Archiv für 9. April 2011

(RP) Erst Sponti, dann Außenminister, jetzt Unternehmer: Joschka Fischer hat sichtlich Freude als Berater von Atomkonzernen. Der Grüne wird schwarz. Nicht einmal die Verlängerung der Atomlaufzeiten mag er kritisieren.

Joschka Fischer hat seinen Frieden mit der Wirtschaft gemacht. Der Umweltaktivist von einst berät den Spritfresser-Hersteller BMW und die Atomkonzerne RWE und Siemens. Und das macht ihm sichtlich Spaß. „Richtig, ich bin jetzt Unternehmer“, sagte er auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf.

Das sei er im übrigen schon mal gewesen. „Bevor ich Abgeordneter war, war ich Unternehmer in Frankfurt, mit meinem Antiquariat.“ Ja, er liebe Grenzüberschreitungen. „Ich hasse Schützengräben. Ich finde es immer besser, mal in einen anderen Graben rüberzugucken. Vielleicht geht da was“, sagt er.

Zumindest finanziell geht in seinem Leben nach dem Außenministerium einiges. Für seinen Einsatz bei RWE soll er einen sechsstelligen Betrag erhalten, heißt es in der Branche. Die anderen Berateraufträge dürften ähnlich dotiert sein.

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Udo Ulfkotte

Überall im deutschsprachigen Raum haben wir die Lebensgrundlagen künftiger Generationen zerstört: Erst haben wir unsere heimische Landwirtschaft flächendeckend in den Ruin getrieben, dann weite Teile der Industrie mitsamt den Arbeitsplätzen unwiederbringlich ins ferne Ausland verfrachtet. Als Nächstes haben wir die Gesundheits- und Sozialsysteme zum Untergang verurteilt. Und nun drehen wir uns auch noch den Energiehahn ab. Jeder einzelne Schritt war gewollt und politisch korrekt. So wie die gewaltigen Menschenexperimente durch den Import von immer mehr unserem Kulturkreis nicht verbundenen Mitbürgern. Jedes unserer vorgenannten Experimente war für einen klar und nüchtern denkenden Menschen zum Scheitern verurteilt. Es ist dabei völlig egal, ob man politisch links oder rechts oder gar nichts ist, religiös oder ein Atheist, schwarz oder weiß, arm oder reich: Am Ende wartet auf alle ganz sicher ein neues Zeitalter. Wohl dem, der dafür vorgesorgt hat.

In der Medienbranche gibt es neue Zeitschriften, die extrem erfolgreich sind. Sie fangen nun wieder in bunten Bildern die Sehnsucht vieler Menschen nach dem ein, was wir vor wenigen Jahren unbedingt loswerden wollten, weil wir es für »rückständig«, »altmodisch« und schlicht »überflüssig« gehalten haben: das bäuerliche Leben auf dem Land. Wo vor wenigen Jahren noch Felder und Wiesen, auf denen Kühe grasten, das Landschaftsbild bestimmten, da beleidigen heute monotone Raps- und Maisplantagen unsere Augen. Und die traditionellen Bauernhöfe, auch für Städter Grundlagen unserer Existenz, wurden parteiübergreifend ganz bewusst in den Ruin getrieben. Hurra, wir haben es geschafft – und sind nun auf Lebensmittelimporte angewiesen. Wir essen »Deutsche Markenbutter«, die mit osteuropäischer Milch produziert wird. Die Eier im Supermarkt kommen aus Bulgarien oder Rumänien, die Gurken aus der Türkei und der Salat aus Spanien. Wir nehmen es wie selbstverständlich hin, dass allein in Bayern weiterhin pro Jahr durchschnittlich 2.500 Bauern aufgeben müssen. Wir sind heute eben stolze Weltbürger, die japanisches Sushi und türkischen Döner essen. Wer das alles nicht mitmachen will, möglicherweise gar einen Schrebergarten hat und noch eigenen Salat erntet oder Mitglied in einem Kleingarten- oder Geflügelzuchtverein ist, der kann nicht mehr ganz »normal« sein und gilt jetzt als »spießig« und »rechtsextrem«. Allen Ernstes haben am vergangenen Wochenende Jugendliche in Dortmund vor den Toren eines Schrebergartenvereins gegen »Rechtsextremismus« demonstriert, weil die Kleingärtner sich mit einem eigenen Wachdienst gegen »Rotationseuropäer« wehren, die in wachsender Zahl in ihre Lauben einbrechen.

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