Archiv für 30. Juni 2011

Immer häufiger bedienen sich die sogenannten Sicherheitskräfte der Agent Provocateure. Leider ist selbiges in Deutschland nicht einmal eine Straftat, wie es in Griechenland aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis. Die übliche Definition des Agent Provocateurs passt hier allerdings auch nicht ins Bild, heute werden solche V-Leute benutzt um übermäßige Gewaltanwendung zu legitimieren wie es den Eindruck macht.
Nicht erst seit Stuttgart 21 wird in Deutschland ein solches Vorgehen häufiger Beobachtet, auch bei anderen Anlässen scheint diese Taktik ein willkommenes Mittel der Behörden zu sein. Lesen wir zuerst die Definition für diesen Begriff:

Der Einsatz eines Agent Provocateur durch den Staat erfolgt üblicherweise im Auftrag von Behörden wie Staatsanwaltschaft, Polizei oder Geheimdiensten und bezweckt idealerweise die Begehung eines unbeendeten Tatversuchs (Haupttat) mit der Möglichkeit üblicher Beweissicherung (→ in flagranti). Ziel eines solchen Einsatzes ist, verhüllte und gefährliche Kriminalität aus der Straflosigkeit zu locken. Ein Agent Provocateur entstammt regelmäßig dem verdeckten Mitarbeiterumfeld, etwa als V-Mann, Verdeckter Ermittler oder Inoffizieller Mitarbeiter.[1]

Bei Demonstrationen würde ich dieses Mittel als absolut nicht angebracht bezeichnen, wenn man überhaupt von angebracht sprechen möchte. Laut der BAZ wurden gestern im Fernsehen Beweise für ein solches Vorgehen durch die Griechischen Sicherheitskräfte ausgestrahlt. Die Baz hierzu:

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Udo Ulfkotte

 

Die deutsche Wirtschaft freut sich. Es gibt viele Aufträge. Nur ein EU-Land bereitete gewisse Probleme: Bei den Ausfuhren nach Griechenland gab es starke Einbrüche, zumindest bei Maschinen und pharmazeutischen Produkten. Doch es naht Hoffnung für die deutsche Wirtschaft. Denn da ist ein anderes deutsches Produkt, das derzeit auf dem griechischen Markt mal wieder reißenden Absatz findet: deutsches Gas. Damit schlägt die griechische Regierung jetzt die Aufstände in Athen gegen das Sparpaket nieder.

 

Die Griechen sind derzeit nicht gut auf die Deutschen zu sprechen. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird als Nazi dargestellt. Und die Deutschen sind aus Sicht vieler Griechen schlicht Verräter. Nach Auffassung der in Griechenland lebenden Menschen saugen die Deutschen den Griechen nun das Blut aus. Das Ende der deutsch-griechischen Freundschaft scheint gekommen.

Viele Griechen demonstrieren nun vor dem Athener Parlament gegen den von der Regierung beschlossenen Sparkurs. Und die Regierung lässt das eigene Volk mit Tränengas beschießen. Das gab es erstmals 2008. Und es wird seither immer schlimmer. Was viele Griechen nicht wissen: Zur Niederschlagung der Volksaufstände hat Griechenland aus deutschen Beständen gewaltige Mengen an Kotz- und Tränengas bekommen. Das alles wurde auf Kredit geliefert. Es stammte 2008 aus deutschen Polizeibeständen. Und jetzt wird es direkt ab Fabrik geliefert. Bezahlt wird es vom deutschen Steuerzahler. Jede in Athen und anderen griechischen Städten von den Polizeikräften in die Menschenmassen abgefeuerte Gasgranate schlägt voll in den deutschen Auftragsbüchern auf und erhöht die Schulden der Griechen bei den Deutschen. Man könnte auch sagen: Die Bundesregierung verdient an den griechischen Aufständen. Denn Berlin geht ja davon aus, dass die Griechen ihre Schulden irgendwann bezahlen werden.

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