Archiv für 8. Januar 2012

Die Deutschen sind ökonomische Analphabeten

Veröffentlicht: 8. Januar 2012 von infowars in Kommunismus, Wirtschaft

Wenn Pessimismus auf ökonomischen Analphabetismus trifft. Die Deutschen und die Globalisierung haben ein gestörtes Verhältnis zueinander.

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Chemnitzer 
Marx-Kopf bekommt festen Sockel
Foto: dapd/DAPD Karl Marx beschäftigt auch die Kunst: Die bunten Miniaturausgaben seiner Büste stammen von Künstler Rüdiger Phillip Bruhn, das Exemplar im Hintergrund misst 13 Meter und ist das Wahrzeichen von Chemnitz

 

Keine seiner Weltuntergangsprognosen ist jemals eingetroffen – und selbst die Verelendungstheorie betraf nur jene Länder, in denen man seinen Sozialismus lebte: Karl Marx. Dass der Welt-Pessimist dabei nur stets falsch interpretiert wurde, glaubt heute noch jeder zweite Bundesbürger – 75% sind es auf dem Gebiet der ehemaligen DDR.

Was haben Fax-Gerät, Scanner, Flachbildschirm, Walkman, Kleinbildkamera, Großcomputer und Plattenspieler gemeinsam? Sie alle wurden von Deutschen (Tüftlern) erfunden, aber wo anders zu Geld gemacht. Und das ist die deutsche Tragödie. Nur wenige Gesellschaften bringen ähnlich viele bedeutsame Erfindungen hervor.

Und nur wenige vergeben dann so viele Chancen, von diesen auch zu profitieren. Es ist diese Mischung aus Alltagspessimismus mit betriebswirtschaftlichem Unvermögen, die deutsche Erfinder von Haus aus in die USA oder nach Asien gehen lässt. Zwar gibt es relativ gesehen weniger US-Erfinder, doch die Mischung aus vitalem Finanzkapitalismus und unbändigem Optimismus zieht viele an.

In der Bundesrepublik ist man notorisch unzufrieden

Nirgendwo auf dieser Welt weichen die subjektiv wahrgenommenen Aufstiegschancen (im Sinne einer geldlichen Verbesserung) von den tatsächlichen mehr ab als in der Bundesrepublik. Hier ist man notorisch unzufrieden und fühlt sich „arm“. Dabei gibt es keine pünktlicheren Menschen, nur wenige sind ähnlich technikverliebt. Deutsche arbeiten präzise, eigenständig und pflichtbewusst – eigentlich hervorragende Voraussetzungen, um hochwertige Produkte zu fertigen.

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Andreas Clauss ist Geschäftsführer einer gemeinnützigen technologieorientierten Stiftung – Novertis – unter Treuhandschaft des schweizer Stiftungsbundes.

Herr Clauss stammt selbst aus der Finanzdienstleistungsbranche, hat dieser aber schon seit vielen Jahren den Rücken zugekehrt. Seit dem reist er durch den deutschsprachigen Raum und hält Vorträge zu Themen rund um Wirtschaft, Recht und Gesellschaft.

Ich persönlich schätze Andreas seine charmante Art und seine individuelle Betrachtungsweise des aktuellen Geschehens. Ich wünsche meinen Lesern viel Spaß beim Zusehen.

 

 

Am 18. Januar gibt es die Gelegenheit Andreas Clauss live zu erleben.

„Stiften gehen oder erlebte Selbstbestimmung, Selbstermächtigung und Selbstverwaltung durch gemeinnützige Stiftungen“

Dieser Vortrag findet statt am:
Datum: Mittwoch 18.01.2012
Zeit: 18.00 Uhr
Ort: Haus des Sozialverbandes
im Seminarraum der 5. Etage
Stralauer Str. 63, 10179 Berlin
Eintritt: 15.- €
Im Preis enthalten ist wie immer eine kleine
kulinarische Versorgung
Deswegen bitte per mail unter info@novertis.de
oder tel.: 030 64197117 anmelden!

Mehr Infos: Flyer oder Webseite Novertis

Viel Spass beim Ansehen! Konstruktive Kritik, Vorschläge, Fragen gern willkommen. Entweder per mail: soundchiller@gmx.net oder in den Kommentaren.

Und wer verwundert sein sollte wo denn die 2. Ausgabe des NDF Podcast verblieben ist, keine Sorge, die wird nachgereicht. In dieser noch folgenden Ausgabe habe ich Frank Eckhardt interviewt, ein Mann mit reichlich Praxiserfahrung im Bereich der Autarkie.