Vorzeigeland Schweden: Eine Familienpolitik, die Kinder psychisch krank macht

Veröffentlicht: 3. Oktober 2011 von infowars in Kindesmißhandlung/ Sex Crimes, Politik

Anna Dahlström

Immer dann, wenn in  Deutschland über die Vereinbarung von Beruf und Familie diskutiert wird, dauert es nicht lange, und einer der Krippenbefürworter, in der Regel sind es Familienpolitiker der Bundesregierung, bringt als positiven Vergleich die Situation in Schweden in die Debatte ein. Ein Todschlagargument ist dieses Schweden inzwischen geworden, jedenfalls hier in Deutschland. Dabei macht sich offenbar niemand die Mühe, einmal die wahren Umstände in dem skandinavischen Land herauszufinden. Sonst würden die Parolen anders lauten, denn die wahre Lage in Schweden sieht dramatisch aus.

Experten und Wissenschaftler schlagen Alarm, so wie es hierzulande und anderen Staaten der Fall ist. Die schwedische Ärztin, Neurobiologin und Professorin an der Universität Göteborg, Annica Dahlström, und ihr Mitstreiter Christian Sörlie Ekström sprechen in warnenden Artikeln von einer schwedischen Familienpolitik, die die Kinder psychisch krank macht. Im Portal der Göteborgs Posten erschien im Frühjahr folgender Artikel der beiden Forscher, den Natalie Hamann freundlicherweise für den KOPP Verlag übersetzte:

Das erste Mal in der Geschichte der Menschheit müssen wir fast alle Erkenntnisse im Bezug auf Kinder auf die Müllkippe der Geschichte werfen. Vielen Kindern geht es heutzutage richtig schlecht, und es wird sich weiter verschlimmern. Doch im heutigen demokratischen Schweden darf man nicht

danach fragen, ob es einen Zusammenhang zwischen unserer modernen Sichtweise gibt, wie Kinder aufwachsen sollten, und den immer häufiger auftretenden Erkrankungen der Kinder. Nun lassen Sie uns selbst für ein Weilchen außer Acht, lassen Sie uns Folgendes fokussieren: was ist gut für die Kinder?

Wir stoßen außerdem auf die Frage, in wie weit die Entwicklung zum Besten der Kinder verläuft, oder ob wir erwachsenen Eltern hier etwas aus reinem Eigeninteresse betreiben.

Die statistischen Raten bzgl. Selbstmord, Suizidversuch, Depression und der Einnahme von Psychopharmaka haben sich bezüglich  junger Frauen bis zu 400 Prozent innerhalb der letzten zehn Jahre erhöht. (Hängt das vielleicht auch damit zusammen, dass von allen Kindern erwartet wird, sich wie Jungen zu verhalten?) Der Trend bei jungen Männern ist der gleiche, auch wenn die Entwicklung nicht genauso dramatisch ist. Je jünger die Kinder, desto extremer der Anstieg, den heranwachsenden Kindern geht es immer schlechter, und wir fragen uns, warum.

Die erste Generation, die geboren wurde unter den neuen nun geltenden Bedingungen in Schweden, war vom ersten Lebensjahr an in der Kinderkrippe, und hat während ihrer ersten sechs Lebensjahre den größten Teil ihres wachen Lebens mit Krippen- und Tagesstättenpersonal verbracht. Des Weiteren haben diese Kinder in einer Gesellschaft gelebt, in der wir uns einbilden, dass Männer und Frauen genau gleich sind und identische Fähigkeiten besitzen, sich um die Kinder zu kümmern, ohne Aussicht auf eigene Wahlmöglichkeiten. Das ist nun das erste Mal, dass wir erkennen können, wie es jener  Generation geht, die nun die Konsequenzen tragen muss aus diesem schwedischen Experiment.

Heute arbeiten die Eltern ca. acht Stunden mehr pro Woche und Haushalt, als vor 1980. Das bedeutet also 1,5 Stunden weniger Kind-Elternkontakt pro Tag. Wenn wir annehmen, dass das bewusst erlebte Zusammensein vor 1980 drei bis vier Stunden pro Tag bei Kleinkindern und Eltern war, stellen 1,5 Stunden weniger eine Verringerung des Kontaktes um 50 Prozent dar!

Die Entwicklung des Vermögens, soziale Bindungen zu knüpfen, ist heute ein gut erforschter Prozess. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder engen Kontakt zu ihren Müttern benötigen. Sie brauchen auch ihre Väter, aber die Mutter ist das Wesentlichste in den ersten zwei bis drei Lebensjahren.

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Kommentare
  1. A very tough criticism against the cynical experiment with the political steering of parents and children and their mental health is again presented by professor Annica Dahlström in Swedish daily GP – Göteborgs Posten.

    The criticism appears to be very well founded in modern research on the development of children, but it will surely be countered by another state-paid expert who will be put forward by the Nomenklatura of our country to state that the policy is so-o-o right and that there is no risk of the mental health of our children and youngsters.

    But – being a parent in Sweden and having seen decades of political oppression and mental disturbances and decaying school results and a large number of stressed parents and children, one can only confirm the sad development.

    The Swedish experiment has long been observed by foreign researchers and writers like Dr Allan Carlson in his book „The Swedish experiment in Family politics“ or by Dr Patricia Morgan in her book „Family policy. Family changes. Sweden, Italy and Britain compared“ (CIVITAS), in which she compares the family policy situation in Sweden with the one of the former Soviet Union.

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