Informationskrieg: Die PR-Maßnahmen der Eliten laufen ins Leere

Veröffentlicht: 8. März 2011 von infowars in Propaganda

Anthony Wile, The Daily Bell, 05.03.2011

Fragwürdige Regierungen nutzen oft Firmen aus dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, um ihr Image aufzubessern und wenn bestimmte Ereignisse eingetreten sind. Gibt es für uns irgendeine Möglichkeit herauszufinden, was Wahrheit und was Propaganda ist? Angesichts der aktuellen Ereignisse im Nahen Osten und der Bemühungen der alteingesessenen Führer, in den Ämtern zu bleiben, ist diese Frage für uns dringlicher denn je.

In diesem Artikel möchte ich mich nicht nur der Öffentlichkeitsarbeit in anderen Regionen dieser Welt zuwenden, sondern auch der Fragestellung nachgehen, wie die westlichen Mächte Mechanismen der Öffentlichkeitsarbeit nutzen, um ihre eigene Agenda weiter voranzutreiben, und warum diese Bemühungen ins Leere laufen könnten.

Bestimmte Führer, wie jene, die Machtpositionen im Nahen Osten innehaben, verfügen über Unmengen an Geld, mit dem sie herumwerfen können. Es gibt weithin bekannt Firmen, speziell Firmen aus dem Westen, die ihnen dabei helfen, ihr politisches Image aufzupolieren. Es gibt auch angesehene Universitäten, die bei fragwürdigen Unterstützern schon Mal ein Auge zudrücken – so wie dies die London School of Economics diese Woche peinlicherweise einräumen musste.

Zahlreiche Staaten im Nahen Osten, die aktuell mit Turbulenzen zu kämpfen haben, wandten sich bereits vor langer Zeit den Vertretern der Öffentlichkeitsarbeit zu. Großbritannien – ja eigentlich London – ist die Region ihrer Wahl, da es im Gegensatz zu den USA in Großbritannien keine regulatorischen Beschränkungen gibt, die es ausländischen Entitäten abverlangen würden, ihre Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit gegenüber dem Außenministerium anzuzeigen.

Wer ist der größte Akteur in London? Offenkundig ist es die Firma, die unter dem Namen Bell Pottinger bekannt ist. Auf ihrer Kundenliste dürften auch Libyen, Bahrain, Weißrussland, ja selbst der Magnat Boris Beresowski zu finden sein.

Libyen hat Bell Pottinger angeblich Millionen bezahlt, um zu versuchen, die westlichen Auffassungen bezüglich des Bombenanschlags in Lockerbie zu beeinflussen, bei dem der Pan Am Flug 103 mit einer Bombe in die Luft gesprengt wurde und 243 Passagiere sowie 16 Crew-Mitglieder ums Leben kamen.

Die Zahlung der Libyer hatte dann eine ganze Reihe von „alternativen“ Theorien über den Bombenanschlag zur Folge. Kürzlich drang jedoch so stark wie nie zuvor an die Öffentlichkeit, dass es Muammar al-Gaddafi selbst war, der den Vergeltungsschlag für den US-Bombenanschlag auf sein prunkvolles Anwesen anordnete, bei dem seine junge Tochter ums Leben kam.

Großbritannien rief jüngst eine Regulierungsbehörde ins Leben, um die PR-Industrie zu überwachen, aber im Grunde hat sich an der Anonymität der internationalen PR-Kunden überhaupt nichts geändert. Sie müssen ihre Agenden oder Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit immer noch nicht bekanntgeben. Somit bleibt Londons Viertel Soho also weiterhin das Zentrum für die Bemühungen der Imagepflege und Imageumgestaltung der fragwürdigsten Staaten dieses Planeten.

Trotz der Aktivitäten für seine Überseekunden kann von Soho jedoch nicht behauptet werden, dass es sich bei diesem Viertel um das einzige „Propaganda“-Zentrum der Elite handeln würde. Erst vergangene Woche erlebten wir, wie eine Erklärung abgegeben wurde, dass die USA mit verstärkter Aggressivität am Informationskrieg teilnehmen müssten.

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