Die gravierenden Nachteile des geheimen Datendiebstahls

Veröffentlicht: 15. Juli 2011 von infowars in Nachrichten, Staatsterror, Terror unter falscher Flagge

http://infokrieg.tv/wordpress/wp-content/themes/platform/functions/timthumb.php?src=wp-content/uploads/2010/12/wikiwhat-400.jpg&h=&w=480&zc=1

Wir alle wollen glauben, dass derzeit in den Schlagzeilen befindliche Hacker-Organisationen vergleichbar sind mit den Rebellen in den berühmten Star Wars-Filmen: Opferbereit, grandios organisiert, hochmoralisch, hochmotiviert und in der Lage, den Todesstern des Imperiums zu sprengen weil sie einen kleinen Schwachpunkt in der Verteidigung des Feindes entdeckt haben. Jeder der einmal versucht hat, seine eigene “Rebellenorganisation” zu leiten wird wissen, dass das echte Leben nicht wirklich mit der Filmwelt vergleichbar ist.

Wikileaks, Anonymous, LulzSec und andere Gruppen schienen und scheinen zuweilen immer noch wie ein Traum; sie stehlen belastende Daten vom Pentagon, von Rüstungskonzernen, Sekten und andere düsteren Schergen. Ist dies die nächste Generation des Informationskrieges oder zum großen Teil Showbiz? Normalerweise urteilt man in erster Linie über die Dokumente selbst – aber das schiere Ausmaß an Geheimniskrämerei und Undurchsichtigkeit kann schnell ein viel größeres und komplexeres Bild verschleiern.

Anonym heißt keine Transparenz

Anonymous und Wikileaks nutzten lange Zeit einen PR-Gag den die Unterhaltungsbranche als “Rätselkiste” bezeichnet. Solange wir nicht den genauen Inhalt der mysteriöse Kiste kennen und wir mit schwammigen Hinweisen und übertriebenen Behauptungen bei der Stange gehalten werden, sind wir gespannt und fasziniert. Es war immer vorauszusehen dass es enttäuschend sein wird, letztendlich herauszufinden wer Laura Palmer umgebracht hat. Es war viel interessanter zu rätseln und im Dunkeln zu tappen.

In der Musikindustrie ist eine Plattenfirma dann zufrieden, wenn das Publikum sich nicht nur an ein Lied erinnert sondern auch an den Bandnamen und irgendein Bild damit verbindet. Eines der primären Ziele derzeit prominenter Hackergruppen ist die Etablierung einer Marke mit hohem Wiedererkennungswert. Die Gruppe Anonymous “bedient” sich zu diesem Zweck bei dem Film V wie Vendetta des Hollywood-Studios Warner Brothers, in dem der mysteriöse Superheld einen Mantel und eine Guy Fawkes-Maske trägt während er versucht, mit allen Mitteln eine Diktatur zu bekämpfen. Der Haken an dem Gimmick ist, dass Fawkes anscheinend ein getäuschter Mitläufer gewesen war der den Aristokraten mit seinem Gunpowder Plot in die Hände spielte. Der Historiker Webster Tarpley erklärte dies ausführlich:

“…stell’ einen falschen Plan auf, stopf ihn voll mit Katholiken, Fanatikern, Leichtgläubigen und eigenen Doppelagenten und häng die Sache dann dem Vatikan an, dem Papst und den Jesuiten. Und benutze das um Jahrzehnte an absoluer Hysterie zu schaffen. Und natürlich um einen Polizeistaat zu errichten.”

http://www.progressivepress.com/peaceweek/cloakandgunpowder.html

Es ist irreführend, Anonymous als eine kohärente Organisation zu bezeichnen, da prinzipiell jeder mit den Fähigkeiten, in anderer Leute Systeme einzubrechen, sich Bilder von Guy Fawkes-Masken besorgen und die einschlägigen Slogans verwenden kann (“We are Legion”, “Expect us”). Der Schutz durch (vermeintliche) Anonymität hat auch gravierende Nachteile: Oft kennen sich die einzelnen Mitglieder gegenseitig nicht sonderlich gut, was sie enorm verwundbar macht für Infiltration und Cyberangriffe unter falscher Flagge.

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