Archiv für 15. März 2011

(mehr …)

Gleichstellung: Diskriminierung durch Frauenquote

Veröffentlicht: 15. März 2011 von infowars in Deutschland, feminismus, Politik

von Werner Becher

Nur Sexisten behandeln Frauen wie Behinderte

Der moderne und aufgeklärte Teil dieser Welt steckt Menschen bekanntlich längst schon nicht mehr in Schubladen. Leider gibt es immer noch eine nennenswerte Anzahl an Mitbürgern, deren Intellekt mit dem Artikel 14 der europäischen Menschenrechtskonvention heillos überfordert ist: Das sogenannte Diskriminierungsverbot untersagt klar und deutlich, Menschen wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt oder eines sonstigen Status Rechte und Freiheiten vorzuenthalten oder einzuschränken.

In der Realität wimmelt es aber leider von Rassisten und Xenophoben, die Menschen nach ihrer Hautfarbe, ihrem Aussehen oder schlicht ihrem Geburtsort in Schubladen stecken. Viele Homophobe interessieren sich auffällig begierig für das Sexualleben ihrer Mitbürger und geraten in Rage, wenn andere ihre eigenen sexuellen Vorlieben nicht teilen.

Hautfarbe, Religion, Geschlecht…

Und Feministinnen? Beurteilen sie nicht auch Menschen ausschließlich nach ihrem Geschlecht? Sind Feministinnen schlicht und einfach Sexisten? Meine Antwort: JA!

Aber Vorsicht: Die Frauenrechtsbewegung kann stolz darauf sein, eine rechtliche Gleichstellung der Frauen erreicht zu haben. In den vergangenen vierzig Jahren wurden vom Erbrecht über das Wahlrecht bis zum Strafrecht sämtliche diskriminierende Ungleichbehandlungen eliminiert. Für diese Leistung der Beseitigung unzähliger – vollkommen indiskutabler und untragbarer – historischer Benachteiligungen von Frauen, ist der Frauenrechtsbewegung großer Dank auszusprechen. Damit hat sie maßgeblich und gegen große Widerstände des Patriarchats den Menschenrechten in unseren Ländern einen großen Dienst erwiesen.

Und heute? Fordern sie noch immer Gleichberechtigung? Kämpfen sie etwa für einen verpflichtenden Wehrdienst für Frauen, eine umgehende Angleichung des Pensionsantrittsalters oder gar eine Gleichbehandlung vor Gericht, wenn es um das Sorge- oder Unterhaltsrecht geht? Fordern sie gleichen Lohn für gleiche Arbeit, wenn Frauen bei Polizei und Bundesheer mit speziell für sie stark reduzierten Anforderungen bei den Sporttests leichter eine Anstellung bekommen? Geht es ihnen tatsächlich um Chancengleichheit? Antwort: Ja, aber nur noch ganz selten.

weiter

Monica G. Young

Nicht alle fallen auf den gigantischen Schwindel herein: Weltweit wurden bei 20 Millionen Kindern und Jugendlichen psychische Störungen festgestellt, die angeblich die jahrelange oder sogar lebenslange Einnahme von Psychopharmaka notwendig machen. Aber einige Personen erheben jetzt ihre Stimme. Häufig sind Eltern, Kinder und Schulen Opfer einer der gewissenlosesten, aber eben gewinnbringenden und auf Falschinformationen beruhenden Kampagnen der modernen Gesellschaft.

Unruhige Kinder oder Kinder, die sich leichter ablenken lassen oder gelangweilt sind, die zu viel reden (oder zu wenig), die sich nicht an Regeln halten, die nicht so gehorsam sind, wie es einige Erwachsene gerne wollen, oder Kinder, die unter Stimmungsschwankungen leiden – ihnen allen könnte es passieren, dass bei ihnen Erkrankungen wie eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), eine Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellem, aufsässigen Verhalten (ODD), eine Bipolare affektive Störung, eine Selbstunsicher-vermeidende Persönlichkeitsstörung oder eine andere Erkrankung festgestellt werden. Mit anderen Worten werden heute Verhaltensweisen, die bisher als normales Verhalten von Kindern und Heranwachsenden galten, als psychische Störung eingestuft.

Am häufigsten wird ADHS bei Kindern »festgestellt«, allein in den USA sind es mehr als fünf Millionen Kinder, die davon »betroffen« sind. Statistische Untersuchungen in den USA und anderen Ländern zeigen, dass ADHS eher bei Jungen als bei Mädchen diagnostiziert und dann entsprechend medikamentös behandelt wird.

In einem vor Kurzem erschienenen Artikel mit der Überschrift »Eine Beruhigungs-Nation: Was

passiert, wenn man Jungen nicht mehr erlaubt, ungestüm sein« heißt es, fünfmal mehr australische Jungen als Mädchen werden mit Ritalin behandelt. Die Autorin fragt: »Besteht die Gefahr, dass wir die Kindheit eines Jungen an sich als Störung einstufen?« Sie verweist auf das Beispiel eines zehnjährigen, sehr begabten und sportlichen Jungen, der auf einem beengten Schulhof in eine Rangelei verwickelt wurde. Niemand wurde ernsthaft verletzt und es entstand auch keinerlei Sachschaden. Aber der Junge musste sich umgehend einer psychiatrischen Behandlung unterziehen.

Für afro-amerikanische Jungen und Jugendliche kann die Lage noch schlimmer aussehen. Der Psychologe Umar R. Abdullah-Johnson, der sich für das Recht auf Bildung für schwarzen Jungen einsetzt, hat viele Schulen im ganzen Land aufgesucht. In einem kürzlich veröffentlichten Artikel mit der Überschrift »Psycho-Sklaverei« schreibt er: »Wir haben es hier mit einem Zerrbild epischen Ausmaßes zu tun: Schwarze Jungen werden in Rekordzahlen zu Psychiatern geschickt, damit sie dort bewusstseinsverändernde Medikamente verordnet bekommen, die viele Nebenwirkungen aufweisen.« In vielen Klassen, berichtet er weiter, wird der Hälfte der schwarzen Schüler Medikamente verschrieben. Bei einigen Kindern wird die Untersuchung, die Diagnose und die Verschreibung der Medikamente in weniger als fünf Minuten abgewickelt.

Abdullah-Johnson hebt die Scheinheiligkeit einer Gesellschaft hervor, die einerseits den »Drogen den Krieg« erklärt, sich andererseits aber eifrig bemüht, eine ganze Generation schwarzer Jungen mit Substanzen vollzustopfen, deren Einnahme später oft zum Konsum illegaler Drogen führt. »Sie behaupten, kein Kind solle zurückgelassen werden«, schreibt er, »geben sich aber damit zufrieden, unsere Jungs [gefährlichen] Nebenwirkungen dieser Medikamenten auszusetzen, die noch Jahre nach ihrem Schulabschluss anhalten, wenn diese Jungen überhaupt einen Schulabschluss schaffen.«

weiter