Bilderberg 2012: Ron Paul vs. Webster Tarpley: Libertarismus trifft Krypto-Kommunismus

Veröffentlicht: 13. Juni 2012 von infowars in Kommunismus

Oliver Janich

Teil 2: Ron Paul vs. Webster Tarpley

Die Ereignisse überschlagen sich in den Tagen nach der Bilderberg-Konferenz. Wie von Webster Tarpley angekündigt, hat sich Rand Paul, der Sohn von Ron Paul, auf die Seite von Mitt Romney geschlagen. Das ist Wasser auf die Mühlen von Tarpley, der sich am Rande der Bilderberg-Konferenz Rededuelle mit den libertären Aufklärern Alex Jones und Adam Kokesh geliefert hat, in denen er Ron Paul scharf angriff.  Umso wichtiger ist es auch in Teil 2 dieser Serie, die relevanten von den irrelevanten Argumenten und Information von Desinformation zu trennen.

 

Tarpley ist ein Meister seines Fachs. Die Frage ist nur, was ist sein Fach? Investigativer Journalismus oder Desinformation? Unbestritten hat Tarpley, der ja auch für Kopp Online schreibt, seine Meriten. Er hat frühzeitig darauf hingewiesen, dass die Story vom menschengemachten Klimawandel ein durch nichts bewiesenes Märchen ist. Er hat sehr gute Kontakte und wusste  bereits frühzeitig darüber Bescheid, dass Rand Paul Gespräche mit Romney geführt hat (auf Rand Pauls bedauernswerte Unterstützung für Mitt Romney gehe ich ausführlich in einem Interview bei Infokrieg.tvein). Ein entscheidendes Mittel der Desinformation ist, dass man bestimmte Dinge

richtig herausstellt, aber dann die falschen Schlüsse daraus zieht. Im Gespräch mit Alex Jones (der seine Talente allerdings nicht im Debattieren hat) und  Adam Kokesh (der sich besser schlägt, aber auch kaum zu Wort kommt) lenkt er immer wieder von der entscheidenden Frage nach der individuellen Freiheit ab und lenkt die Aufmerksamkeit auf Ad-hominem-Argumente oder verwechselt absichtlich Ursache und Wirkung.

 

Wie bereits im ersten Teil ausgeführt, ist es wichtig zuerst zu definieren, welche Ziele jemand verfolgt und erst dann auf seine möglichen Verbindungen einzugehen. Welche Ziele Tarpley hat, ist in vielen seiner Arbeiten leicht zu erkennen. Das aktuellste Beispiel ist seine Bewunderung für den griechischen Sozialisten Alexis Tsipras, der seine Karriere in der kommunistischen Jugend begann. Deren Programm ist klar: höhere Steuern, mehr Regulierung, Schulden mit noch mehr Schulden bekämpfen (»Anti-Austeritätsmaßnahmen«), mehr Geld drucken, aber auf gar  keinen Fall am Geldmonopol rütteln. Ron Paul repräsentiert das genaue Gegenteil: Für ihn ist die Freiheit des Einzelnen – auch die, selbst sein Geld zu wählen – unantastbar. Der Staat soll sich darauf beschränken, Leben und Eigentum der Bürger zu schützen. Das ist die denkbar größte Bedrohung für das Establishment. Eine Heerschar von Lobbyisten kümmert sich in Washington darum, dass die Gesetze in ihrem Sinne geschrieben werden. In einem freien Markt haben es Unternehmen schwer. Sie können nur überleben, indem sie die Wünsche ihrer Kunden bestmöglich befriedigen und ihre Arbeitnehmer so gut behandeln und bezahlen, dass sie bereit sind, motiviert für das Unternehmen zu arbeiten.

 

Das ist allerdings nur der Fall, wenn es genügend Arbeitsplätze gibt. Dann ist die Verhandlungsmacht beim Arbeitnehmer und den Kunden. Die Sozialisten merkten sehr schnell, dass es schwer ist, Arbeiter für den Sozialismus zu begeistern, wenn es ihnen zu gut geht.  Das oberste Ziel jedes Sozialisten ist es also, möglichst viel Arbeitslosigkeit zu erzeugen und eine Verelendung der Massen zu erreichen. Da die Marktwirtschaft aber durch Wettbewerb und die Steigerung der Produktivität dafür sorgt, dass es den Arbeitern immer besser geht, treten Sozialisten überall auf der Welt vehement für alle Maßnahmen ein, die die Arbeit verteuern: höhere Sozialabgaben, Mindestlöhne, möglichst viel Regulierung und eine Verteuerung der Energie –  natürlich immer im Auftrag der »sozialen Gerechtigkeit« und – in neuerer Zeit – des Umwelt- oder Klimaschutzes. Das ist natürlich der Masse der Anhänger dieser Parteien nicht bewusst, aber deren Top-Leuten schon. Alle Spitzenleute in den kommunistischen/sozialistischen Bewegungen wurden in Moskau geschult. Noch heute ist die systematische Desinformation Teil einer kommunistischen Langfriststrategie wie beispielsweise die Kopp-Autoren Jeff Nyquist und Torsten Mann (Weltoktober und Rote Lügen in grünem Gewand) aufgrund der Aussagen von Überläufern berichten.

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