Archiv für 20. November 2011

Nigel Farage, britischer Abgeordneter des EU-Parlaments, erklärte diese Woche, dass die nicht gewählten EU-Führer wie Barroso, van Rompuy und Juncker für die Euro-Katastrophe verantwortlich seien, der Euro ein Reinfall wäre und die Eurokraten im Umgang mit den Südländern der Eurozone ein widerliches Spektakel böten

Nigel Farage, 16.11.2011
Stellungnahme von Nigel Farage im EU-Parlament v. 16.11.2011

Wir stehen nun am Rande einer finanziellen und gesellschaftlichen Katastrophe, während wir hier im Raum die vier Männer haben, die dafür angeblich verantwortlich sein sollen. Und trotzdem mussten wir uns auch noch die blödsinnigsten und technokratischsten Reden anhören, die mir je zu Ohren gekommen sind. Sie wollen der Wahrheit, dass der Euro ein Reinfall ist, nicht ins Auge sehen.

Und wer ist hier nun eigentlich verantwortlich? Wer trägt von Ihrem Haufen denn die Verantwortung? Die Antwort ist natürlich: Keiner von Ihnen, weil keiner von Ihnen gewählt worden ist. In Wirklichkeit verfügt keiner von Ihnen über die demokratische Legitimität für die Ihnen im Rahmen dieser Krise zuteil werdenden Aufgaben.

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Wir waren auf dem European Banking Kongress und haben einige Interviews geführt, sowie einige der Reden gefilmt. Eine davon, war die unseres Bundesfinanzministers Dr. Wolfgang Schäuble. Was dort zum Teil an Aussagen kam, völlig ungeniert, hat uns fast die Schuhe ausgezogen. Auch auf Meine Frage hin, während der Pressekonferenz, wie er zu den undemokratischen Ermächtigungen des ESM steht, überrascht die Antwort sehr. Für Zuschauer die nicht so sehr im Thema stecken haben Julia und ich die Aussagen zum Teil kommentiert.

Wir haben auch noch die erste offizielle Rede von Herrn Draghi und die von Jens Weidmann, dem Präsidenten der Deutschen Bundesbank.
Alle Reden werden noch auf unseren Kanal komplett geladen, für Kollegen, die vielleicht auch eigene Cuts machen wollen.

Carpe diem

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Holger Thuss

Wie auf Knopfdruck stand es am 4. November in fast allen deutschen Blättern: »Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher« titelte der Spiegel um 15:15 Uhr. Um 18:37 Uhr folgte Claudia Ehrenstein in der Welt: »China treibt CO2-Ausstoß in Rekordhöhe«. Um 19:37 Uhr schlossen sich Hamburger Abendblatt und Süddeutsche gleichzeitig an. Mitwirkende dieser Vorstellung waren auch die Frankfurter Rundschau, mehrere Radiosender, »grüne« Klimablogs und am 8. November verspätet der FAZ-Klima-Alarmist Joachim Müller-Jung.

Was (angeblich) passiert war: »Im Jahre 2010 hat der Kohlendioxid-Ausstoß auf der Welt um mehr als sechs Prozent zugenommen – trotz Wirtschaftskrise. Das übertrifft selbst die pessimistischsten Prognosen des Weltklimarates«, so das SZ-Orakel Christopher Schrader, der dann aber weiter unten relativierte, der »bei sechs Prozent liegende« Anstieg sei Ergebnis »vorläufiger Schätzungen« des »Carbon Dioxide Information Analysis Centers [sic!] am [sic!] amerikanischen Oak-Ridge-Nationallabor.« Das Hamburger Abendblattberichtete von einer

»aktuellen Hochrechnung«, korrigierte dann aber ebenfalls, es handele sich »lediglich um eine Schätzung«.

Joachim Wille von der FR wusste hingegen, der »CO2-Zuwachs« sei »festgestellt« worden. Auch der Spiegel raunte von »düsteren Fakten« auf der Basis von »neuesten Berechnungen des US-Energieministeriums«. In der FAZ-Meldung vier Tage später waren es hingegen nurmehr 5,9 Prozent zusätzliches Kohlendioxid. Dort hatte man anscheinend noch die offiziellen Zahlen von Kain und Abel, den Sumerern, antiken Griechen, Römern, Inkas und allen anderen versunkenen Reichen parat und konnte daher ergänzen, dass 2010 »so viel Kohlendioxid ausgestoßen worden [ist] wie nie zuvor.«

Was jedoch nichts daran ändert, dass für 2010 überhaupt nichts gemessen, also »festgestellt« (FR) worden war. Eine ältere Prognose des wenig kompetenten IPCC war von einer jüngeren Schätzung einer bisher wenig aufgefallenen Projektgruppe eines ultragrünen Ministeriums übertroffen worden, weiter nichts. Kenner der Debatte waren und sind schon allein deshalb nicht wirklich überrascht, da sie die Studie der kanadischen Autorin Donna Laframboise kennen (The Delinquent Teenager Who Was Mistaken for the World’s Top Climate Expert – IPCC Expose – »Der kriminelle Teenager, der mit dem besten Klimaexperten der Welt verwechselt wurde – das IPCC-Exposé«), die sehr gut herausgearbeitet hat, wer beim IPCC recherchiert: sehr oft Doktoranden, die mit Mitte Zwanzig auf der Suche nach ihrer ersten Festanstellung sehr gerne das aufschreiben, was der Weltklimazirkus von ihnen erwartet.

Befasst man sich intensiver mit diesem Nicht-Ereignis, entwickelt sich die Causa zu einem Lehrstück über die Funktionsweise deutscher Medien. So gelten als Informationsquelle je nach Blatt »Forscher« und »die US-Regierung« (Hamburger Abendblatt), das US-Energieministerium und der »US-Professor« Gregg Marland (FR, Die Welt), das bereits genannte CDIAC des amerikanischen Energieministeriums (FAZ, die kryptisch ergänzt: »Noch fehlen allerdings wichtige Dokumente.«) oder sogar »der oberste deutsche Klimaforscher« Jochem Marotzke (Spiegel).

Der vielbeschäftigte Professor sei »Atmosphärenforscher«, »Vorsitzender des Deutschen Klimakonsortiums« und »Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg« und habe seinen »Zuhörer[n] aus Politik und Ministerien« erklärt, warum »sich seine Zunft überhaupt so sicher ist, dass es den Klimawandel gibt« – so die Herren Traufetter und Schwägerl im Spiegel, die zu wissen scheinen, dass man in Deutschland mit einem argumentum ad verecundiam nicht nur dann weiterkommt, wenn man der Hauptmann von Köpenick ist.

In Wirklichkeit hat fast die gesamte deutsche Presse bei dem für seinen extrem einseitigen Kampagnenjournalismus bekannten Seth Borenstein (Associated Press) abgeschrieben, der seinen Beitrag »Biggest jump ever seen in global warming gases« bereits am 3. November um 19:05 Uhr (US-Ostküstenzeit) abgesetzt hatte. Marc Morano von climatedepot.com berichtet seit Jahren regelmäßig über Borensteins Fehlleistungen in Sachen Klima. Demnach »half« der bereits genannte Professor Marland »dem Energieministerium in der Vergangenheit beim Rechnen«. Tom Boden war anscheinend der, der beim Kohlendioxid-Informations- und Analyse-Zentrum (CDIAC) die Fäden in der Hand hielt.

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freiwilligfrei.de

In diesem Video gebe ich zuerst einen kleinen Nachtrag zu meinem letzten Video über attac. Weiter geht es mit ein paar Gedanken zur occupy-Bewegung und Banken in die Schranken. Diesen Punkt vertiefe ich dann etwas und versuche anhand von Vergleichen und Beispielen aufzuzeigen, dass wir bereits jetzt schon Möglichkeiten hätten den Banken die Grundlage ihrer Arbeit zu entziehen, nämlich unser Geld. Aber hier ist es wohl auch bequemer einfach mal auf die Strasse zu gehen. Wir von freiwilligfrei sehen die Ursache der schrecklichen Verwerfungen in der jetztigen Gesellschaft eben dort wo Regel gemacht und mit einem Gewaltmonopol durchgesetzt werden. Auch dies versuche ich euch so anschlaulich wie möglich zu erklären. Die Regierungen belügen und betrügen uns, aber viele fordern jetzt noch mehr Macht in die Hände dieser Leute.

Bank vs. Staat – wer ist Wolf, wer ist Schaf und wer trägt hier eigentlich noch Pelze?

Bis bald euer Manuel