Das “alternativlose” Geldgrab Desertec und die Energiewende

Veröffentlicht: 17. Februar 2012 von infowars in Klimalüge/Ökofaschismus

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Ein Kommentar von Peter Boehringer (Goldseitenblog.com)

Szene 1: München, 7. Juli 2010:

In der gediegenene Atmosphäre des aufwendig sanierten Altbaus der HVB-Zentrale berichtet der “Leiter Corporate Climate Center” der Munich Re – selbst ein hoher Vertreter von “Desertec” – über das Desertec-Projekt, das noch im laufenden Jahrzehnt riesige Mengen an Solarstrom aus der Sahara zu uns bringen und unseren mitteleuropäischen Energiebedarf decken solle.

Es ist ein wirtschaftliches Megaprojekt, in dem sich viele politisch korrekten (Un)Wahrheiten zum Plan eines absurden neuen EUropäischen Turmbaus zu Babel vereinigen und konkretisieren:

  • “Wir können technisch alles lösen [think: „Supraleiter“] …
  •  … ebenso umwelttechnisch [think: „Querung des Mittelmeers mit Hochspannungsleitungen“] …
  •  … ebenso diplomatisch [think: „Libyen / Algerien / Ägypten / Türkei als Transitländer] …
  •  … notfalls mit genügend politischem Druck …
  • … denn wir brauchen günstigen und umweltfreundlichen Strom …
  • … gegen die CO2-bedingte Klimaerwärmung …
  • … aus den mit uns befreundeten islamischen Ländern;
  • … koste es was es wolle! “


Auszug aus Desertecs “Globalem Mission Statement“:

“Die Menschheit steht vor gewaltigen Herausforderungen: Bevölkerungswachstum und zunehmende Industrialisierung lassen den weltweiten Energiebedarf rasant ansteigen. Gleichzeitig muss der globale CO2-Ausstoß innerhalb weniger Jahre drastisch reduziert werden, um einen katastrophalen Klimawandel zu vermeiden.”

“Bevölkerungswachstum” ist in Afrika und im Nahen Osten und in Südasien leider traurige, verantwortungslose (und von Desertec nicht kritisch hinterfragte) Realität. Über die “zunehmende Industrialisierung” kann man post PeakOil zwar streiten – aber das lassen wir heute mal sein. Und über die “CO2″-Religion lästern wir hier und heute ebenfalls nicht schon wieder.

In jedem Fall aber hat dieses Desertec-Mega-Projekt alle Merkmale einer gigantischen Fehlallokation von Ressourcen, Kapital und menschlichem Geist, wie sie nur in politisch-zentralistisch statt marktwirtschaftlich gesteuerten Systemen des keynesianischen Sozialismus und des ungedeckten Papiergelds vorkommen kann.

Dennoch herrschte bei der o.g. Präsentation vor anwesenden potenziellen FREMDkapitalgebern (= Bankern), Fremdkapitalverwaltern (= Hedge Fonds Managern), Gelddruckern (= Zentralbankern) und Politikern (= verantwortlich allen eben Genannten) eine gute Stimmung, denn der Lunch und der Wein waren gut, das Wetter schön, der Vortrag davor sehr unterhaltsam wenn auch leicht systemkritisch (HVB-Analyst Purps zur Zukunft des EUros). Und selbst die der anwesenden GoldSilber-Bug war´s zufrieden, denn der präsentierende Vertreter des Desertec-Konsortialführers Munich Re erklärte in ruhigen und sonor-gesetzten Worten, dass eine staatliche Anschubfinanzierung des Mega-Projekts NICHT erforderlich sein würde! Man habe bereits mehrere Dutzend sehr potente Konsortiumsmitglieder und Partner. Und außerdem würde nun erst einmal eine Machbarkeitsstudie erstellt, so dass sicherlich kein Kapital verschwendet werden würde – schon gar kein Steuergeld.

Soweit so gut. Auch der bzgl. Desertec etwas skeptische GoldSilberbug im Publikum ließ es gut sein, denn was soll man gegen ein rein privatwirtschaftlich finanziertes Projekt auch sagen? Entweder es würde funktionieren – dann wunderbar für alle Aktionäre der Mitglieder des Desertec-Konsortiums. Oder es würde nicht realisierbar sein: dann würde das Projekt nach der Machbarkeitsstudie abgebrochen – und diese versenkten Millionen werden von den Aktionären der Mitgliedsunternehmen zu tragen sein, die schon deshalb ihren CEOs streng auf die Finger schauen würden.

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