Archiv für 15. Oktober 2011

Oliver Janich

»Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir nicht ganz sicher«. Mein Lieblingszitat von Albert Einstein könnte über vielen Artikel stehen, aber wenn es um die Occupy-Bewegung geht, trifft es den Nagel wirklich auf den Kopf.

Eines vorab: Ich meine nicht, dass jeder, der dort mitmacht, ein Idiot ist. Viele haben berechtigte Zweifel am System und wollen einfach etwas tun. Man kann auch nicht von jedem, der auf die Straße geht, verlangen, dass er erstmal unzählige Bücher über das Geldsystem liest. Aber von den Rädelsführern und denen, die sich ins Fernsehen einladen lassen, darf man das schon verlangen.

Es ist immer schwer zu unterscheiden, ob etwas aus böser Absicht oder aus Dummheit geschieht. War Angela Merkel im Mai 2010 bei der ersten Griechenlandhilfe, als das Desaster begann, aus Zufall in Moskau oder hat sie sich die Befehle ihres Führungsoffiziers abgeholt? Stimmen die

Abgeordneten der Ausplünderung Deutschlands zu, weil sie irgendjemand in der Hand hat oder sind sie so doof? Wer weiß das schon?

Im Falle der Occupy-Bewegung ist es ähnlich. Wie ich in meinem Buch Das Kapitalismus-Komplott schildere, geht die globale Elite immer nach dem selben Schema vor: der Hegelschen Dialektik. Sie kreiert ein Problem (These), kennt die Reaktion der Masse (Antithese) und bietet dann die Lösung (Synthese) an, die ihr vom Anfang an vorschwebte. Was die Ziele der Globalisten sind, wissen wir, weil sie es in unzähligen Büchern und Artikel beschrieben haben: Globale politische Strukturen (= Definition einer Weltregierung, Mitterand-Berater Jaques Attali und andere schreiben das ganz offen), Ausschaltung der Freiheits- und Eigentumsrechte, Zentrale Wirtschaftsplanung, Aufhebung des Individuums, nur das Kollektiv zählt. H. G. Wells beschreibt diese Neue Weltordnung detailliert in seinem Buch The New World Order. Als Vorbild und Zwischenschritt gilt die EU. Lieblingsziel ist eine globale Steuer, die alle Menschen bezahlen müssen und mit der diese globalen Strukturen finanziert werden.

Was fordern nun die Occupy-Leute? Am Anfang hielten sie sich bedeckt, aber so langsam lassen sie die Katze aus dem Sack: höhere Steuern und mehr Regulierung. Auch auf der deutschen Webseite findet sich praktisch der Wunschkatalog der sozialistischen Globalisten: »Einleitung einer sozial-ökologischen Transformation der europäischen Wirtschaft, Einführung einer Finanztransaktionssteuer, für ein verfassungsmäßig garantiertes Recht auf tariflich entlohnte Arbeit« und weitere Zwangsmaßnahmen gegenüber dem Bürger, den die Bewegung angeblich vertritt. Der deutsche Vertreter von Occupy redet sich bei Alexander Benesch frecherweise damit heraus, dass diese Webseite jeder bearbeiten könne. Er hat die Forderungen aber auch nach der Sendung nicht von der Webseite genommen. Ob ich da auch die Abschaffung der EZB fordern kann? (Aufruf an meine Leser: Versucht es doch mal).

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Jeffrey M. Smith

Dr. Andreas Carrasco saß in seinem von innen verschlossenen Fahrzeug und musste eingeschüchtert miterleben, wie eine johlende Menge zwei Stunden lang auf seinen Wagen einschlug und ihn beschimpfte. Seine Freunde, die es nicht mehr bis in das Fahrzeug geschafft hatten, hatten nicht so viel Glück. Einer von ihnen war am Ende wie gelähmt, ein anderer ohnmächtig. Die wütende Menge von etwa 100 Menschen war wahrscheinlich von einem örtlichen Reisbauern aufgehetzt worden, der über das, was Dr. Carrasco an diesem Tag vorhatte, verärgert war. Was hatte Carrasco denn so Schlimmes verbrochen? Er wollte die Menschen darüber aufklären, dass das Herbizid Roundup des BioTech-Konzerns Monsanto Schädigungen bei ungeborenen Tieren und wahrscheinlich auch Menschen hervorruft.

Carrasco gehört zu den führenden Embryologen der Medizinischen Hochschule der Universität der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires und ist Mitglied des Nationalen Forschungsrates seines

Landes. Er hatte von den erschreckenden Berichten über Bauern gehört, die in der Nähe der landwirtschaftlichen Großflächen leben, auf denen Glyphosat-tolerante Sojabohnen angepflanzt werden [Glyphosat ist der zentrale Wirkstoff des Breitbandherbizids Roundup.]. Diese Pflanzen wurden gentechnisch so verändert, dass sie auch die zumeist hohen Dosierungen des berüchtigten Monsato-Unkrautvernichters überstehen. Die bereits nach kurzer Zeit auftretenden Folgen der Versprühaktionen waren nicht zu übersehen: Hautausschläge, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und sogar ein Todesfall. Der erst elfjährige Paraguayer Silvino Talavera, der im Jahr 2003 mit seinem Fahrrad in eine Sprühwolke des Herbizids geraten war, starb an den Folgen dieser Vergiftung. Aber Carrasco registrierte auch einen Anstieg der vorgeburtlichen Schädigungen, der Krebserkrankungen und anderer gesundheitlicher Störungen, die nun die Bauern und ihre Familien heimsuchten, die mit Roundup in Kontakt gekommen waren. Er beschloss daher, dieser Angelegenheit im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie nachzugehen.

Monsanto vertuscht seit 30 Jahren Geburtsschäden

Carrasco injizierte winzige Mengen von Roundup in Hühner- und Froschembryos, und wie nicht anders zu erwarten war, traten die gleichen Geburtsschäden auf, von denen auch die Bauernfamilien im Zusammenhang mit ihren Kindern betroffen waren. Ein Bericht der Provinzregierung von Charkow, der kurz darauf veröffentlicht wurde, bestätigte, dass bei Personen, die in der Nähe von Soja- und Reisfeldern leben, die mit Roundup und anderen Chemikalien behandelt worden waren, tatsächlich eine höhere Zahl von Geburtsfehlern auftritt – zwischen 2002 und 2009 kam es zu einem Anstieg um fast das Vierfache. (Die Zahl der Krebserkrankungen bei Kindern verdreifachte sich im gleichen Zeitraum.)

Die Aufsichtsbehörden hatten bereits vor Jahren Roundup mit der Behauptung zugelassen, dass es keine derartigen Probleme aufweise. Aber nach der Veröffentlichung der Ergebnisse Carrascos verschoben europäische Behörden den Termin für eine erneute offizielle Überprüfung Roundups, die eigentlich 2012 fällig gewesen wäre, in aller Stille auf das Jahr 2015. Und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Nahrungsmittelsicherheit (BVL), das zu einer Stellungnahme zu den Ergebnissen aufgefordert worden war, erklärte lapidar, der argentinische Wissenschaftler müsse sich geirrt haben. Frühere Studien, die unter anderem von den Herstellern von Roundup und anderen Herbiziden durchgeführt worden waren (darunter eben auch Monsanto selbst) hätten bereits ergeben, dass Roundup keine Geburtsfehler hervorrufe.

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Occupy – Planlos in Frankfurt ?!

Veröffentlicht: 15. Oktober 2011 von infowars in Protest/Aktivismus
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Liebe Occupy-Frankfurt-Aktivisten,

Ihr seid keine Schafe mehr. Ihr habt erkannt, dass ihr dem Schäfer und seinen Hunden zahlenmäßig überlegen seid. Mit der Demonstration Eurer Stärke werdet ihr unauslöschlich ein Zeichen setzen. Ihr werdet das System, dass uns alle versklavt, bloßstellen und Euch gegen diejenigen wenden, die von ihm profitieren.

Ich vermute es werden die Banken und die Spekulanten sein, die am 15. in Frankfurt am Pranger stehen. Warum solltet Ihr auch sonst nach Frankfurt gehen?

Eure Slogans und Sprechchöre werden sich auch gegen die Lobbyisten und Konzerne richten, die die Politik für ihre Zwecke benutzen, weil sie nur ihren Vorteil wollen.

Wahrscheinlich werdet Ihr fordern, dass die Politik sich zum Wohle aller aus den Klauen dieser Strippenzieher lösen solle, um endlich Politik  für Euch zu machen. Denn Ihr seid die 99%.

Aber was macht Euch denn so anders, als die Lobbyisten, die aus wirtschaftlichen Gründen versuchen, die Politiker zu beeinflussen? Was macht Euch besser, als die Spekulanten, die versuchen, aus einem gegebenen System einen eigenen Vorteil zu ziehen?

Werdet ihr kostenlose Schulen und Universitäten fordern? Werdet ihr härtere Gesetze gegen die Märkte verlangen und dafür auf die Strasse gehen, dass die Sozialleistungen zum Wohle der Menschen ausgeweitet werden? Werdet Ihr noch mehr Staat und Umverteilung wollen?

Wenn Ihr das fordert, seid auch Ihr Lobbyisten! Wenn Ihr das fordert, unterscheidet Euch nichts von denen, die das System für ihr Zwecke nutzen wollen, zu Lasten Dritter.

Überlegt Euch, wie abhängig Ihr vom Staat werden wollt und ob ihr weitere kostenlose Leistungen beziehen wollt, für die Eure Kinder und Kindeskinder durch die todsichere Entwertung unseres Geldes bluten müssen.

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