»Unser Mann in Tripolis«: Von den USA und der NATO unterstützte islamische Terroristen schließen sich der libyschen Demokratiebewegung an

Veröffentlicht: 7. April 2011 von infowars in Geheimdienst, Krieg, Terror, Terror unter falscher Flagge, USA
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Prof. Michel Chossudovsky

Begriffe und Konzepte werden auf den Kopf gestellt: Die Militärallianz aus USA und NATO unterstützt eine Rebellion, an der auch islamische Terroristen beteiligt sind, und das im Namen des »Kriegs gegen den Terrorismus«.

Die libysche Opposition besteht aus sehr heterogenen Gruppierungen: Royalisten, Abtrünnige des Gaddafi-Regimes – darunter der frühere Justizminister und erst kürzlich Außenminister Mussa Kussa, Angehörige der libyschen Streitkräfte, der Nationalen Front für die Rettung Libyens (NFSL) und der Nationalen Konferenz für die libysche Opposition (NCLO), die als eine Art Dachorganisation agiert.

Kaum von westlichen Medien wahrgenommen wird, dass auch die Al-Jama’a al-Islamiyyah al-Muqatilah bi-Libya (Libysche Islamische Kampfgruppe, LIFG) integraler Bestandteil der libyschen Opposition ist.

Der Libysche Übergangsrat stellt kein klar definiertes Gebilde dar. Er setzt sich aus Repräsentanten der neu geschaffenen Ortsräte zusammen, die eingerichtet wurden, um das »alltägliche Leben in den befreiten Städten und Dörfern zu organisieren«. (Der Libysche Übergangsrat im Internet unter: The Council’s statement)

Die Kampfgruppen der Opposition bestehen zum größten Teil aus nichtausgebildeten zivilen Milizen, ehemaligen Angehörigen der libyschen Streitkräften und der gut ausgebildeten Libyschen Islamischen Kampfgruppe (LIFG).  Die LIFG ist mit Al-Kaida verbündet und steht im bewaffneten Aufstand an vorderster Front.

Das Al-Kaida-Netzwerk als Werkzeug der Intervention durch USA und NATO

Sowohl die LIFG als ganze, sowie auch ihre einzelnen Mitglieder werden vom UN-Sicherheitsrat als Terroristen eingestuft. Aus dem amerikanischen Finanzministerium heißt es: »Die Libysche Islamische Kampfgruppe bedroht durch ihren Einsatz von Gewalt und ihr ideologisches Bündnis mit Al-Kaida und anderen brutalen Terrororganisationen die weltweite Sicherheit und Stabilität.« (Treasury Designates UK-Based Individuals, Entities Financing Al Qaida -Affiliated Libyan Islamic Fighting Group – US Fed News Service, 8. Februar 2006)

Begriffe und Konzepte werden auf den Kopf gestellt. Sowohl Washington als auch die NATO, die behaupten, einen »Krieg gegen den Terrorismus« zu führen, unterstützen eine Demokratiebewegung, der auch Mitglieder einer Terrororganisation angehören. Es ist schon eine bittere Ironie, Washington und die Atlantische Allianz verstoßen gegen ihre eigenen Antiterrorgesetze und -Bestimmungen.

Darüber hinaus erfolgt die Unterstützung der Oppositionskräfte, zu der auch Terroristen gehören, im

Rahmen der Doktrin »Schutzverpflichtung« (R2P, »Responsibility to Protect«) im Rahmen der Umsetzung der Resolution des UN-Sicherheitsrats 1973, was wiederum eine krasse Verletzung der UN-Sicherheitsrats-Resolution 1267 darstellt, in der die Al-Jama’a al-Islamiyyah al-Muqatilah bi-Libya (LIFG) als Terror-Organisation eingestuft wird. Der UN-Sicherheitsrat verstößt damit nicht nur gegen die UN-Charta, sondern auch gegen seine eigenen Resolutionen (The Al-Qaida and Taliban Sanctions Committee – 1267).

Es ist ausreichend dokumentiert, dass der »Islamische Dschihad« seit Beginn des sowjetisch- afghanischen Krieges verdeckt von der CIA unterstützt wurde (siehe dazu: Michel Chossudovsky, America’s »War on Terrorism«, Global Research, Montreal, 2005). Der amerikanische Geheimdienst Central Intelligence Agency (CIA) benutzte dazu den pakistanischen Militärgeheimdienst Inter – Service Intelligence (ISI), der eine Schlüsselrolle bei der militärischen Ausbildung der Mudschaheddin spielte. Im Gegenzug wurde in die von der CIA unterstützten Guerilla-Ausbildung auch die Lehren des Islam eingebunden:

»Im März 1985 unterzeichnete Präsident Reagan die National Security Decision Directive 166, … [in der] verstärkte militärische Unterstützung für die Mudschaheddin genehmigt wurde. Darüber hinaus wurde deutlich gemacht, dass der geheime afghanische Krieg ein neues Ziel verfolgte: Die sowjetischen Truppen in Afghanistan sollten mithilfe verdeckter Operationen besiegt und zum Abzug gedrängt werden. Die neue verdeckte amerikanische Hilfe begann mit einem dramatischen Anstieg der Waffenlieferungen – bis zum Jahre 1987 stiegen die Lieferungen auf schließlich 65.000 Tonnen jährlich an,… sowie einen ›unaufhörlichen Strom‹ von Spezialisten der CIA und des Pentagons, die über die Hauptstraße in der Nähe der pakistanischen Stadt Rawalpindi in das geheime Hauptquartier des pakistanischen ISI unterwegs waren… Dort trafen die CIA-Spezialisten mit pakistanischen Geheimdienstoffizieren zusammen, um mit ihnen gemeinsam Operationen für die afghanischen Rebellen zu planen.« (Steve Coll, in: Washington Post, 19. Juli 1992)

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