Versichernder Hebel-EFSF = Sicherer Staatsbankrott

Veröffentlicht: 23. Oktober 2011 von infowars in Bank Mafia/Finanzen, EU, Wirtschaft, Wirtschaftskrise/ Finanzkrise

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von Peter Boehringer
Goldseitenblog.com

Seit einigen Tagen heißt die neue Europäische Wunderwaffe zur Verzögerung des weiterhin im Endergebnis absolut sicheren EUR-Kollapses „Stärkung der EFSF-Feuerkraft” per Versicherungslösung, bei der die offiziell 780 Mrd EUR an EFSF-Eigenmitteln (also Steuerzahlergeld v.a. aus Michelland) über eine „Versicherung“ in ihrer Wirkung vervielfacht werden. Einzelheiten seien den Lesern hier erspart – denn vieles im Kleingedruckten der EUR-”Rettungen” ist streng vertraulich und wird ggf. nur von fünf handverlesenene deutschen MdBs in geheimen Sitzungen des weithin unbekannten und doch seit wenigen Tagen realen neunköpfigen Unterausschusses des 41-köpfigen Haushaltsausschusses des 628-köpfigen Deutschen Bundestages abgenickt. Zu diesen absurd wenigen MdBs mit demokratisch nicht kontrollierter Entscheidungskompetenz über Billionen EUR an deutschem Steuergeld -und übrigens sehr illustren Lebensläufen von der Kindergärtnerin zur Sozialpädagogin bis hin zum Skilehrer- gesellen sich im Unterausschuss natürlich wie immer noch die “inoffizellen Mitarbeiter” jeder Couleur, die damit jederzeit über gewinnbringendes Insiderwissen aus erster Hand verfügen. Vor allem aber werden einige der o.g. Details auch erst die kreativen Nachtstunden des am kommenden Wochenende tagenden EU-Gipfels hervorbringen, in denen regelmäßig die noch am wenigsten besoffenen und übernächtigten Politkasper von den Beraterscharen ihrer kommandierenden Weltregierung die einerseits demokratiefeindlichen und verfassungswidrigen jeweils gerade angesagte „End-Lösung“ der Euro-Frage diktiert bekommen; welche aber andererseits doch PR-technisch so durchdacht und komplex ist, dass 99% der Michels die direkt gegen sie und ihre Kinder gerichteten Lösungen nicht mehr hinterfragen (können) und natürlich auch nicht sollen. Die zunächst von den EUliten angedachte Hebel-Konstruktion des EFSF über eine klassische Banklizenz bzw. die Erlaubnis für den EFSF, sich als Bank direkt bei der EZB zu refinanzieren und –ganz im Sinne des fractional banking– in den Billionenbereich zu hebeln, wurde wohl vor allem deshalb zugunsten der nun gefundenen Versicherungslösung verworfen (vorerst – warten wir das kommende Wochenende oder spätestens dann den ESM ab 2012 ab!), weil sonst nicht nur 1%, sondern vielleicht gefährlich hohe 10% der Michels den Wahnsinn dieser gehebelten und natürlich illegalen direkten Staatenfinanzierung über die EZB verstanden hätten. Bei der Versicherungslösung erhofft man sich durch die komplexere Konstruktion weniger Widerstand.

Trotz allem ist die Versicherungslösung schon heute soweit absehbar, dass man ihre Schwachstellen beschreiben kann. Der Ökonom Willem Buiter hat dies bereits getan in einem langen und zwar mangels genauer Marktdaten leicht spekulativen – aber letztlich realistischen Artikel: „The Math Behind The €2 Trillion EFSF Reveals A ‚Pea Shooter‘ Not A ‚Bazooka‘“.

Vorab sei zur Beruhigung der Kritiker von “parteiischen amerikanischen” Autoren gleich betont: Ja, das ist zwar in der Tat einmal mehr absichtsvolle angelsächsische Kampfpresse gegen den EUR; und der ehemalige geldpolitische Vorstand der Bank of England und jetzige Citigroup-Chefvolkswirt Buiter will natürlich nicht den deutschen Euroskeptikern das Wort reden, sondern er will -ganz im Gegenteil- endlich die ultimative Fiskal-/ Transferunion in EURO-Land durchgesetzt sehen zugunsten der von ihm vertretenen angelsächsischen Banken und zugunsten auch des noch viel kränkeren Dollars, denn der totale Transfer-Euro wird den Dollar niemals überleben können. Trotzdem macht das seine Argumente gegen den Wahnsinn der Hebelung des EFSF nicht weniger valide! Diese sind alle mehr oder weniger wahr und darum lesenswert, auch wenn der Artikel länglich ist. Offiziell will Buiter in erster Linie aufzeigen, dass die jetzt angedachte Hebelung via „first loss“-Versicherung  „nur“ etwa 700 Mrd EUR erbringen kann – nicht etwa Beträge im Bereich 2-3 Bio EUR, die (nur bis ca. 2013/14!) aber für umfassende Bailouts aller PIGS erforderlich wären (mit Frankreich als Bailout-Empfängerland sogar 5 Bio EUR). Die unausgesprochene Forderung und Folgerung von Buiter ist jedoch die „grand solution“ – also die Fiskalunion. In der Folgerung daher abzulehnen – dennoch lesen. Ich habe ein paar Highlights aus dem Artikel auf deutsch zusammengefasst und ergänzt:

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