Archiv für 6. Juli 2011

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Sogenannte “Limited Hangouts”, weiche Enthüllungen wie man sie von den Massenmedien und großen Verlagen mit viel Lärm und Pomp vorgesetzt bekommt, dienen als Ablenkungen von substanziellen Vorgängen, sie bleiben immer deutlich unter einem bestimmten Schwellenwert an dem wirklich eine positive Veränderung eintreten kann, etwa durch neue ernsthafte Ermittlungen, die Verbreitung von Informationen unter den Menschen wie ein Lauffeuer, ein politisches Aufräumen usw. (mehr …)

Eva Herman

Von unseren Kindern wird in der heutigen »bildungsfreundlichen« Zeit viel erwartet. Im Kleinkindalter sollen sie bilingual erzogen werden, sie sollen klassische Musik hören, ein Musikinstrument und erste mathematische Zusammenhänge erlernen. Das Motto lautet: Je früher, desto besser. Denn nur, wer in frühen Jahren viel lernt, der wird später richtig intelligent und gehört somit zur relevanten Gruppe der Leistungsgesellschaft, heißt es.

Der Ehrgeiz ist riesengroß, doch Achtung: Es ist der Ehrgeiz der Erwachsenen.

Wie steht es dabei mit den Kindern? Sind sie wirklich schon in der Lage, mit ein, zwei Jahren englische oder spanische Vokabeln zu lernen? Brauchen sie bildungspädagogische Strategien, um die Vernetzung ihrer Synapsen im wachsenden Kinderhirn zu beschleunigen und werden sie dadurch wirklich schlauer? Fühlen sich Ein- oder Zweijährige wohl und wird ihr Selbstvertrauen gestärkt bei diesen hochfliegenden, vorschulischen Ausbildungsprogrammen?

Wohl kaum. Das Gegenteil ist vielmehr der Fall. Das jedenfalls sagt der renommierte Kinder- und Jugendtherapeut Wolfgang Bergmann und findet sich damit in einer rasant wachsenden Gruppe internationaler Hirn- und Erziehungsforscher wieder. Er erteilt den überspannten Plänen tüchtiger Politiker/innen eine klare Absage. Er wirft den bildungspolitischen Entscheidern vielmehr vor, sich viel zu wenig mit den tatsächlichen Ergebnissen weltweiter Untersuchungen bei Säuglingen und Kleinkindern zu beschäftigen und mit ihren leichtsinnigen, oberflächlichen Betrachtungen, die in parteipolitische Entscheidungsprogramme münden, fatale Folgen für die ganze Gesellschaft zu bewirken. Bergmann weist auf die Gefahren hin: Die Kreativität der Kinder, die Lust am Lernen, die Freude am Leben und die Neugierde auf die unbekannten Vorgänge des Daseins werden durch die ehrgeizigen Erziehungsprogramme in Wahrheit ausgebremst und verhindert, sie müssen verkümmern.

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In einer Gesellschaft ohne Staat würden doch große Konzerne die Macht übernehmen und Monopole und Kartelle bilden, die den hilflosen Verbraucher fest in ihrem Würgegriff hätten!

Dies ist ein sehr gutes und häufig auftretendes Argument. Ein Gesellschaftssystem, das es nicht schafft, aufkeimende Monopole und Kartelle, die zu einer Gefahr für die Menschen werden, aufzuhalten, hätte es schwer, akzeptiert zu werden.

Allerdings muss sich auch jeder, der dieses Argument benutzt, die Frage gefallen lassen, mit welchem Erfolg unser demokratisches System mit seiner angeblichen Gewaltenteilung diesem Anspruch gerecht wird.

Ist es nicht so, dass der Staat an sich mittlerweile zusammen mit den Banken und Industriekonzernen Hunderte von Monopolen und Kartellen betreibt?

Das Geldwesen, das Schulsystem, das Gesundheitssystem, das Pharmakartell, das Energiekartell, die Straßen und die in Perfektion betriebene Ausplünderung der Dritten Welt, um nur einige zu nennen.

Was auch immer der Anspruch ist, der zu dieser Argumentation führt, unser jetziges System wird ihm nicht gerecht.

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