Archiv für 6. Juni 2012

Die Staatsmafia wird die Ursache der Schuldenkrise nie verstehen, weil sie sich dann eingestehen müsste, dass sie selbst das Problem ist

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.org, 31.05.2012

Natürlich übernimmt die Regierung nie für irgendetwas die Verantwortung. Wir sollten uns hier auch noch einmal an die Worte Einsteins erinnern: „Vergiss nicht, alles, was Hitler tat, war gesetzmäßig.“ Nur weil man über die Macht verfügt, Gesetze zu erlassen, heißt das noch lange nicht, dass sie auch moralisch sind.

Der französische Präsident François Hollande verkündete, dass er die Steuern bei den Reichen auf 75% anheben will. Wann werden diese Sozialisten und Kommunisten mit diesem Schwachsinn eigentlich aufhören? Fakt ist, dass diese Typen einfach nur gehirnamputiert sind.

Der demokratische US-Präsident Grover Cleveland (1837 – 1908) stellte sich während der Panik von 1893 den Demokraten entgegen und verurteilte sie, weil sie Silber überbewertet hatten, was dazu führte, dass die Goldreserven der USA ins Ausland abflossen, und weil sie versuchten, die Einkommenssteuer einzuführen, die der Oberste Gerichtshof jedoch bereits für verfassungswidrig erklärt hatte.

Bei der Panik von 1893 wurden 172 staatliche Banken, 177 Privatbanken, 47 Sparkassen, 13 Kredit- und Treuhandanstalten sowie 16 Hypothekenfirmen ausradiert. Dass US-Finanzministerium war praktisch pleite, da ein enormer Abfluss der Goldreserven vom Zaum gerissen wurde. Es kam zu Bank-Runs, weil alle auf einmal alle versuchten, ihre ausstehenden Banknoten gegen Gold einzutauschen.

Während der neun Monate des Finanzzusammenbruchs versuchte der damalige US-Finanzminister Foster die Goldeinlagen des Staates irgendwie zu schützen, um den Zusammenbruch der US-Regierung zu verhindern. Cleveland erkannte das wahre Wesen der Krise:

„In Zeiten wie der jetzigen, wo wir vom Unheil unsolider Finanzen bedroht werden, rechnen sich die Spekulanten vielleicht aus, dass sie von dem Unglück anderer profitieren können; kann sich der Kapitalist vielleicht schützen, indem er hortet oder aus den Wertschwankungen sogar Gewinn zieht; doch der Durchschnittsverdiener – der erste, der von einer entwerteten Währung getroffen wird – ist praktisch schutzlos. Er ist bei seiner Arbeit auf den Einsatz zuversichtlichen und zufriedenen Kapitals angewiesen. Lässt ihn dieses im Stich, gibt es für seine Lage keine Linderung, da er sich weder an dem Unglück anderer bereichern noch seine Arbeit horten kann.“

Also, wenn die Sozialisten all die Reichen vertreiben, ja wer schafft dann Arbeitsplätze? Der Staat? Das ist Kommunismus und gescheitert.

Es ist völlig unerheblich, welche Berge an Beweisen man auch herbeischafft, um zu zeigen, dass Steuererhöhungen einzig dazu führen, dass die Wirtschaft geschwächt und das Kapital ins Ausland getrieben wird – die Politiker werden immer die Reichen attackieren, die zahlenmäßig nur ganz wenige sind und zu denen in den USA heute bereits all jene mit einem jährlichen Haushaltseinkommen von USD 250.000 zählen.

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Webster G. Tarpley

 

Am zweiten Tag des Bilderberger-Treffens 2012 in der Nähe Washingtons herrschte Weltuntergangswetter. Sechs Stunden lang zogen zum Teil orkanartige Regenstürme über die ganze Gegend, es gab gar eine Tornadowarnung. Die öffentlichen Verkehrsmittel waren weitgehend lahmgelegt. An der weltweiten Börse ging es ebenso trostlos zu. Das war die Kulisse des gestrigen Bilderbergertreffens, passend zur Themenlage.

 

Bild: Hannah Skelton / TheIntelHub

Wir wissen, dass in klassischen Dramen die Autoren meist das Wetter thematisieren, um eine Szene zu beschreiben, in der eine menschliche Tätigkeit im Mittelpunkt des Stücks steht. Es genügt vielleicht, wenn wir uns an Shakespeares »König Lear« erinnern: Der König wird verrückt, er geht wegen eines Gewitters auf die Heide. Hier entsteht die fürchterliche Szene des Wahnsinns.

Diese Herrschaften von der Bilderberger-Gruppe wollen ja ein Welt-Gewitter heraufbeschwören, und vielleicht ist es deswegen auch so passend, dass die Elemente den Widerhall geben für dieses Vorhaben.

Dazu kommt auch ein Mini Börsenkrach, Minus 275 Punkte, ein Minus von 2,25 Prozent an der New Yorker Börse. Eine schöne Inszenierung für das Treffen der Mächtigen.

Auffallend ist in diesem Jahr, um wie viel mehr sich die Mainstream- Presse plötzlich den Bilderbergern widmet. Durch die langjährige Arbeit unabhängiger Journalisten scheint nun das Interesse der Öffentlichkeit erwacht, die Menschen möchten wissen, wer zu den Strippenziehern des Weltgeschehens gehört. Und so dürfte es nicht uninteressant sein zu erfahren, dass auch die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender im amerikanischen Chantilly vertreten waren, um diesem angeblichen »Verschwörungstreffen« beizuwohnen. Doch was werden die Zuschauer am Ende an Informationen serviert bekommen?

Das Zweite Deutsche Fernsehen rückte mit einem Kamerateam an, ebenso das österreichische Fernsehen ORF, die London Times, das spanische Fernsehen, das russische Fernsehen RT, der Londoner Guardian, die Washington Times und zahlreiche Websites wie zum Beispiel der Drudge-Report, eine sehr populäre, rechtsgerichtete Website.

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