Lobbygruppen aus der Wohlfahrtsbranche und einem Bürokratenheer der umverteilenden Volksbeglücker. Der Preis ist hoch. Denn wenn der paternalistische Staat pleitegeht, geht nicht der Staat, sondern es gehen seine Bürger pleite. In seinem neuen Buch weist der Wirtschaftsredakteur Rainer Hank mögliche Notausgänge.

 

Der Staat sei das kälteste aller kalten Ungeheuer, wusste schon Friedrich Nietzsche. Doch das ist nur die halbe Wahrheit: Er ist nämlich auch das gefräßigste aller gefräßigen Ungeheuer. Ein offenkundig untherapierbarer Nimmersatt. Haben Sie sich schon gewundert, dass die Staaten sogar in wirtschaftlichen Boomzeiten, wenn die Steuerquellen besonders üppig sprudeln, nie mit dem Geld auskommen, das sie den Bürgern abverlangen?

 

Rainer Hank, leitender Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, kennt den Grund: Der Staat habe sich übernommen. Er lebe üppig und auf Kosten künftiger Generationen, schreibt Hank in seinem neuesten Buch Die Pleiterepublik.

 

Doch merkwürdig: Warum begehren die Bürger, die schleichend enteignet und von einer zunehmenden Sozial- und Steuerbürokratie drangsaliert werden, nicht auf? Jeder weiß, dass die Schulden von heute die Steuererhöhungen von morgen sind. Aber warum lassen die Bürger das Kartell der Verschwender und Schuldenmacher einfach gewähren und geben sich mit der Ausrede zufrieden, letztlich sei die Bankenrettung für den dramatischen Anstieg der Staatsschulden verantwortlich? Die Zockerei der Finanzinstitute hat die staatlichen  Schuldenprobleme sicher verschärft, aber gewiss nicht ausgelöst.

 

Man muss also tiefer schürfen, um der Ursache der Schuldenlawine auf den Grund zu gehen. Am Anfang steht die Frage, weshalb die Bürger mit wachsendem Wohlstand immer unselbstständiger und betreuungsbedürftiger werden. Für Rainer Hank ist die Antwort klar: Der Schuldenstaat hat seine Bürger entmündigt. Er ist in die Rolle der »Super-Nanny« geschlüpft, und die entmündigten Bürger vertrauen darauf, dass ihnen ein starker Staat bei allen Fährnissen des Lebens zur Seite steht. Die Segnungen sozialer Wohltaten genießen die Empfänger sehr konkret – die wachsende Schuldenlast und die daraus resultierenden Risiken hingegen sind lange Zeit eher abstrakt. So lange, bis die staatliche Schuldenblase platzt.

weiter

„Frau Bundeskanzlerin, halten Sie ein!“, schreiben 40 vornehmlich aus der Wissenschaft stammende Kritiker. Die Deutschen hätten „Anspruch, über die Beweggründe Ihrer Politik“ informiert zu werden.

Wenige Tage vor den Abstimmungen in Bundestag und Bundesrat über den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und den Fiskalpakt unternehmen Kritiker letzte Versuche, das Vorhaben doch noch zu verhindern, mindestens aber verzögern zu können. Unter anderem wenden sich jetzt 40 vornehmlich aus Forschung und Wissenschaft kommende ESM-Gegner in einer „Außerparlamentarischen Großen Anfrage“ an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Einige der Unterzeichner repräsentieren verschiedene Protestbewegungen wie das Bündnis Bürgerwille, das Aktionsbündnis Direkte Demokratie e.V., die Zivile Koalition e.V., die Freien Wähler, die Partei der Vernunft und die Mach Mit Partei.

„Frau Bundeskanzlerin, halten Sie ein!“, schreiben sie. „Das deutsche Volk hat einen Anspruch darauf, umfassend über mögliche Alternativen zum ESB und die Beweggründe Ihrer Politik informiert zu werden. Bedauerlicherweise hat keine Fraktion im Deutschen Bundestag dieses Recht eingefordert.“

weiter

Die “großen“ Männer des Sozialismus: Marx, Engels, Lenin,
Stalin, Mao Tsetung
von Tomasz M. Froelich
Wer schon mal das “Manifest der Kommunistischen Partei“ gelesen oder im “Kapital“ geschnuppert hat, wird schnell feststellen, dass Karl Marx vom sogenannten “Klassenkampf“ besessen war. Dieser äußere sich, so Marx, in einem unversöhnlichen Konflikt zwischen den ökonomischen Klassen, in die die kapitalistische Gesellschaft geteilt sei. Konträre Interessen der jeweiligen Klassen und deren Verschärfung durch das kapitalistische System seien für den Klassenkampf verantwortlich, welcher eines Tages nur durch den Sieg des Sozialismus verschwinden könnte.
Was aber ist eine Klasse? Marx liefert, trotz seines übermäßig häufigen Gebrauchs dieses Wortes, keine Definition. Bezeichnenderweise bricht das Manuskript des 3. Bandes seines Hauptwerks – “Das Kapital“ – an der Stelle ab, an der er über den sein Gesamtwerk prägenden Begriff Aufklärung geben wollte. Ludwig von Mises merkte in seiner Schrift “Die Bürokratie“ richtig an:
“Weder Marx noch irgend jemand aus dem Heer der marxistischen Schriftsteller konnte uns verraten, was eine soziale Klasse ist, und noch weniger, ob solche Gesellschaftsklassen wirklich die ihnen von der Doktrin zugeschriebene Rolle für die Gesellschaftsstruktur spielen.“ (Mises 1944/2004: 104). Eine wirkliche Definition des Klassenbegriffs ist Marx nie gelungen und wäre wohl auch nicht in seinem Interesse gewesen, da sie den Nutzen seines Gesamtwerks für die Entlarvung sozialer und wirtschaftlicher Probleme wohl nur noch weiter diskreditiert hätte.
Marx machte den Fehler, gesellschaftliche Klassen mit Kasten gleichzusetzen. Im Kastensystem, welches zum Beispiel im heutigen Indien noch geläufig ist, wird man in eine Kaste geboren und bleibt dieser bis zum Lebensende stets erhalten. “Auf- und Abstiege“ in höhere und niedrigere Kasten sind nicht möglich. Im kapitalistischen System, welches Marx zufolge grob verkürzt durch die zwei kämpfenden Klassen der Kapitalisten und Arbeiter geprägt ist, kann man als Arbeiter anfangen und als Großkapitalist aufhören – und umgekehrt. Man muss nicht zwangsläufig ein Leben lang der vom Kapitalisten ausgebeutete Arbeiter sein, den Marx permanent vor Augen hatte. Kasten sind unveränderlich, Klassen, wie sie von Marx erläutert wurden, hingegen schon. Die Kräfte des Marktes, die Entscheidungen der Verbraucher generieren ständige Veränderungen in der Zusammensetzung der Klassen. Jeder kann auf- und absteigen und ist seines Glückes Schmied. Marx verkannte offensichtlich die Dynamik des kapitalistischen Systems.