Dokumente belegen: US-Diplomaten arbeiten für Monsanto

Veröffentlicht: 25. Februar 2012 von infowars in Gentechnik, Gesundheit, Korruption

Anthony Gucciardi

Der Biotech-Riese Monsanto überschwemmt die Welt seit Jahren mit genmanipuliertem Saatgut für Lebensmittel – mit all der daraus resultierenden Umweltzerstörung –, aber erst jetzt beweisen an die Öffentlichkeit gelangte Dokumente, dass Monsanto auch die US-Regierung regelrecht unterwandert hat. Mit diesen Dokumenten, die Aufschluss darüber geben, auf welche Weise US-Diplomaten tatsächlich für Monsanto daran arbeiten, gemeinsam mit anderen Regierungsvertretern die Absichten des Unternehmens in die Tat umzusetzen, zeigt sich klarer denn je, wie weit Monsanto die internationale Politik im Griff hat.

Erstaunlicherweise enthüllen diese Informationen, dass der Konzern auch intensiv an der Zulassung und Formulierung von Richtlinien für genau die gentechnisch veränderten Produkte beteiligt ist, für die er selbst verantwortlich zeichnet. Tatsächlich zeigen die von WikiLeaks veröffentlichten Informationen, welch enorme Macht Monsantodank seines Einflusses auf Schlüsselpositionen in der US-Regierung und anderswo ausübt. Es wurde nicht nur aufgedeckt, dass die USA anderen

Ländern, die sich Monsanto widersetzen, mit quasi-militärischen Handelskriegen drohen, sondern dass viele US-Diplomaten tatsächlich ganz direkt für Monsanto arbeiten.

Was die bekannt gewordenen Dokumente enthüllen: quasi-militärische Handelskriege, staatliche Korruption

2007 wurde gefordert, einige Mitgliedsländer der Europäischen Union für ihren Widerstand gegen die Verbreitung gentechnisch veränderter Nutzpflanzen von Monsanto zu bestrafen. Diese Forderung erhob Craig Stapleton, US-Botschafter in Frankreich und Partner von George W. Bush. Trotz sich mehrender Beweise für einen Zusammenhang zwischen Monsantos gentechnisch verändertem (GV)-Mais und Organschäden oder Umweltzerstörung fordert der Botschafter ganz unverhohlen »Vergeltungsmaßnahmen« gegen die Länder, die sich gegen die GV-Pflanzen wehrten. In dem bekannt gewordenen Dokument erklärt Stapleton:

»Landesteam Paris empfiehlt, eine Liste der Ziele für Vergeltungsmaßnahmen zu erstellen, die in der gesamten EU als schmerzhaft empfunden würden – denn schließlich handelt es sich um eine kollektive Verantwortung –, die sich aber gleichzeitig auf die schlimmsten Problemfälle konzentrieren. Die Liste sollte gemäßigt, nicht boshaft sein und langfristig Bestand haben, da wir nicht mit einem baldigen Erfolg rechnen sollten. Die Vergeltungsmaßnahmen werden deutlich machen, dass der gegenwärtige Kurs die EU-Interessen teuer zu stehen kommen kann, sie könnten helfen, die Pro-Biotech-Stimmen in der EU zu stärken.«

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Kommentare
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