Medizin: Entspringen Morgellonen nur der Fantasie?

Veröffentlicht: 16. Mai 2011 von infowars in Gesundheit, Wissenschaft/ Technik

Andreas von Rétyi

Weltweit gibt es immer mehr Berichte über eine erschreckend merkwürdige Krankheit. Tausende Menschen (vor allem Kinder) behaupten, auf der Haut von bislang unbekannten parasitären Organismen befallen zu sein. Aus der Haut wachsen dann mysteriöse Fasern. Mediziner sind verunsichert. Handelt es sich um reine Einbildung, um geheime militärische Experimente oder um die Folgen von Nanotechnologie? Nachfolgend Fakten über die geheimnisvolle »Morgellon«-Krankheit.

Weithin bekannt wurde die Morgellon-Krankheit vor rund zehn Jahren. Die Biologin Mary Leitao stellte im Jahr 2001 an ihrem damals zweijährigen Sohn Drew ungewöhnliche Hautveränderungen fest. Am Mund zeigten sich wunde Stellen, das Kind klagte über »kleine Käfer«, die ein unangenehmes Kribbeln verursachten. Waren hier wirklich Parasiten am Werk? Mary Leitao griff zum Spielzeug-Mikroskop ihres älteren Sohnes und warf einen ersten genaueren Blick auf die Haut ihres Jüngsten. In den Wunden bemerkte sie hauchdünne Fasern – blau, rot, schwarz und weiß. Seitdem ist Mary Leitao ebenso wie ihr Mann Edward, ein Internist, davon überzeugt, es mit einer echten und bislang unbekannten Erkrankung zu tun zu haben. Doch Fred Heldrich, Pädiater und bekannt dafür, eigenartige Fälle zu »lösen«, erklärte nach einer Untersuchung, nichts Ungewöhnliches finden zu können. Vielmehr legte er nahe, die Mutter würde ihr Kind für eigene Publicity-Zwecke nutzen. Tatsächlich ging Leitao bald an die Öffentlichkeit. Sie gründete eine eigene Organisation, die Morgellons Research Foundation (MRF), und mit der Zeit meldeten sich zahllose Menschen, die offenbar die gleichen Beschwerden aufwiesen wie Drew Leitao ­– ein Kribbeln wie von Ameisen, die über die Haut laufen, aber auch ein Stechen wie von Kaktusstacheln, Hautläsuren, teils durch fortwährendes Kratzen und Reißen selbst verursacht, Schmerzen, Müdigkeit bis zur Erschöpfung und andere Begleiterscheinungen. Ähnliches beschrieb schon der englische Arzt Sir Thomas Browne im Jahr 1690. Er berichtete von Fällen bei Kindern aus der französischen Region Languedoc, nach denen auch die vermutete Krankheit benannt ist.

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