Aktuelle Neuerscheinung: »Das Euro-Abenteuer geht zu Ende« – Professoren enthüllen Mythen rund um die Einheitswährung

Veröffentlicht: 5. September 2011 von infowars in Bank Mafia/Finanzen, EU, Politik, Wirtschaft, Wirtschaftskrise/ Finanzkrise

Michael Brückner

Würden nicht Politiker oder Verfassungsrichter über die Zukunft des Euro entscheiden, dann wären die Tage der Gemeinschaftswährung in ihrer derzeitigen Form wohl gezählt. In einer Umfrage für die ARD und die Tageszeitung Die Welt bekannten drei Viertel der Befragten, sie fürchteten wegen der Euro- und Schuldenkrise um ihren Wohlstand. Und rund 80 Prozent der Bürger sind der Überzeugung, das Schlimmste komme erst noch. Angetrieben von den mächtigen Lobbyisten der exportorientierten Großindustrie und der Banken werden die Regierungen alles versuchen (»Koste es, was es wolle«), um den Euro mit weiteren milliardenschweren Garantien und Finanzspritzen eine Weile am Leben zu erhalten. Dabei ist die Europäische Währungsunion längst ins Stadium der Agonie getreten. »Das Euro-Abenteuer geht zu Ende«, davon sind die fünf Professoren überzeugt, die vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den sogenannten Euro-Rettungsschirm klagten. Und so lautet denn auch der Titel ihres topaktuellen Buches, das jetzt im Kopp Verlag erschienen ist.

Wilhelm Hankel, Wilhelm Nölling, Karl Albrecht Schachtschneider, Dieter Spethmann und Joachim Starbatty – sie alle schreiben Klartext. Mit ihren Analysen liefern sie dem Leser genau das, was sich Millionen von Sparern und Verbrauchern in dieser Krise wünschen: endlich kein beschwichtigendes Polit-Kauderwelsch, sondern eine auf den Punkt gebrachte Diagnose. Die Professoren entlarven die dreistesten Euro-Lügen und erläutern, weshalb die aktuelle Krise von Anfang an geradezu

vorbestimmt war. Die Autoren sind – das betonen sie gleich zu Beginn des Buches – keine Anti-Europäer. Im Gegenteil, sie wollen Europa retten, indem sie mit ihrem Werk an die Bürger appellieren.

Das erscheint ihnen dringend geboten, weil die Mainstreammedien alle möglichen Behauptungen der Politiker und Wirtschaftsvertreter kritiklos ans Volk weitergeben. »Alles ist schamlos fantasiert«, kritisieren die Autoren. Weder bräche das Euro-System zusammen, wenn jene Länder ausschieden, die wirtschaftlich zu schwach seien, seine Spielregeln einzuhalten. Noch hänge Europas Stärke von der Einheitswährung ab. »Wenn Deutschlands Exportwirtschaft boomt, hat das andere Gründe als den Euro … Der Anteil der deutschen Exporte in Euroländer ist trotz der dort zu erzielenden Inflationsgewinne annähernd konstant geblieben«, schreibt der Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Präsident der Hessischen Landesbank, Professor Wilhelm Hankel. Der Euro nutze Deutschland, werde zwar behauptet, tatsächlich aber habe die Bundesrepublik für den Euro gezahlt – und das nicht zu knapp, schreibt Hankel. Er kritisiert zudem die Rolle der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie sei zu einer »Bad Bank« mutiert, da sie ihr Portefeuille mit Staatsanleihen und anderen Vermögenswerten fülle, für die es keinen Markt gebe.

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