Gefährliche Aromatherapie? Der Wahrheitsgehalt von Fehlinformationen

Veröffentlicht: 11. November 2011 von infowars in Gesundheit, Propaganda, Wissenschaft/ Technik

Niki Vogt

Duftöle, Aromaöle oder auch »ätherische Öle« erfreuen sich großer Beliebtheit. Und sie sind oft sehr nützliche Heilmittel, bisweilen sogar effektiver als schulmedizinische Medikamente. Sie wirken gegen Erkältungen und beruhigen. Lavendel beispielsweise vertreibt Kopfschmerzen und Motten, Johanniskrautöl ist gut gegen Ohrenentzündung und Depressionen, Teebaumöl ein wahres Naturantibiotikum. Allerdings sollte auch hier mit Maß und Ziel und vorsichtiger Handhabung gearbeitet werden. Diese Substanzen sind wirkungsvoll, natürlich, aber nicht unbedingt harmlos. Was wirklich wirkt, hat auch Nebenwirkungen. Wie alle Heilmittel müssen sie zielgerichtet und im richtigen Maß angewendet werden. Wie schon Paracelsus sagte: »Die Dosis macht das Gift«. Was aber zur Zeit als neueste wissenschaftliche Warnung in den englischsprachigen Medien – und sicher bald auch hier – die Runde macht, grenzt an bewusste Fehlinformation.

Aromaöle oder ätherische Öle sind in Öl gelöste oder aus den pflanzeneigenen Ölen bestehende Destillate. Sie riechen stark nach den markanten Bestandteilen der Herkunftspflanze. Diese pflanzlichen Bestandteile sind hochwirksam.

Nun wollen Wissenschaftler herausgefunden haben, dass diese aromatischen Pflanzenextrakte, wenn sie heißen Bädern und Massageölen zugesetzt werden oder in Duftlampen verdampft werden, mit der Luft reagieren und winzige Partikel entstehen, die hochgradig reizend wirken können. Die »flüchtigen organischen Verbindungen« produzierten »sekundäre organische Aerosole«. Diese neu

entstandenen Verbindungen könnten zu Augenirritationen, Nasen und Atemwegsreizungen führen, Kopfschmerzen verursachen und zu Leber- und Nierenschäden führen.

Die Studie wurde von Wissenschaftlern in Taiwan durchgeführt, die Messungen in sogenannten »Spas« (Wellnesszentren und Bädern) aufzeichnete. Eine zehnfache Konzentration dieser möglicherweise schädlichen Partikel sei dort zu messen. Zehnfache Menge im Vergleich zu was?

Die Wissenschaftler der Chia-Nan-Universität für Pharmazie und Wissenschaft in Tainan (Taiwan) warnten eindringlich davor, die negativen Auswirkungen dieser sekundären pflanzlichen Aerosole zu unterschätzen.

Die Studie wurde veröffentlicht im »Environment Engineering Science«-Journal.

Hier steht zu lesen: »Da die Aromatherapie in der breiten Öffentlichkeit und von vielen Gesundheitsinstituten angewandt wird, ist sie zu einer der populärsten ergänzenden Therapien avanciert. Daher darf ihre Auswirkung auf die Luftqualität in geschlossenen Räumen nicht unterschätzt werden«.

Und weiter: »Die Degradation flüchtiger organischer Verbindungen führt durch die Reaktion dieser Verbindungen mit in der Luft vorhandenem Ozon zu kleinen, ultrafeinen Nebenprodukten, »sekundäre, organische Aerosole« genannt, die möglicherweise Augen- und Atemwegsirritationen verursachen können.«

weiter

Kommentare
  1. […] »Gefährliche Aromatherapie? Der Wahrheitsgehalt von Fehlinformationen […]

  2. Lisa sagt:

    Also is den Leuten langweilig oder was?
    Warum wird so gegen die Natür angekämpft.. ?
    Das macht mich alles so traurig.
    Aber eins weiß ich. Sollte es wirklich mal hart auf hart kommen, so müssen wir
    alle zusammenhelfen. ALLE!!!!

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