Kapitalismus: Umverteilung von reich zu arm

Veröffentlicht: 18. Juli 2011 von infowars in Wirtschaft

Fünf-Minuten-Film stellt die Frage: Für wieviel Geld würden Sie auf das Internet verzichten?

Auf YouTube ist ein Video aufgetaucht, das in gerade mal fünf Minuten einen wesentlichen Vorteil einer freien Marktwirtschaft erklärt. Diese Geschichte ist so oder ähnlich schon oft erzählt worden. Angesichts des weit verbreiteten Unwissens über ihre Schlussfolgerung kann eine weitere Version nicht schaden. Besonders, wenn sie so attraktiv ist wie diese.

Der vom Fund for American Studies hergesetellte Film beginnt mit der überraschenden Frage: Für wieviel Geld würden Sie die Nutzung des Internet aufgeben? Die Antworten der durchweg jungen Menschen reichen von vielen Millionen Dollar bis „unbezahlbar“. Das sei die von seinen Studenten regelmäßig gegebene Antwort, bestätigt dann Wirtschaftsprofessor Michael Cox von der Southern Methodist University’s Cox School of Business. Und das, obwohl der Zugang zum Internet inzwischen weit weniger als 1000 Dollar kostet. In den letzten zwei Jahren allein seien die Kosten der Internetnutzung um etwa 50 Prozent gefallen. Somit ist im Hinblick auf das weltweite Kommunikationsnetz ein riesiger Abstand zwischen Kosten und Wert entstanden.

Mitte der achtziger Jahre, wird im Kurzfilm weiter erläutert, kosteten die ersten kommerziellen Handys etwa 4000 Dollar. Trotz Inflation würden die meisten, unzähligen Handynutzer von heute nicht einmal ein Zehntel dieses Betrages für ein Mobiltelefon ausgeben. Schon gar nicht für eines, das weder Speicher noch Internetzugang hat und keine Musik spielen kann.

Dieses Wunder kommt folgendermaßen zustande: Reiche, statusbewusste Menschen sind die Erstkäufer eines neuen Produktes. Ihre Kritik und Verbesserungsvorschläge nutzen die Hersteller, um bessere Produkte zu bauen, und erweitern so den Kundenkreis. Wettbewerb – nicht nur existierende Konkurrenz, sondern schon die Möglichkeit der Entstehung von Konkurrenz – beschleunigt diesen Prozess. Wenn das Pionierprodukt die Statusbedürfnisse der Reichen befriedigt, sind die Entwicklungskosten der Grundinnovation bald abbezahlt und eine Verkaufsinfrastruktur aufgebaut. Die im Anschluss erzielten Produktverbesserungen kosten, relativ zum zusätzlichen Nutzen für den Konsumenten, immer weniger. Die jetzt einsetzende Massenproduktion senkt die durchschnittlichen Fixkosten pro Einheit, und die Verbesserungen orientieren sich zunehmend daran, was von immer mehr Kunden gewünscht wird – sogenannte „sunk costs“ werden in der künftigen Entwicklung des Produkts weitgehend vermieden.

weiter

Kommentare
  1. […] »Kapitalismus: Umverteilung von reich zu arm […]

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s