Finanzkrise : Immobilien als sicherer Hafen?

Veröffentlicht: 24. Mai 2011 von infowars in Deutschland, Diktatur, Politik, Wirtschaft, Wirtschaftskrise/ Finanzkrise
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Mit den Immobilien ist das so eine Sache. Gerne werden diese als sicherer Hafen in der Krise bezeichnet, jedoch gibt es einige Punkte die man sehr genau im Auge haben sollte, ansonsten kann es sehr schnell ins Auge gehen mit der vermeindlichen Sicherheit. Wo lauern wirkliche Gefahren und was sollte man unbedingt bedenken?
Selbstverständlich kann man Immobilien zu den Vermögensklassen mit innerem Wert zählen, jedoch ist hier als erstes zu beachten, dass in großen Teilen Deutschlands bisher noch keine Korrektur der Werte stattgefunden hat. Ganz kann man das nicht mit den USA vergleichen, jedoch sind auch in Deutschland in einigen Gebieten die Immobilien erheblich überkauft. Eine Preiskorrektur ist jedoch nur eine der Gefahren und bei Weitem nicht die größte. Eine hart am Limit finanzierte Immobilie kann so sehr schnell als notleidend gelten und die Bank beispielsweise wegen Unterdeckung den Kredit kündigen.

Eine weitere große Gefahr ergibt sich aus dem Grundgesetz. Artikel 14.(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

Das klingt zuerst nicht wirklich bedrohlich, wirft man jedoch einen Blick in das Lastenausgleichsgesetz, sieht der Fall schon ganz anders aus und zwei mal wurde bereits auf diese Art und Weise der Bürger enteignet. Hierzu steht in Wikipedia:

Diese Umverteilung erfolgte dadurch, dass diejenigen, denen erhebliches Vermögen verblieben war (insbesondere betraf das Immobilien), die Hälfte dieses Vermögens nach dem Stand vom 21. Juni 1948 in 120 vierteljährlichen Raten, also verteilt auf 30 Jahre, in einen Ausgleichsfonds einzahlen mussten.[1]

Im Lastenausgleichsgesetz gibt es noch Folgendes:

[...]und Feststellungsgesetzes ergeben
haben, sowie die Milderung von Härten, die infolge der Neuordnung des Geldwesens
im Geltungsbereich des Grundgesetzes einschließlich Berlin (West) eingetreten sind,
bestimmt sich nach diesem Gesetz; die erforderlichen Mittel werden nach Maßgabe dieses
Gesetzes aufgebracht (Lastenausgleich).[2]

Soweit so schlecht, die Möglichkeit hat der Staat durchaus und wer sich mal anschaut, mit welcher Leichtigkeit im Bundestag über eine Zwangsenteignung gesprochen wird, dürfte nicht schlecht staunen.

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Kommentare
  1. Das Zensus Gesetz zur Erfassung der Immobiliensituation in Deutschland könnte für die Immobilienbesitzer noch schlimme Folgen haben. Im Falle eines Staatsbankrottes könnten sie mit Zwangshypotheken in die Pflicht genommen werden.

  2. Peter Luwen sagt:

    Nun ja, grundsätzlich stimmt das natürlich. Aber wenn man den Lastenausgleich über mehrere Jahrzehnte fürchtet, dann ist die Krise nicht so schlimm, denke ich. Immobilien halte ich dennoch für eine sichere Anlage, weil man sie kauft und abzahlt, wenn es einem gut geht und dann ein relativ sicheres Polster für schlechte Zeiten hat. Und falls die schlechten Zeiten nicht eintreffen, kann man sie irgendwann mit einer ordentlichen Rendite wieder verkaufen. Es ist also gleichzeitig Sicherheits- und Wertanlage.

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