Archiv für 29. Februar 2012

(K)ein Herz für Tiere? PETA und die Euthanasie

Veröffentlicht: 29. Februar 2012 von infowars in Nachrichten

Laura Küchler

 

Die Tierschutzorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) ist bei vielen Menschen eine hoch angesehene Einrichtung. Besonders die Medienkampagnen gegen das Tragen von echtem Pelz treffen den Nerv der Zeit. Tierschutz ist im Trend und prominente Unterstützung hat PETA auch.

 

Beispielsweise haben schon die Sängerin Cassandra Steen und das Männer-Topmodel Mario Galla gegen Tierquälerei in der Pelzproduktion posiert. Letzterer hat nur ein Bein, trägt eine Prothese. Er posiert, wenig bekleidet,  für PETA vor einer Tierfalle, was sein Handicap mit durch Jagd verletzten Tieren gleichsetzt. »Keine Chance auf Heilung« ist der Slogan, mit dem dort geworben wird. Leicht abgeändert könnte man ihn auch gegen die Gutmenschen selbst verwenden: »Keine Chance auf Vermittlung« sollte es eigentlich heißen. Denn: Im US-Bundesstaat Virginia euthanasieren die angeblichen Tierschützer in ihrem Tierheim seit Jahren weit mehr als 85 Prozent aller Tiere, die dort von ihren ehemaligen Besitzern abgegeben werden. Der Versuch, diese Lebewesen in ein liebevolles Zuhause weiterzuvermitteln, findet oftmals gar nicht statt.

Auf der Internetpräsenz PETAkillsanimals werden die erschreckenden Fakten hinter dem Vorwurf dargestellt. Dort findet sich unter anderem eine sehr anschauliche Tabelle, die das ganze Elend hinter dem schönen Schein der Tierfreunde aus den USA offenlegt. Das Tierheim im US-Bundesstaat Virginia besteht seit 1998, die ersten verlässlichen Zahlen für ein komplettes Betriebsjahr liegen für 1999 vor. In diesem Jahr wurden 1.805 Tiere in der Einrichtung abgegeben. Von diesen Tieren wurden immerhin 386 an neue Besitzer vermittelt, getötet wurden 1.328. Das entspricht einem Prozentsatz von 73,6 Prozent.

 

Im vergangenen Jahr stellte sich die Situation noch einmal weitaus dramatischer dar. 2011 wurden 1.992 Tiere von ihren gutgläubigen Herrchen und Frauchen den angeblichen Tierschützern überlassen. Adoptiert wurden 24, euthanasiert 1.911. 34 Tiere hatten das Glück, an andere Einrichtungen weitergeleitet worden zu sein. Letztes Jahr wurden also fast 96 Prozent aller dort abgegebenen Lebewesen getötet. Die traurige Spitze des Eisbergs ist allerdings das Jahr 2006, als über 3.000 Tiere in die Einrichtung kamen, von denen knapp 60 weitergeleitet oder adoptiert wurden. 97,4 Prozent mussten sterben.

Diese absolut erschreckenden Fakten kamen laut PETAkillsanimals im Jahre 2010 durch den Anruf einer Bürgerin bei PETA in Virginia ans Licht. Sie fragte bei der Organisation an, ob dort ein Tierheim betrieben würde. Die negative Antwort verwunderte die Dame, sie leitete diese Information an das Virginia Department of Agriculture and Consumer Services (VDACS) weiter. Das ist die Behörde, die sich mit der Kontrolle von Tierheimen in Virginia befasst. Ein Mitarbeiter, Dr. Daniel Kovich, inspizierte die Anlage und kam zu erschreckenden Ergebnissen. Weder gibt es dort genügend Raum für alle Tiere, die dort abgegeben werden, noch wird überhaupt der Versuch unternommen, eine Vermittlung in die Wege zu leiten. Die meisten Tiere überleben keinen Tag in der Todesfabrik.

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Gleichheit in der Österreichischen Schule: „Frei und Gleich“

Veröffentlicht: 29. Februar 2012 von infowars in Wirtschaft

von Peter J. Preusse

Das Kind mit dem Bade ausgeschüttet?

Nach dem gleichnamigen Vortragsmanuskript für den Club Unabhängiger Liberaler für Liberale aller Richtungen und aus allen Parteien, Wien, August 2011

Zusammenfassung

Mit den Arbeiten von Rothbard und Hoppe hat sich die Österreichische Schule von einer rationalen Nationalökonomie fortentwickelt zu einer rational begründeten Ethik. Die Struktur dieses Denkgebäudes wird verdichtet abgebildet und das früher angedachte Dritte Axiom logisch folgerichtig entwickelt.

In der neuen Formulierung der eigenständigen Gleichrangigkeit der selbsteigentümlichen Wertrechtsträger wird eine stringente, widerspruchsfreie und sachlich zutreffende Repräsentation der conditio humana gefunden, die anstelle der unscharf gefassten appellativen „Gleichheit“ der Menschen als Menschen deren „Würde“, das heißt Stellung, abbilden kann.

Dies ist die spiegelbildliche Entsprechung der Dekonstruktion des überfrachteten und dadurch diffusen Freiheitsbegriffs zu einer simplen Definitionsgleichung bei gleichzeitiger Fundierung des Desideratums der Freiheit in der soliden Deduktion des Selbsteigentums als Datum aus dem selbstevidenten Handlungsaxiom.

Weiterer Klärungsbedarf bezüglich des Axiomcharakters des Satzes von der eigenständigen Gleichrangigkeit der selbsteigentümlichen Wertrechtsträger wird aufgezeigt und dessen Verhältnis zur Universalisierbarkeitsforderung aller ethischen Maximen angesprochen.

Die begrenzte Reichweite auch der so erweiterten Theorie in der ethisch sauberen Lösung von Konflikten wird aufgezeigt.

Vermutlich ist im öffentlichen Diskurs kein anderes Wort so überfrachtet in Anspruch genommen worden wie das der Freiheit. Sind so entfernte und gegenläufige Inhalte wie zum Beispiel nationale Freiheit, Fieberfreiheit und Freiheit als Notwendigkeit auf einen Begriff zu bringen? Selbst in der österreichischen Tradition gibt es weit mehr als nur Bedeutungsnuancen, wenn von Freiheit die Rede ist, die im wesentlichen mit der mehr oder weniger erfolgten gedanklichen Überwindung  von Staat zu tun haben. Immerhin ist Freiheit in der liberalen Ideengeschichte der identitäts- und namensstiftende Zentralbegriff.

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