Die „Breite Masse“ der „Normalbürger“ und Friede, Freude, Eierkuchen..

Veröffentlicht: 6. Oktober 2011 von infowars in New World Order/ Neue Weltordnung

Die Normalbürger haben heutzutage ein von den Medien und den entsprechenden Fachleuten ausgearbeitetes und exakt in sich geschlossenes Weltbild, das so beschaffen ist, dass keinerlei Fragen offen zu bleiben scheinen.

Abstrakte Gebilde wie „die Wissenschaft“, die „Pharmazie“, die „UNO“, der „Kapitalismus“, der „IWF“, das „System“ etc. beherrschen das Bild. Jeder Normalbürger weiß, diese Institutionen sind jeder Bedrohung und jedem Problem gewachsen, sie sind für den Normalbürger sozusagen eine Art Mutterersatz, ein sanftes Ruhekissen, auf dem man sich nach getaner Arbeit niederlassen kann. „Die werden schon alles regeln“. Der Normalbürger hat ein fast schon groteskes Vertrauen in abstrakte Institutionen, die die Welt schon retten werden. Alles sei unter Kontrolle.

Auch steht für jeden Bürger fest, dass in Bezug auf die wirklich wichtigen Fragen unserer Zeit keinerlei Handlungsbedarf besteht, da eben diese Institutionen schon einspringen werden und „ja ohnehin an den Lösungen arbeiten“. „Es ist alles nur noch eine Frage der Zeit, bis alle Probleme gelöst sein werden“ ist deren Devise. Auch denken die Bürger, daß es ihnen noch nie so gut ging wie heute, dass sie noch nie freier gewesen wären, dass sie noch nie so viele Rechte und noch nie einen so großen Wohlstand gehabt hätten. Somit ist für den Bürger klar, er hat nur seine Position im System zu erfüllen und alles werde gut.
Doch es gibt auch solche Bürger, die sehen, dass nicht alles in bester Ordnung ist. Diese in der Gesellschaft gern gesehenen und von den Medien des öfteren als die großen Vorbilder gepriesenen Individuen möchten „mehr tun, sie möchten sich engagieren, möchten sozial tätig sein, möchten helfen“. Sie sind diejenigen, die im Gegensatz zu allen anderen, die „nur ihrer Arbeit nach gehen, ehrenamtlich darüber hinaus“ noch in verschiedenen Institutionen tätig sind: bei der „Caritas, bei den Tierschützern, bei Greenpeace, beim roten Kreuz oder als Entwicklungshelfer in Afrika“. Die restlichen Bürger können diese angesichts ihres Einsatzes nur bewundern – doch auch sie „tun etwas“. Sie spenden. Sie spenden für „die Armen, für die Notleidenden, für die Kriegsopfer, für Nachbar in Not“ oder für „den kleinen Nazareno „ usw.

So können sie nachts wesentlich besser schlafen, da sie ja „wissen“, dass sie „etwas“ getan haben.

 

Der Bürger weiß, dank „Gentechnik, Biotechnologie, Computer, New Economy, Functional Food, der neuen Technologien“ und so weiter wird es diese Probleme in naher Zukunft nicht mehr geben. Es müssen mehr Nahrungsmittel produziert werden und bessere Agrartechnologien entwickelt werden, sonst kann man das Welthungerproblem nicht lösen, ist sich der Bürger sicher.
Er sieht und hört in den Medien, wie emsig die internationalen Institutionen und „die Wissenschaft“ an den Problemen arbeiten und hofft daher auf eine bessere Zukunft, auch für die Menschen in den Entwicklungsländern. Die Gentechnologie z. B. wird in seiner Meinung auch das leidige Problem der „vielen genetischen Krankheiten lösen, auch Krebs, Aids und andere Krankheiten werden damit in Zukunft besiegt werden.“ Auch die Autoindustrie entwickelt „in der Zwischenzeit treibstoffsparende Autos mit „Katalysatoren, die helfen, die Umwelt rein zu halten und weniger fossile Brennstoffe zu verbrauchen.“
Er ist sich hundertprozentig und unerschütterlich sicher, die besten und nur die besten Technologien werden von der Wissenschaft eingesetzt, um die Menschheit in eine gute Zukunft zu führen, doch er weiß aus den Medien auch, dass man hier Kompromisse schließen muss.

Entweder – oder, beherrscht sein Denken. Entweder Auto oder Radfahren, Atom oder kein Strom, Arbeit oder gesellschaftliches Abseits, Kapitalismus oder Kommunismus, Demokratie oder Diktatur, das sind die Alternativen, die er kennt und keine anderen.

Wenn es z.B. etwa bessere, umweltschonendere, technologischfortgeschrittenere Fortbewegungsmittel als Autos mit Verbrennungsmotoren gäbe, so ist er sich unerschütterlich sicher, dann wären diese schon längst eingeführt, denn dann „hätten wir es ja schon längst, das ist doch klar“.

Der vergessene Herr der BlitzeKopfschüttelnd verfolgt er dabei die gelegentlichen Meldungen von „freier Energie Technologie“ und grinst blöde vor sich hin, wenn er solches auch nur hört, denn er ist ja umfassend „gebildet und weiß“ ja, so etwas kann nicht funktionieren, schließlich verfolgt er des öfteren im Fernsehen die anstrengenden Versuche der Autoindustrie und der Wissenschaftler, Wasserstoffmotoren u.ä. zu entwickeln und wie mühselig und höchst kompliziert das doch alles eigentlich ist.

Jeder kleinste Erfolg muss teuer erkauft werden, und Wissenschaftler erklären die Problematiken genau und vertrösten auf die Zukunft. „In 10 Jahren werden wir……dann haben wir die technischen Voraussetzungen…….dann können wir eine Masseneinführung dieser Technologie in Angriff nehmen…..vorerst sind unseren technischen Möglichkeiten Grenzen gesetzt….wir haben das Potential ausgeschöpft….usw.“ Aufgrund all dessen steht der „gute Staatsbürger“ grundsätzlich auf dem Standpunkt, dass diese Freie Energie Technologie-Spinner“ besser was vernünftiges arbeiten sollten„.

Er weiß, dass deren Betätigung „sinnlos“ und „keine Alternative“ ist, denn die Wissenschaft hat vor vielen Jahrzehnten ja beschlossen, dass es freie Energie Technologie, die er ja locker und nebenbei mit dem Perpetuum mobile gleichsetzt, nicht gibt. Für ihn sind diese Leute daher (esoterische) „Spinner, Mystiker“, abgehobene und weltfremde Querköpfe, die besser eingesperrt oder eingespart gehörten, damit sie „keinen Schaden“ anrichten können.
Er hingegen „weiß“, er macht mit seinen Spenden, mit seinen „sozialen Aktivitäten seinem Engagement“, das eindeutig Richtige. Und das ist ihm auch durchaus sein Geld wert, im „Kampf gegen diese Probleme, Bedrohungen und gegen diese Krankheiten“ u.a.. Er sieht, wie die Wissenschaft „kämpft“, und unbewusst möchte er sie in „diesem Kampf unterstützen“, für die richtige Seite, im Kampf für „treibstoffsparende Autos, effektivere Medizin, bessere Schulausbildung usw.,“ es könnte ja auch ihn selber „mit all diesen Problemen“ einmal treffen.

Diesbezüglich hat der Bürger also durchaus „Problembewusstsein“ und aus einer „rationalen, logischen und grundvernünftigen Sicht kann er ja nur Recht haben“, das weiß er.
Was jedoch „die Wirtschaft“ betrifft, so ist sich der Bürger bewusst, die ist „zu kompliziert“. „Solche Dinge“ übersteigen sein Fassungsvermögen. Daher überlässt er das besser den Fachleuten. Diese haben den Durchblick. Dass die Währung stabil bleibt, dass es keine größeren Finanzkrisen geben kann, steht für ihn fest. Heute ist die Welt „vernetzt“, so etwas „wie früher“ gibt es nicht mehr, „diese Zeiten sind vorbei“, „Friede, Freude, Eierkuchen“, davon ist er felsenfest überzeugt.

Daher legt er seine Vermögensplanung lieber in die Hände von „Experten“, die ihm Aktien, Fonds, Versicherungen etc. verkaufen, für eine „sichere Zukunft“. Diese vermehren sein Geld ohne sein Zutun, doch er weiß auch, dass das auch mit Risiko verbunden sein kann, weil es so mancher Bankberater ihm (noch) mitteilt. Lässt er sein Geld jedoch bei der Bank liegen, so ist er „auf der sicheren Seite“, weiß er, es kann ihm nichts passieren.

Schließlich gibt es ja den „Einlagensicherungsfond“. Er bekommt also „garantiert“ sein Geld zurück, „was auch immer“ passiert. Außerdem steigen Aktien „langfristig“. Man darf „nur nicht verkaufen“. So wird man „automatisch reich„.

So folgt er den Ratschlagen der Experten, und sein Geld fließt dahin, wo es am „produktivsten arbeitet“ – also in die Entwicklungsländer, in Billigarbeit, Kinderarbeit, Ausbeutung, Kriegswirtschaft, in Blut und Tränen.

Die Folgen sind Outsourcing, Lohndumping, Stellen- und Sozialabbau, Mord. Doch davon ahnt er nichts, will er auch partout und unter keinen Umständen etwas wissen, denn „das“ geht ihn nichts an, damit will er „lieber“ nichts zu tun haben. „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“. Solange nur die Rendite stimmt, ist ihm egal, was „die Experten“ mit seinem Geld machen. Ansonsten geht er auf die Barrikaden, der Herr Nachbar darf um keinen Preis der Welt mehr Rendite erzielen als er, sonst würde er ja „danebenstehen“, sonst wäre er „der Dumme“.

Er kann nicht ertragen, wie andere finanziellen Erfolg haben und er nicht. Denn dann geht er sofort auf die Barrikaden und mutiert zum geldgierigen Tier, das um der Rendite willen an den Lippen des „Finanzberaters“ hängt, jedes Wort einsaugt wie ein Verdurstender einen Tropfen Tau und sich jede noch so risikoreiche wie schwachsinnige Anlage andrehen lässt, wie z. B. „China Prosperity“, „DER Fonds für den erfolgreichen Anleger“ (Klorollenhersteller in China).

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