Rentenversicherungspflicht für Selbständige: Die letzten Zuckungen des untergehenden Sozialstaats

Veröffentlicht: 26. März 2012 von infowars in Deutschland, Politik

von André F. Lichtschlag

Wutrede: Noch einmal sollen Milliarden abgepresst und verbrannt werden

Es sind die letzten, immer verzweifelteren Zuckungen des chronischen Pleitesystems namens „Sozialstaat“: Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will nun bei 4,3 Millionen Selbständigen noch einmal kräftig abkassieren. Sie sollen ab 2013 gezwungen werden, eine politisch vorsortierte und -genehmigte Form der Altervorsorge zu betreiben und sich zusätzlich gegen Erwerbsminderung zu versichern. Macht mal eben 300 plus 100 gleich 400 Euro pro Person und Monat, so die Ministerin kalt rechnend.

Ernsthafter Widerstand ist aus der Union und von der FDP nicht zu erwarten. Wie immer. Und die Opposition applaudiert. Frau Ministerin gibt sich gönnerhaft: Die Selbständigen hätten ja „größtmögliche Freiheit“ bei der Auswahl der entsprechenden „Versicherung“.

Zwang heißt Freiheit. Unser Staat, der große Bruder, höhnt. Der kleine Selbständige stöhnt. „Private“ Rentenversicherung? Die ist in Wirklichkeit verboten. Alle von Frau Ministerin zugelassenen Arten der Altersvorsorge unterliegen bereits strengen Auflagen und beinhalten erzwungenermaßen hohe Anteile von Staatsanleihen der bekannten Pleiteländer. Tatsächlich ist von der Leyens Plan ein weiterer gigantischer Rettungsschirm für Banken, Versicherungen und Staaten unter der falschen Flagge vermeintlich drohender „Altersarmut“.

Gold und Immobilien oder auch der Unternehmenswert selbst werden als individuelle Altersvorsorge nicht akzeptiert. Stattdessen dürfen zukünftig Millionen Selbständige „wählen“, ob sie ihre 400 Euro jeden Monat direkt im staatlichen Rentensystem oder indirekt in vermeintlich privaten Versicherungen verbrennen, die doch nur Parlamentäre für hochgiftige Staats- und Bankenpleitepapiere sind. Dort wartet ein Kettenbrief-Umlageverfahren, bei dem dank demographischem Selbstmord des Landes in wenigen Jahren schon die Einzahler weggebrochen sein werden. Hier lauert ein Schuldenscheingeldsystem im Endstadium, das noch einmal kräftig befeuert werden will, bevor es zu Asche verfällt. So oder so, die Selbständigen sollen in ein großes schwarzes Loch zahlen, woraus sie nichts mehr wiederbekommen werden als ein leises Echo mampfender Banker und Bürokraten. Deshalb ist Zwang nötig, der Freiheit geheißen wird.

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Kommentare
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