Das Problem des öffentlichen Eigentums!

Veröffentlicht: 12. Mai 2011 von infowars in Anarchie, Video Clips, Wirtschaft

infowars.wordpress.com
von sandmanFDR

Stellen wir uns 10 Leute auf einer einsamen Insel vor, die ihr verbliebenes Trinkwasser streng rationiert haben. Jeder erhält täglich 500ml Wasser. Jeder hat sein eigenes Glas.
Das Wasser wird immer am Morgen verteilt und jeder dieser 10 Leute entscheidet selbst, wann er sein Wasser trinkt.

Stellen wir uns jetzt eine andere Gruppe von 10 Leuten vor, die ebenfalls auf einer Insel ist und ihr Trinkwasser rationiert hat. Es sind wiederum 500ml für jeden dieser 10 Leute täglich vorhanden. Der Unterschied ist, dass in dieser Gruppe keine 10 Gläser vorhanden sind, sondern ein 5l Eimer und 10 Strohhalme.

Was wird jetzt in den beiden Gruppen passieren?

Werden sich die Mitglieder der einen Gruppe anders verhalten, als die Mitglieder der anderen?

Es ist zu vermuten, dass die Mitglieder der ersten Gruppe sich in der Regel ihr Wasser einteilen und es über den Tag verteilt austrinken.

In der zweiten Gruppe werden die Mitglieder aller Wahrscheinlichkeit nach deutlich schneller und auch mehr trinken. Der Eimer wird schneller leer sein, als die 10 Gläser der ersten Gruppe.

Wie ist das zu erklären?

Wenn jemand etwas Wertvolles besitzt, wie in diesem Fall ein Glas Wassers, würde der Verbrauch dieses Wassers Alternativkosten mit sich bringen. Mit Kosten meine ich jetzt nicht Geld, sondern in diesem Fall entgangener Nutzen in der Zukunft. Den Schluck, den er jetzt trinkt, kann er später nicht trinken. Er wird ihm fehlen.

Derjenige, der seinen Schluck mit dem Strohalm aus dem 5l Eimer trinkt, den er sich mit neun anderen teilt, steht vor einem anderen Problem. Der Schluck, den er jetzt nicht trinkt, wird wahrscheinlich von einem anderen getrunken. Es gibt keine Alternativkosten, wenn er einen Schluck trinkt, sondern wenn er ihn sich aufspart.

Mit Resourcen, die allen gehören, wird unvernünftiger umgegangen, als mit Resourcen, die sich im Privateigentum befinden.

Bezogen auf unsere heutige Gesellschaft bedeutet das, dass das Steuergeld, welches der „Staat“ zur Verfügung hat, schneller und weniger sinnvoll ausgegeben wird wird, als wenn es weiter in Privatbesitz sein würde. Wenn die einzelnen Ministerien nicht versuchen würden, einen möglichst großen Teil des Kuchens abzubekommen, würde ein anderes Ministerium ja mehr Steuergeld erhalten können. Insofern muss das erhaltene Geld natürlich auch ausgegeben werden, da ja andernfalls im kommenden Jahr ein geringeres Budget zu Verfügung stünde.

Ein anderes Beispiel.

Wir haben heute keinen Mangel an Kühen. Wo immer man hinblickt sind welche.
Trotzdem verbrauchen wir Rindfleisch in rauen Mengen. Dass dennoch so viele Kühe vorhanden sind liegt daran, dass sie Bauern gehören, die einen Nutzen durch ihre Existenz erhalten. Die Bauern, die Kühe schlachten, um das Fleisch zu verkaufen, werden dafür sorgen, dass genug neue Kühe geboren werden, damit auch im nächsten Jahr genug davon da sind.

Bei den wilden Büffeln in der Zeit des wilden Westens war das anders. Es entstand eine große Nachfrage nach dem Fell dieser Tiere, und es wurde ein Nutzen erzielt, wenn man sie abschoss. Nun war es jedoch so, dass diese Büffel niemandem gehörten und somit aus der Sicht der Menschen Eigentum aller waren.

Jeder Jäger handelte im Sinne der Alternativkosten völlig rational, wenn er so viele Büffel schoss, wie möglich. Sonst hätte es ein anderer getan. Das Ergebnis war, dass die Büffel so weit dezimiert wurden, bis sich eine weitere Jagt nicht mehr lohnte, da sie im Verhältnis zum Ertrag zu aufwändig wurde.

Solange wir als Gesellschaft öffentliches Eigentum haben, wird es immer zu gravierenden Fehlsteuerungen in der Verwendung dieses Eigentums kommen, weil niemand ein persönliches Interesse an diesem öffentlichen Eigentum hat.

Kommentare
  1. […] »Das Problem des öffentlichen Eigentums! […]

  2. Die Beispiele sind schlecht gewählt, weil sie nur einen klitzekleine, isolierten Ausschnitt der Realität abbilden!

    Man kann diese Beispiele nicht hochrechnen auf das Leben in der Welt, das weitestgehend kontrolliert wird und geprägt ist von megakriminellen Psychopathen, die alles für sich beanspruchen und sich einen feuchten Kehricht darum kümmern, ob ein anderer genug Wasser hat oder nicht.

    Solange diese kranken Idioten nicht zur Besinnung kommen, wird hier jeder um sein Wasser kämpfen müssen, auch wenn sie darin absaufen könnten, weil so viel da ist.

    Wie kommen solche Typen, die Bankster Gottes, zur Besinnung? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall gewiss nicht dadurch, dass die anderen 99,99 Prozent der Menschen die Hände in den Schoß legen oder den Irren gar noch zuarbeiten wie die Medien und die Politik, aber auch nicht durch „wie du mir so ich dir“.

    Man muss das Wurzel an der Übel packen, aber da machen die meisten dann dicht.

    Dahin sollte es gehen: http://leistungsgedecktes-geld.blogspot.com/

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