Kaperprojekt Piratenpartei

Veröffentlicht: 14. November 2011 von infowars in Politik

Berlin, 13.10.2011: Entgegen sonstigen Gewohnheiten greifen die deutschen Medien dankbar eine NPD-Pressemitteilung auf, nach der zwei ihrer ehemaligen Mitglieder nun bei der Piratenpartei aktiv seien. Plötzlich gibt man sich gegenüber den Politaufsteigern sehr kritisch. Der „Stern“ zum Beispiel wittert: „Piraten unter brauner Flagge“.

Lichtschlag: Um ein paar ehemalige Angehörige einer Nazi-Partei geht es nicht. Das „Problem“ ist überschaubar. Vielmehr sollen die Piraten auf Kurs gegen rechts gehalten und gegenüber jenen sensibilisiert werden, die tatsächlich das Schiff entern könnten. Zehntausende ehemaliger Mitglieder konservativer Klein- und Kurzzeitparteien warten auf ein vielversprechendes Betätigungsfeld. Es sind nicht nur Vollidioten, die das eine oder andere Experiment wie Schill-Partei, Statt-Partei, Bund freier Bürger oder Republikaner durchlaufen haben. Vor ihnen und den vielen ehedem parteilosen Wutbürgern haben der „Stern“ und andere Angst – und nicht vor einer Handvoll Neonazis aus einer bekanntermaßen vom Verfassungsschutz gelenkten Kostümpartei NPD, die womöglich gezielt bei den Piraten eingeschleust wurden. Wir wollen weiter ausholen. Denn am Beispiel der Piraten fällt auf, wie raffiniert unser politisches System doch gestaltet ist. Blicken wir dazu zunächst zurück: Lange Jahre kungelten drei Parteien die Macht unter sich aus. Während die Haare länger und der Schlag in den Hosen breiter wurde, berichteten öffentlich-rechtliche wie private Medien scheinbar neutral von Parteitagen und dem, was sonst so anfiel. Man wurde immerhin gut unterhalten von Wehner, Strauß und Co., während der lange Marsch in den Schuldenstaat unter Brandt, Schmidt und Co. deutlich an Tritt gewann. Das politische System war geradezu hyperstabil.

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