Archiv für 13. Oktober 2011

Der Anlass für diesen Artikel ist ein weiterer Fall im Bekanntenkreis. Für mich ist es jedoch auch ein De-Ja-Vu. In vielen Bereichen des “Krankheitswesens” wird an Werten und Diagnosen solang geschraubt, bis die Statistik der Kranken wieder passt. Im Falle von ADS/ADHS jedoch wird nach meiner bescheidenen Einschätzung – körperverletzung der Superlative betrieben. Alles was nicht der Norm entspricht – ist Krank. Besonders interessant ist hierbei zu beobachten, wer sich anschickt eine Diagnose zu stellen.
Die Zeiten werden immer schneller und kaum jemand schafft es heute noch mit selbiger Schritt zu halten. Bei Erwachsenen wird häufig das so genannte “Burn-Out-Syndrom” diagnostiziert und bei Kindern ADS oder ADHS. Erschütternd ist die Tatsache, dass immer häufiger die Diagnose in Kindergärten oder Schulen von Betreuern oder Lehrern getroffen wird, welche diesen Anlass auch direkt nutzen um die eh schon verzweifelten Eltern zu erpressen.

In einem Wochenendseminar werden die “Pädagogen” darin geschult um die Merkmale einer solchen “Erkrankung” zu erkennen und sind hiernach meist schon “Experten”. Wenige Eltern haben den Mut sich gegen eine Diagnose der Lehrkräfte oder Erzieher zu stellen und so beginnt der Höllenritt der Kinder. Bereits im zarten Alter werden diese dann mit der Pharmazeutika zugebombt, hauptsache man passt ins ach so tolle System. Sehr wenige Pädagogen nehmen sich heute noch die Zeit um Kindern zu helfen. Zu helfen, in diesem kranken System zu leben.

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