Syrien: Wie westliche Medien einen Dritten Weltkrieg entfachen

Veröffentlicht: 21. Dezember 2011 von infowars in Krieg, Medien, Propaganda

Eva Herman

Ein unverantwortliches Kapitel der Pressegeschichte wird derzeit von fast allen deutschen und internationalen Medien über Syrien geschrieben. Es ist ein Kapitel mit politischen Auswirkungen, mit weltpolitischen Dimensionen. Es sind ganz ähnliche Mechanismen, wie jene, die bereits den Irak-krieg und den Libyenkrieg auslösten und nun auch den Iran bedrohen und damit unseren Weltfrieden. Es geht um gezielte weltweite Falschmeldungen über die Lage in Syrien. Diese erreichen den Zeitungsleser und Fernsehzuschauer ebenso wie den Internet-Nutzer in der täglichen Berichterstattung, ohne dass ihm dies auf den ersten Blick auffallen könnte.  Vor allem gestern und heute berichten nahezu alle westlichen Mainstream-Medien wieder über »neue Brutalitäten des Assad-Regimes«. Doch was steckt wirklich dahinter?

In der aktuellen Berichterstattung von heute und gestern heißt es praktisch unisono, der syrische Präsident Assad lasse massenhaft vermeintliche Deserteure erschießen. Bei Angriffen seien in der Provinz Idlib inzwischen rund 220 Deserteure getötet oder verletzt worden, so der Wortlaut, unter anderem auch bei Spiegel online, bei der Nachrichtenagentur afp wird von hundert Getöteten berichtet, Focus berichtet, das Handelsblatt, Welt-Online, zahlreiche österreichische und Schweizer Medien und viele andere. Wie gesagt, fast alle Medien berichten in diesem Tenor.

Das Spiegel-Portal schreibt in seiner Überschrift: »Massentötungen in Syrien entsetzen die Welt«. Als einzige Informationsquelle gibt Spiegel-online die »Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte« in London, »Syrian Observatory for Human Rights« an, wie auch alle anderen genannten Presseorgane nur diesen einen einzigen Informanten als Hauptquelle nennen, der entweder mit dem erwähnten Ausdruck »Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte«

oder nur lapidar als Gruppe von  »Menschenrechtsaktivisten« bezeichnet wird. Aber wie seriös ist dieses Büro? Und wer oder was steckt hinter der ominösen Agentur, die eigentlich niemand genau kennt oder kennen will?

Schon im August brachte der Kopp Verlag in seinen Nachrichten und auf der Kopp Online-Seite mehrere Hinweise darauf, dass die meisten Medienmeldungen über die Unruhen in Syrien größtenteils auf Angaben dieser einen einzigen genannten Quelle basierten. Auch unabhängige Internet-portale berichteten von den Beiträgen der internationalen Presse, die sich offenbar unhinterfragt auf die mysteriöse Londoner Quelle berufen. Darunter: CNN, CBS, Associated Press, Reuters, AFP, BBC, Tagesschau, FAZ, Holtzbrinck, Springerpresse, Spiegel, Focus, Al Jazeera, al Arabiya und so weiter und so fort bis hin zu taz, Guardian und RIA Novosti.

Dass die Berichte, die aus dem Londoner Büro kommen, mehr als fragwürdig sind, fanden  unabhängige internationale Journalisten bereits vor mehreren Monaten heraus, darunter der USA-Journalist und Historiker Webster Tarpley oder der französische Journalist Thierry Meyssan.

Die Recherchen ergaben folgendes: Die Organisation »Syrian Observatory for Human Rights« ist ein dubioses Londoner Auskunftsbüro,  das lediglich von einem Mann mit Namen Rami Abdul-Rahman vertreten zu sein scheint, der sich selbst kurzerhand als »Präsident« bezeichnet.  Dieser Präsident scheint allerdings sehr viel Macht über die internationalen Medien zu besitzen. Liegt es an seinen möglichen westlichen Geldgebern?

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